Klimawandel

Wir sind die letzte Generation, die eine Klimakatastrophe verhindern kann.

Wir haben hier sehr viele Informationen zusammengeführt. Wenn Du gerade nicht viel Zeit hast, empfehlen wir Dir zum Einstieg folgende Beiträge: Den Vortrag von Greta Thunberg (11 Min – mehr über Greta findest Du hier) und die Aussagen von Scientists for future (5-10 Min).

Inhalte dieser Seite

Fakten und Analysen zum Klimawandel

Wenn Du eine Orientierung im Fakten-Dschungel und einen Überblick der Handlungsmöglichkeiten suchst, dann bist Du hier perfekt richtig. Wenn Dir Fakten und Handlungsmöglichkeiten schon klar sind und Du eine Community für klimafreundliches Handeln suchst, kannst Du (je nach Temperament) z.B. auch direkt auf die Webseite des Climate Culture Lab oder zu Extinction Rebellion gehen. Aktuelle journalistische Berichte zum Stand der Klimaforschung findest Du bei Klimareporter.de/Klimaforschung.

Foto von GMB Akash

Zusammenfassung: Warum eine Klimakatastrophe droht und was wir dagegen tun können.

Seit Beginn der Industrialisierung ist die Temperatur der unteren Atmosphäre um ca. 1 Grad Celsius angestiegen (Land > Wasser). Der Hauptgrund für diesen erdgeschichtlich extrem schnellen Temperaturanstieg, liegt in der Freisetzung von Treibhausgasen, welche die von der Erdoberfläche zurückgestrahlten Infrarotwellen absorbieren. Die wichtigsten Klimagase sind Kohlendioxid und Methan. Letzteres fällt in großen Mengen z.B. in der Massentierhaltung an und findet sich in gebundener Form in Permafrostböden. Durch Rückkopplungseffekte (insbesondere die mit der Erwärmung zunehmende Wasserverdunstung) verstärkt sich die Wirkung der vom Menschen freigesetzten Treibhausgase. Außerdem kann warmes Wasser weniger CO2 binden – weshalb sich durch die Erwärmung der Ozeane der CO2-Gehalt der Atmosphäre weiter erhöht. Diese Rückkopplungseffekte können durch das zunächst verstärkte Pflanzenwachstum nicht kompensiert werden.

Wenn sich die Temperatur der Atmosphäre nun weiter erhöht, werden sogenannte Kipppunkte (tippingpoints) erreicht. In diesem Fall werden unter anderem folgende Mechanismen ausgelöst:

  • Durch das Schmelzen der Eiskappen an den Polen verringert sich die Abstrahlung von Sonnenlicht in den Weltraum und es kommt zu einer stärkeren Erwärmung der Erdoberfläche. Dies hat zur Folge, dass das Eis noch noch schneller schmilzt, was die Reflektion des Sonnenlichts weiter reduziert, usw. – ein sich selbst verstärkender Prozess.
  • Ein zweiter Mechanismus ist das Auftauen von Permafrostböden, wodurch große Mengen Methan freigesetzt werden, ein Gas das (im direkten Vergleich) eine 25 Mal stärkere Klimawirkung hat, als CO2. Und je wärmer es wird, desto schneller tauen die Permafrostböden auf – ein weiterer, sich aufschaukelnder Prozess.

Wenn solche Kipppunkte erreicht werden, kommt es zu einem unkontrollierbaren Anstieg der atmosphärischen Temperatur, der durch menschliche Maßnahmen nicht mehr aufhaltbar ist. Dies hätte dramatische Folgen für sämtliche Ökosysteme der Erde und für die gesamte Menschheit, ein Massensterben wäre zu befürchten. Es besteht die Möglichkeit, dass wir dann in eine Jahrtausende lange Heißzeit eintreten, die große Teile der Erdoberfläche in Wüsten verwandelt.

Je länger die Menschheit damit wartet, ausreichend wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die weitere Erwärmung der Atmosphäre zu stoppen, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Kipppunkte erreicht werden und der Klimawandel zu einer Klimakatastrophe wird.

Diese grundlegenden Tatsachen sind nicht mehr vernünftig bezweifelbar. Es gibt allenfalls quantitative Unsicherheiten, z.B. dahingehend, wann bestimmte Kipppunkte erreicht werden. Diese noch bestehenden quantitativen Unsicherheiten werden in der politischen Diskussion benutzt, um Maßnahmen zu verschleppen. Angesichts der dramatischen Folgen einer unumkehrbaren globalen Erhitzung ist dies nicht mehr hinnehmbar.

Jeder Mensch ist jetzt gefordert, alles in seiner Macht stehende zu tun, um eine weitere Erderwärmung zu verhindern.

Dazu gehört Umstellung der eigenen Lebensweise in den Bereichen Mobilität, Heizen, Ernährung, sowie eine Reduktion des Konsums. Praktisch bedeutet dies

  • einen Umstieg auf Fahrrad, ÖPNV und Bahn, den Verzicht auf Flugreisen und unnötige Autofahrten,
  • durch Wärmedämmung reduziertes Heizen mit möglichst klimaschonenenden Methoden,
  • eine deutliche Reduktion des Konsums von Fleisch und Milchprodukten und
  • achtsames Konsumieren (was brauche ich wirklich, was ist haltbar, was ist nachhaltig produziert).

So kann jede*r Einzelne einen Beitrag leisten. Dieser Beitrag ist notwendig, jedoch nicht ausreichend.

Ohne die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen, durch die politischen Entscheidungsgremien, ist der Klimawandel nicht aufzuhalten. Derzeit fehlt jedoch in fast allen Ländern der politische Wille, ausreichend wirksame Maßnahmen zu beschließen. Dazu gehört in jedem Fall ein hoher CO2-Preis (auf bezogen auf die Produktionskette). Wenn die Einnahmen aus CO2 Abgaben an die Bevölkerung zurückverteilt werden, kann der CO2-Preis ohne soziale Härten umgesetzt werden.

Am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland lässt sich zeigen, dass nach wie vor nur Placebo-Politik betrieben wird. Die Maßnahmen, welche erforderlich sind, um den Klimawandel zu stoppen, werden NICHT eingeleitet. Das sogenannte Klimapaket der deutschen Bundesregierung (Sept. 2019) ist ein reines Placebo-Paket, mit wirkungslos niedrigen CO2 Abgaben und z.T. kontraproduktiven Maßnahmen.

Gerade in den demokratischen Staaten ist daher jede*r Einzelne aufgefordert, auch politisch zu handeln.  Konkret sollte man sich einer der Gruppen anschließen, die bereits politisch gegen den Klimawandel vorgehen, sich in Parteien engagieren, an politischen Kampagnen teilnehmen und allen Politikern deutlich machen: wenn ihr jetzt nicht wirksam handelt, werdet ihr nicht mehr gewählt. Persönliches und politisches Engagement ist jetzt die Aufgabe jedes Menschen, der sich seiner Verantwortung für die nachkommenden Generationen bewusst ist.

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Foto: GMB Akash

Das weiß ich doch schon alles …?

Klimawandel – vom Verdrängen zur Bewusstheit

Falsch. Vielleicht weiß irgendeine Ecke unseres Großhirns, was die Fakten sind. Aber wenn Du und ich, wenn wir wirklich begriffen hätten, wie ernst die Bedrohung ist, deren Realität uns die Experten aus Klimaforschung und Physik in den folgenden Videos nahebringen – wenn wir all das tatsächlich ernst nehmen würden, würde irgendeiner von uns noch ruhig sitzen bleiben? Nein, das würden die meisten wohl nicht, zumal wir dann wüssten, dass wir jetzt noch die – vielleicht letzte – Chance haben, das Ruder herumzureißen. Wir würden alles in unserer Macht stehende tun, um zu verhindern, dass aus dem Klimawandel eine Klimakatastrophe wird.</p>

Aber das ganze Thema ist so außerordentlich, so bedrohlich, dass wir es zunächst verdrängen. So wie manche Menschen, die mit der Diagnose einer schweren Erkrankung konfrontiert sind, diese oft zunächst gar nicht wahrhaben wollen. Sie verdrängen, dass sie diese schwere Krankheit haben.

Nun besteht berechtigte Hoffnung, dass wir den Klimawandel noch rechtzeitig bremsen können. Aber diese Hoffnung besteht nur, wenn breite Schichten der Bevölkerung, ja der Menschheit, dieses Wissen aus irgendeinem Winkel des kognitiven Bewusstseins wirklich an sich heranlassen. Wenn wir uns der Realität mit unserem ganzen Bewusstsein öffnen. Dann entfaltet sich auch eine entsprechende Entschlossenheit. Dann können wir den Dingen ins Auge sehen. Aber solange wir primär mit Verleugnung und Widerstand reagieren („ich will meinen Lebensstil aber nicht verändern“) und die Angst vor dem Verlust unserer gegenwärtigen Schein-Sicherheiten („dann fallen doch die ganzen Arbeitsplätze in der Autoindustrie weg“) – solange wir so unterwegs sind, werden wir die Chance verpassen, die wir jetzt noch haben. Aber: Wir haben diese Chance – wenn wir jetzt auf allen Ebenen handeln.

Der Klimawandel ist Realität: Globale Temperaturveränderung

Quelle: Deutscher Wetterdienst, Globale Durchschnittstemperatur

Die Hockeyschläger-Kurve und die kritische Diskussion über die Sicherheit und Interpretation von Klimadaten

Eine Grafik taucht in der Beschreibung des Klimawandels immer wieder auf: Die Hockeyschläger-Kurve.

Der Beitrag von Stefan Rahmstorf verteidigt die Hockey-Schläger-Kurve vehemment gegen Kritik. Dabei beruft er sich auf die Pages 2k Studie, die die Vorhersage der vieldiskutierten Hockeyschläger-Kurve zu bestätigen scheint:

https://scilogs.spektrum.de/wblogs/gallery/16/PAGES2k_MBH99.png
Quelle: Stefan Rahmstorf. Paläoklima: Die Hockeyschläger-Debatte.

Die folgende Grafik zeigt anschaulich die Unterschiede im Temperaturverlauf auf verschiedenen Kontinenten:

https://scilogs.spektrum.de/wblogs/gallery/16/PAGES-2.png
Quelle: Stefan Rahmstorf. Paläoklima: Die letzten 2000 Jahre. Temperaturverlauf in den einzelnen Kontinentalregionen (30-Jahres-Mittel). Rot bedeutet warm, blau kalt. Quelle: Nature Geoscience.

Es gibt einige (wenige) Wissenschaftler, die vor allem die Unsicherheiten in der Interpretation komplexer vergangenheitsbezogener Daten betonen. Einer davon ist PD Harald Kehl, der bis 2016 für das Institut für Ökologie an der TU Berlin tätig war. Auf seiner Webseite werden die Klimadaten äußerst kritisch diskutiert.

Kritische Diskussion innerhalb der Wissenschaft ist notwendig, denn wenn sie nicht kritisch ist, ist sie keine Wissenschaft mehr. Andererseits führen diese Diskussionen dazu, dass in der Bevölkerung eine massive Verunsicherung auftritt. Was stimmt denn nun? Letztlich kannst Du Dir nur selbst ein Bild machen und die Glaubwürdigkeit verschiedener Quellen einschätzen, was als Nicht-Experte allerdings unglaublich schwierig ist. Weiter unten auf dieser Webseite setzen wir uns mit Klimaskeptikern, Klimaleugnern und deren Argumenten vertieft auseinander.

Scientists for Future haben eine Fülle von Daten bereitgestellt, von denen einige weiter unten dargestellt sind. Es wird daraus ganz klar: Der menschengemachte Klimawandel ist mit so hoher Wahrscheinlichkeit belegbar, dass es nicht mehr vernünftig genannt werden kann, wenn quantitative Restunsicherheiten herangezogen werden, um Maßnahmen gegen die Klimaerhitzung abzulehnen.

Für mich würden die vielfältigen – bereits heute katastrophalen – Umweltschäden ausreichen, um einen tiefgreifenden Wandel des Lebensstils und des wirtschaftens zu begründen. Dennoch ist ein handlungsleitender Konsens in Bezug auf den Klimawandel wichtig: Wenn die Aussagen einer Mehrheit der Wissenschaftler richtig sind – wovon ich ausgehe – dass wir bei fortschreitender Freisetzung von Treibhausgasen durch einen zunächst mäßigen Temperaturanstieg auf Kipppunkte zusteuern, die eine massive Klimaerwärmung zur Folge haben, welche die Menschheit in ihren Lebensgrundlagen bedroht, dann müssen wir DRINGEND und SOFORT HANDELN.

Aktuelle Studien

Reconstructions of Earth’s past climate strongly influence our understanding of the dynamics and sensitivity of the climate system. Yet global temperature has been reconstructed for only a few isolated windows of time1,2, and continuous reconstructions across glacial cycles remain elusive. Here I present a spatially weighted proxy reconstruction of global temperature over the past 2 million years estimated from a multi-proxy database of over 20,000 sea surface temperature point reconstructions. Global temperature gradually cooled until roughly 1.2 million years ago and cooling then stalled until the present. The cooling trend probably stalled before the beginning of the mid-Pleistocene transition3, and pre-dated the increase in the maximum size of ice sheets around 0.9 million years ago4,5,6. Thus, global cooling may have been a pre-condition for, but probably is not the sole causal mechanism of, the shift to quasi-100,000-year glacial cycles at the mid-Pleistocene transition. Over the past 800,000 years, polar amplification (the amplification of temperature change at the poles relative to global temperature change) has been stable over time, and global temperature and atmospheric greenhouse gas concentrations have been closely coupled across glacial cycles. A comparison of the new temperature reconstruction with radiative forcing from greenhouse gases estimates an Earth system sensitivity of 9 degrees Celsius (range 7 to 13 degrees Celsius, 95 per cent credible interval) change in global average surface temperature per doubling of atmospheric carbon dioxide over millennium timescales. This result suggests that stabilization at today’s greenhouse gas levels may already commit Earth to an eventual total warming of 5 degrees Celsius (range 3 to 7 degrees Celsius, 95 per cent credible interval) over the next few millennia as ice sheets, vegetation and atmospheric dust continue to respond to global warming.

Quelle: Carolyn W. Snyder, Evolution of global temperature over the past two million years, Nature volume 538pages226–228 (2016)

Quelle: Welt der Physik, Temperaturkurve des Erdklimas über zwei Millionen Jahre

Ergänzend die Darstellung im Wikipedia-Artikel Klimageschichte

Quelle: Wikipedia – Klimageschichte

Was bedeutet der Klimawandel für die Umwelt und für die Menschheit?

Informationen von Greenpeace

Der Klimawandel betrifft die Existenz der gesamten Menschheit, ihre Gesundheit und Ernährung. Er vernichtet Äcker auf Dauer, lässt Wasser versiegen, Tiere und Pflanzen aussterben. Er verändert Ökosysteme, die sich in Zehntausenden von Jahren entwickelt haben.

Der UN-Klimarat warnt: Bei ungebremster Erderwärmung werden extreme Unwetter häufiger und stärker auftreten, feuchte Weltregionen werden noch feuchter, trockene dagegen noch trockener – teils mit erheblichen Folgen für die Landwirtschaft. Schon eine geringe globale Temperaturerhöhung kann zu sinkenden Getreideernten führen.

UNWETTER ZIEHEN AUF

Weltweit hat die Erde sich von 1880 bis 2012 durchschnittlich um 0,85 Grad Celsius erwärmt, in Europa laut Europäischer Umweltbehörde (EEA) um rund 1 Grad. Je wärmer die Meere, desto mehr Wasser verdunstet. Je höher die Lufttemperatur, desto mehr Wasser nehmen die Wolken auf. Hitzewellen und Dürren ebenso wie Starkregenfälle können dadurch häufiger und heftiger ausfallen.

In Europa leiden schon jetzt einige Regionen an Bodenverlust durch Trockenheit, besonders in Spanien. Heiße, trockene Sommer dörren den Boden aus. Die Stauseen sind fast leer, Flüsse verkümmern zu Rinnsalen, überall herrscht Wassermangel. Der Hitzesommer 2003 hat in der EU über 70.000 Menschenleben gefordert. Bei einer globalen Erwärmung um weitere drei Grad und häufigeren Hitzeperioden rechnet die EEA bis 2100 mit zusätzlichen 86.000 Toten pro Jahr.  

In Deutschland folgen sogenannte Jahrhunderthochwasser in immer kürzeren Abständen aufeinander: die Oderhochwasser 1997 und 2009, die Elbefluten 2002 und 2013, Passau 2002 und 2013.  >> Klimawandel in Deutschland

DIE WEISSEN KAPPEN SCHMELZE

Durch die Erwärmung schmilzt das Eis der Erde. Besonders augenfällig geschieht dies in den Gebirgen und an den Polen. Das „ewige“ Eis am Nordpol taut rasant und macht den Weg frei für die industrielle Ausbeutung der Region. 2012 wurde ein neuer Tiefststand der arktischen Meereisfläche gemessen. Auch die Gletscher haben vielfach an Masse und Länge verloren, Vergleiche mit Fotos vom Beginn des 20. Jahrhunderts belegen dies eindrucksvoll.

Selbst die bis zu tausende Meter dicken Eisschichten der Antarktis sind nicht mehr vor dem Klimawandel sicher. Am Südpol brechen Eisplatten wie das Larsen-B-Schelfeis oder das Wilkins-Schelfeis auseinander und treiben als Eisberge nach Norden. >> Antarktis im Klimawandel

DER MEERESSPIEGEL STEIGT

Durch das Schmelzen des Inlandeises an den Polen, vor allem in Grönland, und durch die Ausdehnung des wärmer gewordenen Meerwassers steigt der Meeresspiegel. Satellitenmessungen haben gezeigt, dass der Anstieg im 20. Jahrhundert durchschnittlich 1,7 Millimeter pro Jahr betrug. In den letzten 20 Jahren war dieser Wert mit ca. 3,2 mm pro Jahr fast doppelt so groß. Laut IPPC könnten es 2100 bis zu 1 Meter sein. Sturmfluten wirken sich durch den höheren Wasserpegel noch verheerender aus, Böden versalzen. Weltweit sind rund 200 Millionen Menschen in tief gelegenen Küstengebieten von dieser Entwicklung betroffen, 30 der 50 größten Städte liegen am Meer.

AUF DER FLUCHT

Eine Greenpeace-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass schon heute über 20 Millionen Menschen auf der Flucht sind, weil ihre Heimat durch den Klimawandel keine ausreichenden Lebensbedingungen mehr bietet. In den kommenden 30 Jahren ist mit rund 200 Millionen Flüchtlingen zu rechnen. Im internationalen Flüchtlingsrecht kommen diese Menschen nicht vor.

Der Klimawandel trifft die Länder besonders hart, die am wenigsten zur globalen Erwärmung beigetragen haben: die Entwicklungsländer. Die Hauptverursacher dagegen – die westlichen Industriestaaten – haben die finanziellen  Mittel, sich weitgehend vor den Folgen der Krise zu schützen. Greenpeace fordert die Industrieländer darum auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und den Entwicklungsländern zu helfen. Mit ihrem Einfluss, mit Geld und mit Taten: durch ein geändertes  Flüchtlingsrecht, durch geeignete Hilfsmaßnahmen in den betroffenen Ländern und durch eine drastische Senkung der Treibhausgasemissionen. >> Klimaflüchtlinge: Die unterschätzte Katastrophe

Vorträge zum Klimawandel

Auch wenn Du Dich nicht in wissenschaftliche Abhandlungen vertiefen willst, findest Du verlässliche und leicht verständliche Informationen. TED ist dafür eine gute Informationsquelle. Hier einige Highlights:

Greta Thunberg mit einem Statement, dem man sich kaum entziehen kann

Du kannst Al Gore hören, der die Fakten zum Klimawandel neu zusammengestellt hat und zeigt, warum Handeln dringend geboten ist.

Harald Lesch macht in seinem Vortrag deutlich, dass der Klimawandel eine Tatsache ist und es unumgänglich ist, alles zu tun, was in unserer Macht steht, um ihn zu begrenzen.

Immer wieder wird gefordert (und psychologisch macht das auch Sinn), weg zu kommen von einer Katastrophenrhetorik, weil diese nur zu Reaktanz (unbewusstem reflexartigem Widerstand) führt. Andererseits fragen wir: sind wir Menschen wirklich zu dumm, um zu erkennen, wenn die Hütte brennt? Sind wir wirklich so eingeschränkt, dass klare und unabweisbare Fakten dazu, dass wir tatsächlich auf eine Katastrophe zusteuern, aufgrund psychischer Mechanismen einfach an uns abprallen?

Wodurch entsteht der derzeitige Klimawandel?

Die folgenden Videos werden von oben nach unten immer wissenschaftlicher und komplexer. Die ersten Videos sind sehr einfach, dann wird es etwas schwieriger.

Treibhauseffekt – erklärt von Studenten der Uni Köln
Ist es wirklich das Kohlendioxid?
Der Klimawandel – verstärkt durch Rückkopplungseffekte
Geschichte der CO2-Emissionen
Der natürliche Treibhauseffekt – Voraussetzung für Leben
Fast english: debunking of false information
very strong stuff from a nerd
Der Klimawandel – erklärt in leichter Sprache
Harald Lesch erklärt die Basics des Klimawandels
Der Kohlenstoffkreislauf
Die Grundlage: Der Strahlungshaushalt der Erde
Der anthropogene Treibhauseffekt – ein Problem
YouTube climate nonses debunked
und weil der Typ so smart ist: gleich noch mal

Warum ist es wichtig, diese Videos anzuschauen? Es gibt auf Youtube viele (häufig angesehene) Videos von Leugnern des Klimawandels, die auf den ersten Blick wie Informationsvideos aussehen, obwohl darin physikalischer Nonsens verkündet wird. Als wissenschaftlicher Laie ist es aber ohne Vorwissen kaum möglich, zu erkennen, wenn physikalische Falschaussagen getroffen werden. Deshalb wirken solche Fake Science Videos sehr verunsichernd – und werden oft gar nicht als solche bemerkt. Also: Erst mal Physik pauken, dann sind wir gewappnet 😉

Für alle, die es noch genauer wissen wollen: Hier die Wikipedia-Artikel zu den Themen #Treibhausgase, #Kohlendioxid in der Atmosphäre, #Treibhauseffekt, #Klimawandel.

Wodurch enstehen Warm- und Kaltzeiten? Ist CO2 wirklich ursächlich für Klimaschwankungen? Was ist anders als in der früheren Erdgeschichte?

Fakt ist: CO2 ist die Hauptursache des gegenwärtigen Klimawandels, auch wenn das bei anderen Klimawandeln in der Erdgeschichte anders gewesen sein mag

Eiszeitalter sind durch einen Wechsel von Eis- und Warmzeiten geprägt. Wenn die Erde aus einer Eiszeit kommt, wird die Erwärmung tatsächlich nicht durch Kohlendioxid verursacht, sondern durch Veränderungen der Erdumlaufbahn und der Erdachse. Infolge des Temperaturanstiegs geben dann die Meere CO2 ab, das die Erwärmung verstärkt und über den gesamten Planeten verteilt. In Wahrheit stimmt also beides: Steigende Temperaturen führen zu einem CO2-Anstieg in der Atmosphäre, und CO2 führt zu einer Erwärmung.

In den letzten 500.000 Jahren erlebte die Erde lange Eiszeiten (Glaziale), die regelmäßig von kurzen Warmzeiten unterbrochen wurden, sogenannten Interglazialen. Veränderungen der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre stimmen ziemlich genau mit diesem Zyklus überein: Der CO2-Gehalt nimmt um etwa 80 bis 100 Teilchen pro Million (ppm = parts per million, also CO2-Moleküle in einer Million Luftmolekülen) zu, während die arktischen Temperaturen um rund zehn Grad Celsius steigen (siehe Abbildung 1). 

Bei genauer Betrachtung jedoch folgt der CO2-Anstieg dem Temperaturanstieg um ungefähr 1000 Jahre. Obwohl dieses Phänomen schon vor mehr als zwanzig Jahren vorhergesagt wurde (Lorius et al. 1990), führt es bei vielen Menschen noch immer zu Überraschung und Verwirrung. Ist nun der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre eine Folge der Erderwärmung, oder ist umgekehrt die Erderwärmung eine Folge des CO2-Anstiegs? Die Antwort lautet: Beides ist richtig.

CO2 Konzentration in der Atmosphäre

Abbildung 1: Daten zur CO2-Konzentration in der Atmosphäre, die anhand eines Eisbohrkerns von der russischen Antarktis-Forschungsstation „Wostok“ gewonnen wurden (blaue Kurve) und zu Temperaturschwankungen über die vergangenen 400.000 Jahre (rote Kurve); Quellen: Petit 2000, Barnola 2003 

Warmzeiten treten ungefähr alle 100.000 Jahre auf. Man spricht in diesem Zusammenhang von den Milanković-Zyklen, die durch Veränderungen der Erdumlaufbahn und der Rotationsachse verursacht werden. Drei wichtige orbitale Veränderungen sind hierbei zu nennen: Die Form der Erdumlaufbahn um die Sonne (Exzentrizität) variiert zwischen elliptisch und kreisähnlich. Die Neigung der Erdachse (Obliquität) gegenüber der Erdbahnebene schwankt zwischen 22,5 Grad und 24,5 Grad. Drittens pendelt die Erdrotationsachse zwischen einer Ausrichtung auf den Polarstern und auf den Stern Wega (Präzession). –– Näheres dazu in unserem Glossar unter dem Stichwort Erdbahnparameter.

Veränderungsparameter der Erdumlaufbahn

Abbildung 2: Die drei wichtigsten Veränderungsparameter der Erdumlaufbahn: Exzentrizität – Änderung der Form der Erdumlaufbahn, Obliquität –  Änderung der Neigung der Erdrotationsachse, Präzession – Richtungsänderung der Erdachse

Die drei Effekte überlagern sich auf komplizierte Weise und führen zu langfristigen Veränderungen der Intensität, mit der die Sonne zu verschiedenen Jahreszeiten auf die Erde strahlt (in den nördlichen Breiten scheinen die Veränderungen besonders groß zu sein). Die Milanković-Zyklen führen also zu natürlichen Erderwärmungen – diese aber laufen in Zeitspannen von Jahrtausenden ab und damit viel langsamer als die Erderwärmung, die heute zu beobachten ist.

Für die Verzögerung des CO2-Anstiegs bei diesen prähistorischen Klimawandeln hat die Wissenschaft überzeugende Erklärungen gefunden, sehr genau wurde beispielsweise eine Erwärmungsphase vor rund 19.000 Jahren untersucht, der letzte Übergang von einer Eiszeit zu einer Warmzeit (vgl. Shakun et al. 2012). Demnach lief damals folgende Kettenreaktion ab: Durch langsame orbitale Veränderungen erwärmte sich die Arktis. Große Mengen von Eis schmolzen. Das Schmelzwasser floss in die Ozeane der Nordhalbkugel. Dieser Wasserzufluss störte die Ozeanströmungen, mit denen großräumig Wärme zwischen der Nord- und der Südhalbkugel umverteilt wird. In der Folge, beginnend etwa vor 18.000 Jahren, erwärmten sich dann als erstes die Ozeane auf der Südhalbkugel.

Wenn sich Ozeangebiete erwärmen, verringert sich generell die CO2-Löslichkeit des Wassers (Martin et al. 2005). In der Folge entweicht mehr Kohlendioxid aus dem Ozean in die Atmosphäre. Der genaue Mechanismus, durch den die Tiefsee CO2 abgibt, wird noch nicht ganz verstanden, doch man geht davon aus, dass er mit der vertikalen Vermischung des Wassers im Ozean zusammenhängt (Toggweiler 1999). Dieser Vorgang dauert ungefähr 800 bis 1000 Jahre, so dass bei prähistorischen Klimawandeln erst ungefähr tausend Jahre nach der anfänglichen Erwärmung ein Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu beobachten war (Monnin 2001Mudelsee 2001.)

Das Ausgasen von Kohlendioxid aus dem Ozean hatte dann verschiedene Folgen:

Erstens verstärkte der erhöhte CO2-Gehalt der Atmosphäre die ursprüngliche Erwärmung. Der relativ schwache Erwärmungseffekt eines Milanković-Zyklus reicht nämlich nicht aus, um den extremen Temperaturwandel herbeizuführen, der erforderlich ist, um den Übergang von einer Eiszeit in eine Warmzeit zu bewirken (diese Periode wird Deglaziation genannt). Dagegen lässt sich durch den Verstärkungseffekt des CO2 die tatsächlich aufgetretene Erwärmung erklären. (Diese Beobachtungen sind übrigens hilfreich, um die heute zu erwartenden Klimaänderungen infolge bestimmter CO2-Freisetzungen – in der Fachsprache: die „Klimasensitivität“ – abschätzen zu können.)

Zweitens verteilte sich das Kohlendioxid vom südlichen Ozean aus in der gesamten Erdatmosphäre, so dass sich mit zeitlicher Verzögerung auch nördlichere Gebiete erwärmten (Cuffey 2001). Tropische Meeressedimente deuten auf eine Erwärmung der Tropen ungefähr tausend Jahre nach der Erwärmung der Antarktis und somit ungefähr zur Zeit des CO2-Anstiegs hin (Stott 2007). Auch Eiskerne aus Grönland zeigen, dass die Erwärmung im Norden erst nach dem CO2-Anstieg in der Antarktis erfolgte (Caillon 2003).

In Abbildung 3 sind die Daten für den Übergang von der letzten Eiszeit zur Warmzeit quasi in Nahaufnahme zu sehen: Die Erwärmung der Antarktis (rote Kurve) ging in der Tat dem Anstieg der CO2-Werte (gelbe Punkte) leicht voraus, doch die globale Erwärmung (blaue Kurve) folgte erst auf diese CO2-Zunahme. Mehr als 90 Prozent der weltweiten Erwärmung (blaue Kurve) ereignete sich jedenfalls nach dem CO2-Anstieg.

Abbildung 3: Die aus einer Vielzahl von Proxy-Daten ermittelte globale Durchschnittstemperatur (blau), dargestellt als Abweichung vom Mittelwert des frühen Holozän (vor rund 11.500 bis 6.500 Jahren); ein aus Eisbohrkern-Daten rekonstruierter Temperaturverlauf in der Antarktis (rot); Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre (gelbe Punkte). An der horizontalen Achse sind prominente Zeitintervalle verzeichnet (LGM – Letztes Glaziales Maximum, OD – Älteste Dryaszeit, B-A – Bölling-Interstadial, YD – Jüngere Dryaszeit sowie Holozän); Quelle: Shakun et al. 2012

Die Behauptung, die Verzögerung beim CO2-Anstiegs während prähistorischer Klimawandel widerlege den Einfluss von CO2 auf die Erderwärmung, zeugt also von einem mangelnden Verständnis der Prozesse, die von Milanković-Zyklen angetrieben werden. Eine Analyse der Forschungsergebnisse zu den vergangenen Deglaziationsphasen ergibt jedenfalls:

  • Die Deglaziation wird nicht durch CO2, sondern durch Orbitalzyklen angestoßen.
  • CO2 verstärkt jedoch das Ausmaß der Erderwärmung, das nicht durch Orbitalzyklen allein erklärt werden kann und sorgt zudem für eine Verteilung der Erwärmung über den gesamten Globus.

Für den aktuellen Klimawandel lässt sich aus alldem Zweierlei lernen: Die gegenwärtige Erderwärmung vollzieht sich viel zu schnell und zu heftig, als dass sie mit orbitalen Faktoren erklärt werden könntezumal die gegenwärtigen Veränderungen der Erdbahnparameter zu einer sehr langsamen Abkühlung führen müssten. Momentan geht also etwas grundsätzlich anderes vor als in Deglaziationsphasen, bei denen der CO2-Anstieg tatsächlich erst durch die Erderwärmung angestoßen wurde. Was dann aber auf diese höhere Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre folgte, lässt wertvolle Rückschlüsse darauf zu, wie das Klimasystem der Erde heute bzw. in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten auf die menschengemachten CO2-Emissionen reagieren dürfte.

John Cook/klimafakten.de, Juni 2010,
zuletzt aktualisiert: Juli 2014

FAQs zum Klimawandel

Klimafakten auf Klimafakten.de – die Übersicht

Hinter jedem der folgenden Links, die auf die Webseite von Klimafakten.de verweisen, findest Du einen ausführlichen Artikel zu den jeweiligen behaupteten Fakten. Sehr hilfreich sind die wirklich ausführlichen Recherchen!

1. Gibt es wirklich einen Klimawandel?

7. Kann man sich auf die Klimaforschung verlassen?

FAQ-Antworten des Umweltbundesamtes

Die FAQ-Seite des Umwelt Bundesamts beantwortet Fragen zum Klimawandel differenziert und verständlich. Einfach auf die Fragen klicken.

Scientists for future: Das Faktenpaket zum Klimawandel

1. Weltweit ist die Durchschnittstemperatur bereits um etwa 1 °C angestiegen (relativ zu 1850–1900) (IPCC 2013, 2018). Rund die Hälfte des Anstiegs erfolgte in den letzten 30 Jahren (NASA 2018, IPCC 2014).

2. Weltweit waren die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018 die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (NASA, 2019).

3. Der Temperaturanstieg ist nahezu vollständig auf die von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen zurückzuführen (U.S. Global Change Research Program 2017, IPCC 2013, 2014).

4. Bereits mit der aktuellen Erwärmung sind wir in vielen Regionen mit häufigeren und stärkeren Extremwetterereignissen und deren Folgen wie Hitzewellen, Dürren, Waldbränden und Starkniederschlägen konfrontiert (zum Beispiel IPCC 2012, 2013, 2018, National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine 2016).

5. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind zudem eine Gefahr für die menschliche Gesundheit (Watts et al., 2015, 2018). Neben den oben genannten direkten Folgen sind dabei auch indirekte Folgen der globalen Erwärmung wie Ernährungsunsicherheit und die Verbreitung von Krankheitserregern und ‑überträgern zu beachten.

6. Falls die Weltgemeinschaft die vom Pariser Abkommen angestrebte Beschränkung der Erwärmung auf 1,5 °C verfehlt, ist in vielen Regionen der Welt mit erheblich verstärkten Klimafolgen für Mensch und Natur zu rechnen (IPCC 2018).

7. Um mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erwärmung von 1,5 °C nicht zu überschreiten, müssen die Nettoemissionen von Treibhausgasen (insbesondere CO2) sehr rasch sinken und in den nächsten 20 bis 30 Jahren weltweit auf null reduziert werden (IPCC 2013, 2018).

8. Stattdessen steigen die CO2-Emissionen weiter. Mit den Vorschlägen, die weltweit derzeit auf dem Tisch liegen, wird die Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich bei über 3 °C liegen und anschließend aufgrund anhaltender Emissionen und Rückkoppelungseffekte weiter zunehmen (Climate Action Tracker 2018).

9. Bei derzeitigen Emissionen reicht das verbleibende globale CO2-Emissionsbudget für den 1,5-Grad-Pfad nur für etwa 10 Jahre. Auch für den 2-Grad-Pfad reicht es nur für etwa 25–30 Jahre (MCC 2018, IPCC 2018).

10. Anschließend leben wir von einem „CO2-Überziehungskredit“, d. h. die ab dann emittierten Treibhausgase müssen später unter großen Anstrengungen wieder aus der Atmosphäre entfernt werden (z.B. Rogelj et al., 2018; Gasser et al., 2015). Bereits die heute lebenden jungen Menschen sollen diesen „Kredit“ wieder abbezahlen. Gelingt dies nicht, werden viele nachfolgende Generationen unter den gravierenden Folgen der Erderwärmung leiden.

11. Bei zunehmender Erwärmung der Erde werden gefährliche klimatische Kipp-Punkte des Erdsystems, d. h. sich selbst verstärkende Prozesse, immer wahrscheinlicher (Schellnhuber et al., 2016; Steffen et al., 2016 und 2018). Dies würde dazu führen, dass eine Rückkehr zu heutigen globalen Temperaturen für kommende Generationen nicht mehr realistisch ist.

12. Die Ozeane nehmen zurzeit rund 90 % der zusätzlichen Wärme auf (IPCC 2013). Sie haben zudem etwa 30 % des bisher emittierten CO2 aufgenommen. Die Konsequenzen sind Meeresspiegelanstieg, Verlust von Meereis, Versauerung und Sauerstoffmangel im Ozean. Die konsequente Umsetzung der Ziele des Pariser Abkommens ist essentiell, um Mensch und Natur zu schützen und den Verlust von marinen Arten und Lebensräumen, besonders der akut gefährdeten Korallenriffe, zu begrenzen (IPCC 2018).

Die planetaren Belastungsgrenzen sind überschritten

13. In vielen Bereichen werden menschliche Lebensgrundlagen durch Überschreitung der planetaren Belastungsgrenzen gefährdet (Steffen et al., 2015; SRU, 2016). Mit Stand 2015 sind zwei der neun Grenzen bedenklich überschritten (Klimaerwärmung und Landnutzungsänderungen), zwei weitere (Zerstörung genetischer Vielfalt (Biodiversität) und Belastung der Phosphor- und Stickstoffkreisläufe) kritisch überschritten (Steffen et al., 2015).

Quellen: https://www.scientists4future.org/stellungnahme/quellen/

Hat Fridays for Future recht? Das sagen die „Scientists for Future“
1-stündiger Vortrag von Stefan Rahmstorf
Scientists for future: Warum wir nur noch 10 Jahre haben, bis sich die Welt geändert haben muss
Scientists for future – Aufruf an die Politik (feat. Greta)

Scientists for Future liefern jede Menge Material, Belege, Analysen zum Klimawandel. Grafiken mit öffentlicher Lizenz – hier zum download via sff.

Weltweit ist die Durchschnittstemperatur bereits um etwa 1 °C angestiegen (relativ zu 1850–1900). Rund die Hälfte des Anstiegs erfolgte in den letzten 30 Jahren.

Quelle: Scientists for Future; DESCRIPTION: „Klimawandel findet statt“ Die Grafik zeigt klar, dass es kontinuierlich wärmer wird, dass also der Klimawandel real ist. Zur „Baseline für die Abweichung„, also der Temperatur, im Vergleich zu der die Erderwärmung definiert wird:
S. Rahmstorf gibt die Erwärmung in einem Vortrag als „Abweichung gegenüber dem Niveau des späten 19ten Jahrhunderts“ an. (https://www.youtube.com/watch?v=FxO7oaGUilE )

INFO: Im Original gibt die NASA die Temperaturabweichung gegenüber dem Mittel der Jahre 1951-1980 an, Man kann die Daten aber auch der NASA Website für eine andere Basisperiode (z.B: 1880-1900) umrechnen. (Siehe https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/verwirrspiel-um-die-absolute-globale-mitteltemperatur/) CREDITS: © Graph S. Rahmstorf (simplified by G. Hagedorn), CC BY-SA 4.0. Data NASA GISS, 12 months running mean, up to December 2018 SOURCE: Data: https://data.giss.nasa.gov/gistemp/tabledata_v3/GLB.Ts+dSST.txt, Coloring of graph by S. Rahmstorf 2019-02-06, https://twitter.com/rahmstorf/status/1093243431474860032/photo/1 For older Version of graph, see: https://www.pik-potsdam.de/6facts/its_real.html

Quelle: Scientists for Future; DESCRIPTION: Warming Stripes nach Hawkins. Sie veranschaulichen die Erderwärmung im Zeitraum von 1850, dem Zeitalter der Industrialisierung, bis zur Gegenwart 2018. Die farbigen Streifen zeigen die Temperaturabweichung vom Temperaturdurchschnitt.

CREDITS Text: © Gregor Hagedorn et al. 2019. The concerns of the young protesters are justified. GAIA 28 / 2(2019): 79–87, CC-BY 4.0 CREDITS Image: © Catherine Eckenbach & Sophie Lokatis (Scientists for Future). Idea for stripes: Ed Hawkins. CC BY-SA 4.0 SOURCE: Own work based on the idea by Ed Hawkins; data are Annual global temperatures from 1850-2017 [SlideID:3106] SOURCE: NASA. 2019. 2018 fourth warmest year in continued warming trend, according to NASA, NOAA. https://climate.nasa.gov/news/2841/ 2018-fourth-warmest-year-in-continued-warming-trend-according-to- nasa-noaa (accessed April 12, 2019). 

Quelle: Scientists for Future; DESCRIPTION:
Die Grafik zeigt den Verlauf der CO2-Konzentration in der Atmosphäre, die Globale Temperatur und die Höhe des Meeresspiegels in den letzten 420000 Jahren. Die Daten stammen aus verschiedenen Quellen, unter anderem von Eisbohrkernen aus Grönland und der Antarktis, von Sedimentbohrkernen aus dem tiefen Ozean, oder von sehr alten Korallenriffen. Die CO2-Konzentration übersteigt heute alle Werte der vergangenen 420000 Jahre. Die 400 ppm Marke haben wir ca. 2016 permanent überschritten. Wichtig: In der Geschichte folgte die CO2-Konzentration der Erwärmung. Heute folgt die Erwärmung der Mensch-gemachten CO2-Konzentration, da der Anstieg des CO2-Levels so stark ist. Man sieht, dass das Holozän, also das Erdzeitalter in dem wir leben, im Vergleich zu früheren Zeiten eine sehr stabile Erdtemperatur hat. Diese „Komfortzone“ würden wir riskieren, wenn wir die Erde weiter erwärmen.

CREDITS: © Gregor Hagedorn, Franz Bauer, CC BY-SA 4.0, adapted from John Englander (by permission), and Hansen & Sato (Source: https://www.johnenglander.net/sea-level-rise-blog/420000-years-temp-co2-and-sea-level-what-coincidence) SOURCE: https://www.johnenglander.net/sea-level-rise-blog/420000-years-temp-co2-and-sea-level-what-coincidence/

Falls die Weltgemeinschaft die vom Pariser Abkommen angestrebte Beschränkung
der Erwärmung auf 1,5 °C verfehlt, ist in vielen Regionen der Welt mit erheblich verstärkten Klimafolgen für Mensch und Natur zu rechnen.

Quelle: Scientists for Future; Links: Anteil an kumulativen CO2-Emissionen (USA > 25 %, China > 10 %, Russland, Deutschland > 5 %, UK, Indien, Japan > 2,5 %) Rechts: Gebiete in rot, die bis 2100 unbewohnbar werden (da kein Schwitzen mehr möglich) bei RCP 8.5-Szenario (“business as usual”) (Hinweis GM: Das rechte Chart ist eines der Szenarien bei weiterem Temperaturanstieg aufgrund unzureichender Maßnahmen. Hier geht es nicht um die Richtigkeit der absoluten Zahl, sondern um die Tatsache, dass diejenigen am meisten betroffen sein werden, die am wenigsten zur Verursachung des Klimawandels beigetragen haben.)

CREDITS: © Benedikt Nickel und Julia Steinberger, CC-BY-SA 4.0 Links: © Our World in Data, CC BY-SA 4.0, Rechts: after Mora et al 2017, code under Apache 2.0 license SOURCE: Links: Daten von Global Carbon Project und Carbon Dioxide Information Analysis Center, Rechts: Uni Hawaii Simulation RCI 8.5, 2100, https://maps.esri.com/globalriskofdeadlyheat/# vom 09.09.2019, under Apache 2.0 licence (https://github.com/richiecarmichael/Esri-Deadly-Heatwaves/blob/master/LICENSE)

Quelle: Scientists for Future; DESCRIPTION: Entwicklung des Meeresspiegels (globaler Durchschnitt) unter verschiedenen Emissionsszenarien

CREDITS: © IPCC 2013 (AR5, WG1, Fig. 13.27, p.1204), modified by Gregor Hagedorn, used by permission to Scientists for Future; SOURCE: IPCC 2013 AR5 WG1, Figure 13.27 | Compilation of paleo sea level data, tide gauge data, altimeter data (from Figure 13.3), and central estimates and likely ranges for projections of global mean sea level rise for RCP2.6 (blue) and RCP8.5 (red) scenarios (Section 13.5.1), all relative to pre-industrial values. Scenario 8.5: Assumes more or less constant emissions;

Quelle: Scientists for Future; DESCRIPTION: Entwicklung des Meeresspiegels unter verschiedenen Emissionsszenarien. 2013 ging der IPCC von einem maximalen Meeresspiegelanstieg von 1,2 Metern bis 2100 aus. Neuere Analysen (Bamber et al 2019) zeigen, dass mit 5% Wahrscheinlichkeit der Meerespiegel im Jahr 2100 im Durchschnitt um 2 Meter steigt.

CREDITS: © IPCC 2013 (AR5, WG1, Fig. 13.27, p.1204, modified by Gregor Hagedorn, used by permission to Scientists for Future NOTES: Red Addition: With ca. 5% probabilty, sea level rise may be > 2 m by 2100 (Bamber et al. 2019. Ice sheet contributions to future sea-level rise from structured expert judgment. Proceedings of the National Academy of Sciences. doi:10.1073/pnas.1817205116) SOURCE: IPCC 2013 AR5 WG1, Figure 13.27 |Compilation of paleo sea level data, tide gauge data, altimeter data (from Figure 13.3), and central estimates and likely ranges for projections of global mean sea level rise for RCP2.6 (blue) and RCP8.5 (red) scenarios (Section 13.5.1), all relative to pre-industrial values. Scenario 8.5: Assumes more or less constant emissions;

Um mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erwärmung von 1,5 °C nicht zu überschreiten, müssen die Nettoemissionen von Treibhausgasen (insbesondere CO2) sehr rasch sinken und in den nächsten 20 bis 30 Jahren weltweit auf null reduziert werden.

Quelle: Scientists for Future; Zu sehen sind rechts die verschiedenen Temperaturen zum Ende des Jahrhunderts bei verschiedenen Emissionspfaden. “Business as usual“ stellt den aktuellen Pfad ohne deutlich CO2-Reduktionen dar.
Kernbotschaft ist, wie groß die Diskrepanz zwischen aktuellen Richtlinien zur CO2-Reduktion und 1,5°C-Pfad ist.
Auch die Pariser Selbstverpflichtungen reichen außerdem bei weitem nicht auf, um das auch beim Pariser Klimagipfel gefasste Ziel „Erderwärmung auf deutlich unter 2°C beschränken“ einzuhalten. Dazu sind drastischere Emissionssenkungen nötig.

NOTES: This is the Nov. 2017 version, a Nov 2018 update would be possible, a 2019 update highly desirable see the Dec. 2018 update in https://climateactiontracker.org/documents /507/CAT_2018-12-11_ Briefing_WarmingProjectionsGlobalUpdate_Dec2018.pdf Own Graph, Inserted as EMF, then ungrouped! EXCEL: CAT_public_data_emissions_pathways_Nov2017-modified GH_v03.xlsx Inserted as EMF, then ungrouped! See also http://climateactiontracker.org/global.html CREDITS: © Gregor Hagedorn 2018, CC BY-SA 4.0. Data from climateactiontracker.org, plus other sources [SlideID:2105]

Stattdessen steigen die CO2-Emissionen weiter. Mit den Vorschlägen, die weltweit derzeit auf dem Tisch liegen, wird die Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich bei über 3 °C liegen und anschließend aufgrund anhaltender Emissionen und Rückkopplungseffekte weiter zunehmen.

Quelle: Scientists for Future; Bislang haben wir es trotz aller Bemühungen nicht geschafft, die CO2-Emissionen zu reduzieren, sie wachsen exponentiell weiter.

CREDITS: © Graph Gregor Hagedorn 2019, CC BY-SA 4.0; data Mauna Loa CO2 data from scrippsco2.ucsd.edu NOTES: THIS VERSION COMPLETE UNTIL 2018-12 SOURCE: Data: http://scrippsco2.ucsd.edu/assets/data/atmospheric/stations/in_situ_co2/monthly/monthly_in_situ_co2_mlo.csv“
Graph: OWN Graph, local storage GH: monthly_in_situ_co2_mlo – Keeling Curve REDONE GH.xlsx
Recommended Citation for Data: see CSV file. [SlideID:1868

Quelle: Scientists for Future;
Jährliche globale anthropogene  CO2-Emissionen. Die Hauptquellen sind fossile Brennstoffe, die Zement-Produktion und das Abfackeln bei der Gewinnung von Erdgas oder Erdöl. Braun: CO2-Emissionen durch Waldwirtschaft und andere Landnutzung.

OURCE: IPCC AR5 Report 2014; Synthesis Report, Fig.1. Original Caption: Annual global anthropogenic carbon dioxide (CO2) emissions (gigatonne of CO2-equivalent per year, GtCO2/yr) from fossil fuel combustion, cement production and
flaring, and forestry and other land use (FOLU), 1750–2011. Cumulative emissions and their uncertainties are shown as bars and whiskers, respectively, on the right-hand side. The global effects of the accumulation of methane (CH4) and nitrous oxide (N2O) emissions are shown in Figure 1.3. Greenhouse gas emission data from 1970 to 2010 are shown in Figure 1.6. {modified from WGI Figure TS.4 and WGIII Figure TS.2}

Bei derzeitigen Emissionen reicht das verbleibende globale CO2-Emissionsbudget
für den 1,5-Grad-Pfad nur für etwa 10 Jahre.
(Anders ausgedrückt: Wenn wir weiterhin so viel Klimagase emitieren, wie wir es jetzt tun, haben wir in 10 Jahren die Konzentrationen, die einen Anstieg der mittleren globalen Temperatur um 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit bedingen.) Auch für den 2-Grad-Pfad reicht es
nur für etwa 25–30 Jahre.

Quelle: Scientists for Future; NOTES: IPCC 1.5°C report sagt „2050“ statt 2040 (https://report.ipcc.ch/sr15/pdf/sr15_spm_final.pdf (C1)) CREDITS: © Gregor Hagedorn, CC BY-SA 4.0, modified after Christiana Figueres, Schellnhuber, …, Rahmstorf 2017. Nature: 593ff doi:10.1038/546593a. SOURCE: https://doi.org/10.1038/546593a – Copyright Note: Reminder of original graph is a standard data representation and below copyright threshold. [SlideID:1582]

Quelle: Scientists for Future © Robbie Andrew 2018, simplified Gregor Hagedorn, CC BY-SA 4.0. Data: GCP + Emissions budgets from IPCC SR1.5. Mitigation curves after Raupach et al. 2014.

Quelle: Scientists for Future

CREDITS: © Stefan Rahmstorf, re-labeled by Gregor Hagedorn, CC BY-SA 4.0 SOURCE: https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/wie-viel-co2-kann-deutschland-noch-ausstossen/ original graphics under CC BY-SA 4.0. https://www.bmu.de/publikation/klimaschutz-in-zahlen-2018/ NOTES: „Grün: Emissionen bis 2018 nach Zahlen des Umweltbundesamtes (für 2018 habe ich denselben Wert wie 2017 veranschlagt, da die Zahl noch nicht veröffentlicht ist). Blau: exemplarische lineare Emissionsminderung, die einem fairen Beitrag Deutschlands zu den Paris-Zielen entsprechen könnte.“ Angesetzt für das Deutschland zur Verfügung stehende Budgets ist ein Anteil an den global verfügbaren 800 Gigatonnen (für ein 1,75°C Ziel) , der dem Anteil Deutschlands an der Weltbevölkerung entspricht.

Anschließend leben wir von einem „CO2-Überziehungskredit“, d. h. die ab dann emittierten Treibhausgase müssen später unter großen Anstrengungen wieder aus der Atmosphäre entfernt werden. Bereits die heute lebenden jungen Menschen sollen diesen „Kredit“ wieder abbezahlen. Gelingt dies nicht, werden viele nachfolgende Generationen unter den gravierenden Folgen der Erderwärmung leiden.

Bei zunehmender Erwärmung der Erde werden gefährliche klimatische Kipp-Punkte des Erdsystems, d. h. sich selbst verstärkende Prozesse, immer wahrscheinlicher.
Dies würde dazu führen, dass eine Rückkehr zu heutigen globalen Temperaturen für kommende Generationen nicht mehr realistisch ist.

Quelle: Scientists for Future; © Helga Kromp-Kolb (BOKU, Wien) CC BY-SA 4.0.
Quelle: Scientists for Future; DESCRIPTION: Steigende Erwärmung löst große Veränderungen im Klimasystem aus, die für die nächsten Jahrhunderte nicht umkehrbar sein werden, zum Beispiel das Abschmelzen des Gröndlaneises, das Aussterben der Korallen oder bei höherer Erwärmung die Austrocknung des Amazonasregenwaldes. Weiteres dazu: IPCC AR5 Report, WGI, Chap 12., S. 1114. CREDITS: © Steffen et al. 2018, Fig. 2, PNAS, https://doi.org/10.1073/pnas.1810141115, CC BY-NC-ND 4.0 (unchanged image). Translated by Catherine Eckenbach und Gregor Hagedorn SOURCE: Will Steffen, Johan Rockström, Katherine Richardson, Timothy M. Lenton, Carl Folke, Diana Liverman, Colin P. Summerhayes, Anthony D. Barnosky, Sarah E. Cornell, Michel Crucifix, Jonathan F. Donges, Ingo Fetzer, Steven J. Lade, Marten Scheffer, Ricarda Winkelmann, and Hans Joachim Schellnhuber 2018. Trajectories of the Earth System in the Anthropocene. PNAS August 14, 2018 115 (33) 8252-8259. https://doi.org/10.1073/pnas.1810141115, CC BY-NC-ND 4.0. [SlideID:3237]
Quelle: Scientists for Future; NOTES: Steigende Erwärmung löst große Veränderungen im Klimasystem aus, die für die nächsten Jahrhunderte nicht umkehrbar sein werden, zum Beispiel das Abschmelzen des Grönlandeises, das Aussterben der Korallenriffe oder (bei höherer Erwärmung) die Austrocknung des Amazonasregenwaldes. Weiteres dazu: IPCC AR5 Report, WGI, Chap 12., S. 1114. CREDITS: © G. Hagedorn & Felix Schreyer, CC BY-SA 4.0, after Steffen et al. 2018, Fig. 3, PNAS, https://doi.org/10.1073/pnas.1810141115 SOURCE: Data: Will Steffen, Johan Rockström, Katherine Richardson, Timothy M. Lenton, Carl Folke, Diana Liverman, Colin P. Summerhayes, Anthony D. Barnosky, Sarah E. Cornell, Michel Crucifix, Jonathan F. Donges, Ingo Fetzer, Steven J. Lade, Marten Scheffer, Ricarda Winkelmann, and Hans Joachim Schellnhuber 2018. Trajectories of the Earth System in the Anthropocene. PNAS August 14, 2018 115 (33) 8252-8259. https://doi.org/10.1073/pnas.1810141115, CC BY-NC-ND 4.0. Map: Blank World map, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:BlankMap-World-large.png [SlideID:3242]

Die Ozeane nehmen zurzeit rund 90 % der zusätzlichen Wärme auf. Sie haben zudem etwa 30 % des bisher emittierten CO2 aufgenommen. Die Konsequenzen sind Meeresspiegelanstieg, Verlust von Meereis, Versauerung und Sauerstoffmangel im Ozean. Die konsequente Umsetzung der Ziele des Pariser Abkommens ist essentiell, um Mensch und Natur zu schützen und den Verlust von marinen Arten und Lebensräumen, besonders der akut gefährdeten Korallenriffe, zu begrenzen.

Was passiert, wenn wir nichts tun?

-Was passiert eigentlich, wenn Kipppunkte erreicht werden, und sich die Erde dadurch deutlich über 2 Grad erwärmt?

Stefan Rahmstorf über die Folgen eines ungebremsten Klimawandels.
Quelle: Zeit online. (wichtig, aber leider mit Werbeblock)

Zu diesem Thema gibt es eine aktuelle (2019) Szenario-Studie: Existential climate-related security risk: A scenario approach (Breakthrough Policy Paper; David Spratt & Ian Dunlop)

Zeit online, 25.9.19: Die Erde versinkt in Wasser und Salz. Ein neuer Bericht des Weltklimarats IPCC zeigt: Eis schwindet, Meeresspiegel steigen, Ozeane versauern – der fürs Klima bedeutenden Wasserwelt geht es immer schlechter.

Zeit online, 25.9.19: Die Flut von morgen. Wie hoch steigt das Meer? Noch höher als befürchtet, warnt der Weltklimarat in seinem neuen Bericht.

Google Timelapse: Gletscherschmelze – es ist schlimmer, als befürchtet

Columbia Glacier, Alaska, 1984 to now

In dem nebenstehenden Video kannst Du sehen, dass der Klimawandel offensichtlich viel schneller voranschreitet, als Forscher das bislang vorausgesagt haben.

Greenland Time-Lapse, 1984 – 2016

Das Video „Es ist schlimmer als bisher befürchtet“ wurde in der Zeit Online am 18.7.19 veröffentlicht (leider mit Werbevorspann).

Man kann inzwischen auch mit genaueren Messungen sagen, dass z.B. die Himalaya-Gletscher immer schneller schmelzen. Mit Google Timelapse kannst Du Dir einen Bereich auf der Welt raussuchen und diesen im Zeitraffer von 1884 bis heute aus dem Weltall ansehen. Hier siehst Du die Entwaldung in Madagaskar, hier in Bolivien, hier in Brasilien, hier die Austrocknung des Aral Sees (wobei das nicht am Klimawandel liegt, sondern großteils an der Verwendung zur Bewässerung für den Baumwollanbau).

Tatsache ist: Die Regierung der BRD tut so gut wie nichts!

Die gegenwärtige Energiepolitik (BRD) dient den Stromkonzernen, schadet der Energiewende und verteuert Energie für die Verbraucher

Vermutlich glaubst auch Du, dass die politischen Vorgaben, trotz aller Kritik an einer zu langsamen Energiewende, grundsätzlich geeignet sind, den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern – oder? Das Fraunhofer-Institut hat im Mai 2019 eine Studie veröffentlicht, die zeigt: genau das Gegenteil ist der Fall. Die politischen Vorgaben führen in keinster Weise dazu, dass der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben wird. Vielmehr dienen die derzeitigen Regelungen praktisch ausschließlich dazu, den konventionellen Energieerzeugern Einnahmen zu sichern und stromintensive Industrie vor höheren Energiekosten zu schützen.
Hier findest Du ausführliche Informationen dazu und hier geht es zur Fraunhofer-Studie im Original.

Diese Politik geht weiter: Das „Klimapaket“ der Bundesregierung vom Herbst 2019 zeigt, dass NICHTS VERSTANDEN wurde. Mehr dazu findest Du hier.

Kann man aktuelle Wetterereignisse auf den Klimawandel zurückführen?

Zu dieser Frage hat die Physikerin Friederike Otto am Environmental Institute in Oxford mit neuen Methoden bahnbrechende Erkenntnisse geschaffen. Hier erfährst Du mehr darüber:

Friederike Otto: „Wütendes Wetter“ Eine Physikerin erklärt die Folgen der Erderwärmung, Von Johannes Kaiser, Deutschlandfunk, 7.6.2019.

Physikerin Friederike Otto: Die Hitze von 2018 war der Klimawandel. Friederike Otto im Gespräch mit Ute Welty, Deutschlandfunk, 11.5.19

„Oder die Antwort war: Naja, wir leben in einem sich verändernden Klima, natürlich spielt der Klimawandel eine Rolle, was auch trivialerweise richtig ist.“ Aber natürlich ist das keine sonderlich befriedigende Antwort. Dass es sehr wohl möglich ist, den Anteil zu bestimmen, den der Klimawandel an konkreten Wetterereignissen hat, beansprucht die sogenannte Zuordnungswissenschaft („Attribution Science“). Dieser Forschungszweig wurde von der jungen Physikerin vom Environmental Change Institute in Oxford vor einigen Jahren mitbegründet.
So bestimmt die Zuordnungswissenschaft die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Extremwetterereignis auftritt, in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren: 
„Das kann zum Beispiel sein, dass eine Hitzewelle im heutigen Klima ungefähr alle fünf Jahre zu erwarten ist“, erklärt Otto. „Und dann fragen wir: Was ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten exakt des gleichen Ereignisses in einer Welt, wie sie ohne den Klimawandel gewesen wäre?“ Da käme dann beispielsweise heraus, dass damit alle 40 Jahre zu rechnen wäre. „Und weil der einzige Unterschied zwischen diesen beiden Welten die menschengemachten Treibhausgase sind, können wir eben diese Verschiebung der Wahrscheinlichkeit dem Klimawandel zuordnen.“ Kompliziert ist die Analyse vor allem deshalb, weil der Klimawandel das Wetter auf zwei unterschiedliche Arten beeinflussen kann: zum einen über die Thermodynamik, zum anderen durch einen Zirkulationseffekt.
Effekte des Klimawandels können sich gegenseitig aufheben
So sorgt die Thermodynamik dafür, dass die Atmosphäre wärmer ist. Das erhöhe nicht nur die Wahrscheinlichkeit für Hitzewellen, sondern führe auch dazu, dass die Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen könne. „Der muss als Regen wieder runterkommen, das heißt, im globalen Mittel haben wir mehr Extremregenfälle.“
Der Zirkulationseffekt hingegen bestimmt das Tempo und die Dynamik, mit der sich Wettersysteme entwickeln und wie sie ziehen. „Dieser Effekt ist nicht überall gleich, sondern sehr unterschiedlich in Teilen der Welt“, betont die Physikerin. Und je nachdem, ob sich Thermodynamik und dynamischer Effekt wechselseitig verstärken oder aufheben, kommt es Otto zufolge zu unterschiedlichen Wetterereignissen. Eine Verstärkung sehe man zum Beispiel im Mittelmeerraum: „Da hat man mehr Hitzewellen aufgrund der Thermodynamik, aber auch der andere Effekt, der Zirkulationseffekt führt dazu, dass die Hitzewellen noch sehr viel heißer sind, als es aufgrund der Thermodynamik allein wäre.“
Anders etwa bei Dürren in Brasilien: Hier sehe man, „dass diese Effekte in entgegengesetzte Richtungen wirken und sich die Wahrscheinlichkeit für Dürren gar nicht ändert“.

Quelle: deutschlandfunkkultur.de

Wetter oder Klima? Die deutsche Forscherin Friederike Otto will eines der größten Klima-Rätsel lösen, von Ralf Nestler, der Tagesspiegel, 17.4.19: Überschwemmungen hier, Hitzewellen da – ist das schon der Klimawandel, fragen sich viele? Friederike Otto sagt, sie kann das berechnen. Ein Interview. Du kannst Friederike Otto auch auf Twitter folgen.

Zeit Online, 28.6.19: Nur ein Vorgeschmack auf eine noch wärmere Welt.In Afrika toben Wirbelstürme, in Sibirien drohen unterirdische Methanblasen zu explodieren. Doch der Staatengemeinschaft ist die Klimakrise nur zähe Diskussionen wert.“ Da steht: Extreme Gletscherschmelze in der Westantarktis. In Indien wurden im Sommer Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius gemessen. „In Sibirien stehen durch das derzeit rasante Auftauen der Permafrostböden Tausende von unterirdischen Methanblasen quasi vor der Explosion – was zu einem massiven Anstieg des sehr wirksamen Treibhausgases in der Atmosphäre führen würde. In der kanadischen Arktis ist der Boden nach mehreren warmen Sommern in einigen Regionen so stark getaut, wie es die Wissenschaftler eigentlich erst für ungefähr 2090 erwartet hatten. Die atmosphärische CO2-Konzentration war im Mai dieses Jahres höher als je zuvor in der Menschheitsgeschichte.

Quelle: Scientists for Future

Daten zur Emission von CO2 und anderen Klimagasen

CO2-Emissionen nach Ländern / Regionen

Treibhausgasemissionen nach Quellsektoren

Treibhausgas-Emissionen in den Staaten Europas

Anteil erneuerbarer Energien in den Ländern Europas

Treibhausgas-Emissionen bei der Herstellung verschiedener Nahrungsmittel

Hier ein Foliensatz von Christian Rüther zum Klimawandel. Da findet sich z.B. folgende Übersicht zum Klima-Impact verschiedener Nahrungsmittel:

Emissionen einzelner Verkehrsmittel

Zur Ermittlung und Aufbereitung von Informationen aus dem Verkehrsbereich hat das Umweltbundesamt das Computerprogramm TREMOD (Transport Emission Model) entwickeln lassen. 
Hier kannst Du eine Übersicht über den C02-Ausstoß aller Verkehrsmittelfinden.

Der VDC ergänzt dazu: Die Klimawirksamkeit des Flugverkehrs ist mindestens dreimal höher, als der Treibstoffverbrauch es nahegelegt. Das liegt daran, dass Flugzeuge ihre Emissionen in Höhen ausstoßen, in denen sie größere Schäden anrichten als gleiche Mengen am Boden. Der direkte CO2-Ausstoß von Flugzeugen wird deshalb üblicherweise mit dem so genannten RFI-Faktor (Radiative Forcing Index) multipliziert, um den Klimaschaden zu errechnen. Eine Aufbereitung des Themas „Auto, Bahn, Flugzeug oder Bus= Verkehrsmittel und C02-Bilanzen“ für den Schulunterricht findest Du hier. Du kannst die Berechnung des C02-Ausstoßes mit dem C02-Rechner des WDR personalisieren, indem Du Motorenvariante, Anzahl Personen im Auto etc. angeben kannst.

Wie viel CO2 entsteht bei der Produktion eines Autos?

Das Handelsblatt sagt: ca. 4,5 Tonnen CO2. „…Und Zahlen des Öko-Instituts deuten an, dass (Akku-)Recycling am Ende zu einer CO2-Gutschrift führen könnte. Wird etwa das Aluminium des Autos wiederverwertet, sinkt die CO2-Bilanz im neuen Auto erheblich.“
Der Spiegel bietet einen interaktiven Klima-Rechner für den Autokauf.
Mehr über die Umweltfreundlichkeit von Elektrofahrzeugen gibt es auf der Seite emobil-umwelt.de.

Das Internet als CO2-Schleuder

Jedes Log-in bei Facebook oder jede Suchanfrage bei Google negativ auswirken. Handy, Laptop oder Modem schlucken Strom genauso wie die Server, die uns mit der gewünschten Website verbinden. (Nach eigenen Angaben verursacht einmal googeln etwa 0,2 Gramm CO2.) Das Umweltbundesamt errechnete, dass bereits 2015 alleine durch den Stromverbrauch für Betrieb und Kühlung der Server in Deutschland sechs Millionen Tonnen CO2-Emissionen verursacht wurden. Eine Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nimmt an, dass sich der Energiebedarf von Servern bis 2025 noch um 60 Prozent erhöhen könnte, weil etwa die Nutzungszeit weiter ansteigt.“ (Quelle: Zeit Online)

Tipps: Ecosia als Suchmaschine nutzen (pflanzt Bäume, wird mit Erneuerbaren betrieben), Posteo als E-Mail-Provider (Betrieb mit Erneuerbaren, Finanzen via Ökobanken, Nutzersicherheit, 1 Euro / Monat). Über WLAN ins Netz gehen verbraucht deutlich weniger Energie, als über mobile Netze (sagt das Bundesumweltamt). Und: Modem beim Verlassen der Wohnung ausschalten.

CO2-Footprint

Wenn Du Deinen eigenen ökologischen Fußabdruck berechnen willst, kannst Du das z.B. hier tun: 

Wenn Du es genau wissen willst, kannst Du natürlich auch Deinen persönlichen ökologischen Fußabdruck ermitteln. Dabei helfen Dir folgende Links:

Und es gibt eine App, die Dir hilft Dein alltägliches Verhalten tatsächlich messbar nachhaltiger zu gestalten: Ein guter Tag hat 100 Punkte.

Berichte des Weltklimarats IPCC

Die Berichte und Informationen des Weltklimarates enthalten eine Fülle von Daten und Forschungsergebnissen, die die o.g. Aussagen stützen. Ihr müsst das nicht alles lesen, wenn ihr Euch schon darüber im klaren seid, dass wir JETZT HANDELN müssen und wenn Ihr dazu auch schon die notwendige Entschlossenheit entwickelt habt. Wer aber noch allen Ernstes glaubt, dass der Klimawandel nicht von Menschen verursacht sei, oder etwas, was „doch nicht so schlimm“ ist usw. – bitte macht Euch klar, dass eine solche Haltung nicht mehr vernünftig genannt werden kann.

Zu den Dokumenten des Weltklimarats

Hier geht es zur Startseite der deutschen Koordinierungsstelle des IPCC.
„Der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) wurde 1988 von den Vereinten Nationen und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet. Der IPCC ist gleichzeitig ein zwischenstaatlicher Ausschuss und ein wissenschaftliches Gremium. Zurzeit gehören ihm 195 Mitgliedstaaten an. WissenschaftlerInnen sitzen dem Ausschuss vor und tragen in seinem Auftrag das aktuelle Wissen aus allen relevanten Bereichen der Forschung zum Klimawandel zusammen. Sie stellen dessen Ursachen, Folgen sowie Risiken dar und zeigen Möglichkeiten auf, wie die Menschheit den Klimawandel mindern und wie sie sich daran anpassen kann. Der IPCC forscht nicht selbst, sondern fasst die Aussagen zehntausender Veröffentlichungen in sogenannten Sachstandsberichten (IPCC Assessment Reports) und Sonderberichten zusammen und bewertet sie aus wissenschaftlicher Sicht. Seit seiner Gründung bietet der IPCC der Politik Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen, ohne jedoch konkrete Lösungswege vorzuschlagen oder politische Handlungsempfehlungen zu geben. Die Glaubwürdigkeit des IPCC und das hohe Gewicht seiner Aussagen in der Klimapolitik sind maßgeblich auf die transparente Kooperation von Wissenschaft und Politik zurückzuführen, die sowohl Politikrelevanz als auch wissenschaftliche Unabhängigkeit der Berichte gewährleistet.“

Kurzfilm des IPCC zu den wissenschaftlichen Grundlagen von 2013

Ein IPCC-Sonderbericht über die Folgen einer globalen Erwärmung um 1,5 °C gegenüber vorindustriellem Niveau und die damit verbundenen globalen Treibhausgasemissionspfade im Zusammenhang mit einer Stärkung der weltweiten Reaktion auf die Bedrohung durch den Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Anstrengungen zur Beseitigung von Armut.

IPCC Sonderbericht 2019: Climate Change and Land

Climate Change and Land: An IPCC special report on climate change, desertification, land degradation, sustainable land management, food security, and greenhouse gas fluxes in terrestrial ecosystems. Der „Sonderbericht über den Klimawandel, Wüstenbildung, Bodendegradation, nachhaltiges Landmanagement, Ernäh- rungssicherheit und Treibhausgasflüsse in terrestrischen Ökosystemen“ betrachtet die Wechselwirkungen zwischen diesen Komponenten. Außerdem bewertet er den wissenschaft- lichen Kenntnisstand über Risikomanagement und Entschei- dungsfindung im Hinblick auf ein nachhaltiges Landmanage- ment und eine nachhaltige Entwicklung.

Eine Zusammenfassung zentraler Aussagen des Berichts findest Du in der Zeit Online vom 8.8.2019: Sonderbericht zum Klimawandel: So geht es nicht weiter.

  1. Mehr Felder trotz intensiver Landwirtschaft nötig. Fast 25 Prozent der gesamten Treibhausgase folgen aus der Landnutzung. Besonders die intensive Fleischproduktion verbraucht große Flächen.
  2. Der Fleischkonsum ist absurd hoch. Circa 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird für die Tierproduktion genutzt. „Wir müssen nicht komplett auf tierische Produkte verzichten, aber wir müssen zum Prinzip des Sonntagsbratens zurück.“ Die durch Landnutzungsänderung entstehenden Kohlenstoffemissionen ließen sich um fast 80 Prozent senken, wenn die Menschheit ihre Ernährung bis 2050 auf einen Anteil von 15 Prozent tierischer Kalorien umstellt (Global and Planetary Change: Weindl, 2017).
  3. Zu viel Essbares landet im Müll. Bis zu 30 Prozent aller weltweit produzierten Lebensmittel landen auf dem Müll. „Schon beim Bauern gehen Lebensmittel verloren. Das setzt sich beim Transport der Nahrungsmittel fort und danach im Supermarkt. Aber auch die Konsumenten werfen viel weg“. Pro Kopf sind es in Europa und Nordamerika durchschnittlich 95 bis 115 Kilogramm Lebensmittel im Jahr, in den afrikanischen Subsahara-Staaten und in Asien nur sechs bis elf Kilogramm pro Kopf.  In Afrika ist das Problem vor allem der Transport von der Ernte zum Markt (siehe TED-Video von Esther Ndichu).
  4. Die Böden werden unfruchtbarer. Bei 25 Prozent der eisfreien Landflächen weltweit lässt sich Landdegradierung feststellen. Davon sind mindestens 1,3 Milliarden Menschen betroffen.
  5. Wüsten breiten sich aus. Die Lufttemperatur an der Landoberfläche ist seit dem vorindustriellen Zeitalter um 1,53 Grad Celsius gestiegen (die globale Durchschnittstemperatur – also auch über den Ozeanen – um 0,9 Grad Celsius). Was die unmittelbaren Folgen angeht, wird es hier komplizierter: „In der Folge breiten sich Wüsten aus. In der afrikanischen Subsahara, in Teilen Ost- und Zentralasiens oder in Australien beispielsweise, zudem sind Sandstürme häufiger und stärker geworden. Das ist Fakt. Dem Langzeittrend widersprechen nach jetziger Kenntnis auch nicht die überraschenden Satellitenaufnahmen der vergangenen dreißig Jahre. Sie zeigen, dass der Planet vielerorts grüner statt brauner geworden ist. ‚Im Moment überwiegt der positive Einfluss des Klimawandels auf die Vegetation, eine größere Fläche wird grüner als brauner. Dadurch wird mehr Kohlenstoff auf Landflächen gebunden als beispielsweise durch Abholzung und Rodung freigesetzt wird‘, erklärt Livia Rasche vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg dem Science Media Center. Doch diese Entwicklung wird nicht von Dauer sein. ‚Immer mehr Fläche wird für die Landwirtschaft genutzt, wofür oft Ökosysteme mit großen Kohlenstoffspeichern wie Feuchtgebiete, Moore und Wälder umgewandelt werden und deren Kohlenstoff freigesetzt wird‘, sagt Rasche.“ (Quelle: Zeit Online – s.o.)
  6. Der Wald schwindet. 2.254 Quadratkilometer Regenwald wurden im Juli 2019 in Brasilien abgeholzt. Vgl. dazu auch das Kapitel „Die Vernichtung der Wälder“.

Empfehlungen des IPCC: Staaten müssen ihr Land grundlegend anders nutzen und andere Pflanzen anbauen, als bisher. Der Fleischkonsum muss erheblich reduziert werden.

Geplanter Bericht: The Ocean and Cryosphere in a Changing Climate. Der „Sonderbericht über die Ozeane und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima“ wird die Themen Hochgebirgs- regionen; Polargebiete; Meeresspiegelanstieg und Auswirkungen auf tief liegende Inseln, Küsten und Gemeinden; veränderte Ozeane, marine Ökosysteme und abhängige Gemeinden; extreme, abrupte Veränderungen und Risikomanagement behandeln.

2019 Refinement to the 2006 IPCC Guidelines for National Greenhouse Gas Inventories. Diese Seite gibt einen kleinen Einblick, wie die Diskussionen unter den Klimaexperten ablaufen, welcher Aufwand betrieben wird, um die verfügbaren Forschungsergebnisse zu analysieren und zusammenzufassen, um für die Politik handlungsleitende Fakten und Vorhersagen zu generieren. 

Was spricht gegen die hier dargestellten und verlinkten Informationen?

Wenn Du belegbare Informationen hast, die den hier dargestellten widersprechen oder diese ergänzen, sende uns bitte eine E-Mail, möglichst mit entsprechenden Links und Belegen dazu. Wir prüfen Deine Informationen im Rahmen unserer Möglichkeiten und werden sie veröffentlichen, wenn wir die Evidenz nachvollziehen können. 

Leugnung des von Menschen verursachten Klimawandels

Es gibt jede Menge Seiten, die versuchen, den Anteil des Menschen am gegenwärtigen weltweiten Temperaturanstieg herunterzuspielen oder gar zu leugnen. Wenn Du bis hierher gekommen bist, kannst Du auch damit umgehen. Hier eine Auswahl, präsentiert auf der Webseite „Klimanotizen

Das EIKE „Institut“

Eine Seite sticht ganz besonders hervor: Das sogenannte EIKE – Institut. Die Bezeichnung „Europäisches Institut für Klima und Energie“ ist – gelinde gesagt – irreführend. Es handelt sich um eine Lobby-Vereinigung, die mit Wissenschaft nichts zu tun hat. Das erklärte Ziel (Zitat aus der EIKE-Webseite): „EIKE lehnt folglich jegliche „Klimapolitik“ als einen Vorwand ab, Wirtschaft und Bevölkerung zu bevormunden und das Volk durch Abgaben zu belasten.“ Hier einige Hintergrundinformationen über EIKE:

Der Klima-Lügendetektor berichtet über EIKE eine lustige Story, wie EIKE auf das Märchen einer amerikanischen Fake-Seite reinfällt, Edward Snowden hätte behauptet, der Klimawandel sei eine Erfindung des CIA 🙂

Die ARD-Sendung Monitor berichtet über EIKE (Du kannst die Sendung unter diesem Link noch ansehen):

Prof. Naomi Oreskes, Harvard University (Übersetzung Monitor): „In Bezug auf die Finanzierung ist es schwierig, genaue Aussagen zu treffen, weil viele dieser Organisationen in den vergangenen Jahren Schritte unternommen haben, um die Wege zu verschleiern. Aber wir haben eindeutige Beweise, dass Organisationen wie CFACT und Heartland massiv finanziert werden von der Öl-, Gas- und Kohleindustrie. Und von anderen Industrien, insbesondere Chemie und Pestizide.“

Der Einfluss dieser Organisationen reicht weit – bis nach Deutschland. Während unserer Recherchen stoßen wir auf Hinweise, dass die großen amerikanischen Geldgeber über Umwege auch die Klimaskeptiker in Deutschland unterstützen. In Jena sitzt der EIKE e. V. – das Europäische Institut für Klima und Energie. EIKE hält die Behauptung vom menschengemachten Klimawandel schlicht für einen Schwindel gegenüber der Bevölkerung. Unter anderem EIKE liefert die Argumente, die dann von Klimawandelskeptikern in Deutschland genutzt werden. Und die haben es durch die AfD inzwischen auch in den Bundestag geschafft. Im ARD-Magazin Kontraste erklärte AfD-Umweltfachmann Rainer Kraft sogar den Treibhauseffekt zum Hirngespinst:

Rainer Kraft (AfD), MdB: „Treibhauseffekt gibt es nicht.“
Reporter: „Es gibt keinen Treibhauseffekt?“
Rainer Kraft (AfD), MdB: „Es gibt keinen Treibhauseffekt.“
Ende Juni forderte die AfD in einem Antrag,
Zitat: „die so genannte Klimaschutzpolitik so schnell wie möglich vollständig zu revidieren“.
In Ihrer Begründung verweist sie dabei unter anderem auf: EIKE. Wir finden auf den EIKE-Seiten ein Energiepolitisches Manifest. Verfasst auch von zwei exponierten Vertretern der AfD. Michael Limburg kandidierte vergangenes Jahr zur Bundestagswahl für die AfD. Burkard Reimer ist Chef des Bundesfachausschusses Energie der AfD.“
Quelle: Monitor vom 16.8.2018

EIKE nutzt den Slogan: „Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit!“ Hinter EIKE stecken die gut organisierten Klimwandelleugner, die Atomlobby und die Gegner der alternativen Energien. Schon der EIKE-Slogan ist ziemlich dumm, denn nicht „das Klima ist bedroht“, sondern der Klimawandel bedroht Mensch, Natur und Umwelt…
Übrigens: Die Klimawandelleugner von EIKE sind immer noch „gemeinnützig“. Den Klimafreunden von Attac wurde die Gemeinnützigkeit entzogen…
Gemeinsam mit der AfD, der Deutschen Wildtier Stiftung und den Netzwerken der globalen Klimawandelleugner bekämpft EIKE die Energiewende und die zukunftsfähigen Energien.
Erfolgreich haben diese Netzwerke und andere Lobbyisten den Mythos von den „vogelmordenden Windrädern“ in die Welt gesetzt. Geben Sie bei Ihrer Suchmaschine einmal die Begriffe -EIKE Fridays for Future- ein und schauen Sie welchen gelenkten Hass Sie dort finden. 

Der Wikipedia-Artikel zu EIKE sagt ähnliches: EIKE ist unter anderem durch das Committee for a Constructive Tomorrow mit dem Lobbyismus für die Leugnung der menschengemachten globalen Erwärmung in den USA verbunden. EIKE täuscht Wissenschaftlichkeit vor, verbreitet gezielt Desinformationen und versucht, Einfluss auf Parteien zu nehmen.  … EIKE prägt inzwischen die Klimapolitik der Alternative für Deutschland (AfD).

Und Lobbypedia schreibt über EIKE: Über ihre Repräsentanz im Bundesfachausschuss Energie der Alternative für Deutschland (AfD) hat EIKE erheblichen Einfluss auf deren Umwelt- und Energiepolitik.

Es ist im vordergründigen Gewinn- und Machtinteresse nahezu aller Gruppen, die gegenwärtig von Reichtum profitieren, wenn der Klimawandel HERUNTERgespielt wird. Welche politischen oder wirtschaftlichen Mächte könnten ein Interesse haben, dass die gegenwärtige Form des neoliberalen Weltkapitalismus verändert wird, weil sie mit dem Klimaschutz inkompatibel ist. Ok, also die sind es nicht, die EIKE diffamieren würden, weil sie das gleiche Interesse haben, wie EIKE selbst. Wer dann? Mächte aus benachteiligten Ländern, die die Industrienationen schwächen wollen? Nein, das Argument hält auch keine 3 Minuten stand – diese Länder geraten durch den Klimawandel selbst unter Druck. Wer könnte es also nur sein, der böswillig die freie Meinungsäußerung über vom Mainstream abweichende Forschungsergebnisse und Interpretationen derselben verhindern will? Die Forscher selbst! Sie sind eine eingeschworene Community und wer heute etwas GEGEN den Klimawandel sagt, bekommt keine Forschungsgelder mehr. Da könnte was dran sein. Wer Forschungsgelder beantragen würde, um zu beweisen, dass die Erde eine Scheibe und die Evolutionstheorie Unfug ist, hätte schlechte Chancen. Andererseits schauen sich die Forscher gegenseitig durchaus auf die Finger – da gibt es auch Konkurrenz und Wettbewerb. Ach so: Wettbewerb darum, wer die krassesten Klimaaussagen macht! So plausibel sich das anhört – dem steht wieder entgegen, dass Politik, Kapital und Wirtschaft – die weitaus mächtigsten Ebenen also – durch die Ergebnisse der Klimaforschung MASSIV UNTER DRUCK geraten. Gäbe es ernstzunehmende Forschung, die aufzeigt, dass wir ruhig weiter Kohle verheizen und wie wild konsumieren könnten, würde diese Forschung eine Rekordförderung bekommen. Der für mich einzig plausible Grund, warum das nicht geschieht, ist: Es gibt schlichtweg KEINE ernstzunehmende Forschung, die den antropogenen Klimawandel widerlegen könnte.

Web-Links zur Aufdeckung und Widerlegung von Falschinformationen und Klima-Lügen

Und weil das jetzt klar ist, noch ein Beispiel von Stefan Rahmstorf, wie sich Klima-Lügen und gezielter Populismus widerlegen lassen:

Herr Hilse von der AfD beantwortet die Fragen der KlimaLounge. Dieser Artikel nimmt Bezug auf das Schülerquiz der AfD. Mit Hilfe dieses „Quiz“ wollte die AfD suggerieren, der Mensch – und Deutschland im Besonderen – habe keinen oder nur einen vernachlässigbaren Effekt auf das Klima.

Harald Lesch gibt Antworten für Klimawandel-Leugner
Ein Schweizer antwortet auf Falschinformationen zum Klima

Die Klimalounge von Stefan Rahmstorf ist auch sonst ein interessanter und gut geschriebener Blog.

Auch die Seite https://klima-luegendetektor.de ist sehr interessant: Eine Gruppe von Journalisten hat es sich zur Aufgabe gemacht Klima-Lügen zu entlarven. „Am Anfang war die Wut. Darüber, dass sich Unternehmen als Klimaschützer präsentieren. Dass Politiker ungeniert die Argumente von Industrie-Lobbyisten nachplappern. Dass viele Medien offensichtlich nicht einmal mehr versuchen, Klimaschutz-Versprechen und -Wirklichkeit zu vergleichen. Deshalb gibt es nun den ‚Klima-Lügendetektor‘

Auf der Seite Wissenschaftskommunikation.de gibt es eine konzertierte Aktion für das Klima mit vielen spannenden Artikeln, die sich auch mit dem Thema Faschinformationen auseinandersetzen.

Psychologische Erklärungen für den Widerstand gegen unliebsame Fakten

Auch wenn es noch so klar sein mag, dass alle Empirie DAFÜR spricht, dass es WEIT ÜBERWIEGEND der Mensch ist, der den gegenwärtigen Klimawandel verursacht, haben diese Leugnungs-Aktivitäten eine Wirkung. Die psychologischen Ursachen dafür erläutert Stephan Lewandowsky (link):

  • Von falschen Gerüchten bleibt immer etwas hängen.
  • Wir suchen primär Informationen, die unser Weltbild und unsere Meinung bestätigen.
  • Schon eine leichte Unsicherheit verhindert die Annahme von Fakten, die dem bisherigen Weltbild widersprechen.

Außerdem stehen wir vor dem Dilemma, dass unser Verhalten ausschließlich dadurch gesteuert wird, was unser Wohlbefinden UNMITTELBAR erhöht (siehe auch „Psychologie der Veränderung“ auf unserer Webseite). Um jetzt auf etwas zu verzichten, damit ich später eine (im psychologischen Sinn) Belohnung bekomme oder eine negative Folge vermeide, muss ich in der Lage sein, mir die zukünftigen Folgen des Verhaltens JETZT VOLLKOMMEN KLAR UND SPÜRBAR vor Augen zu führen. So deutlich, dass es mir JETZT BESSER GEHT, wenn ich mich so verhalte, dass ich langfristige positive Effekte erreiche und negative vermeide. Eine Verhaltensänderung braucht die Energie der Entschlossenheit – und da wirkt jeder Zweifel wie Gift. Deshalb sind sämtliche Behauptungen, der Klimawandel sei nicht vom Menschen verursacht, hoch effektiv, egal wie hanebüchen sie sein mögen.

Der eigentliche Witz ist jedoch, dass es gar nicht so sehr darauf ankommt, ob der Klimawandel nun zu 100% oder zu 50% vom Menschen verursacht ist. Es gibt noch weitere, wesentliche und dringende Gründe, unser Verhalten zu ändern, wie die Themen dieser Webseite zeigen. Auch die Seiten „Auf Kosten anderer“ und „System-Change not Climate-Change“ folgen dieser Spur.

Und was ist, wenn der Klimawandel gar nicht eintritt?

Was wäre eigentlich, wenn der Klimawandel doch nicht so eintritt, wie vermutet und befürchtet. Hätten wir uns dann nicht völlig umsonst angestrengt, hätten wir nicht völlig umsonst Verzicht geübt, möglicherweise unserer Volkswirtschaft Nachteile zugefügt. Schließlich haben wir ja auch Erfahrungen mit nicht eingetretenen Prognosen, wie z.B. denen des Club of Rome der in seinen „Grenzen des Wachstums“ 1972 wesentlich schnellere und z.T. andere Veränderungen vorausgesagt hat, als sie tatsächlich beobachtbar waren.

Richtig ist: Wir können die Zukunft nicht voraussagen. 1980 hätte sich keiner vorstellen können, das es einmal so etwas wie Smartphones gibt, andererseits hätte man in den 70er Jahren vermutet, dass es schon viel früher gelingen würde, in der Raumfahrt Fortschritte zu machen. Genau das Gegenteil ist passiert.

Was also, wenn der Klimawandel gar nicht eintritt? Um diese Frage wirklich einschätzen zu können, müssen wir uns vergegenwärtigen, dass wir gerade dabei sind, unwiederbringliche Ressourcen – und dazu gehören auch die fossilen Brennstoffe – einfach zu verheizen. Diese Ressourcen sind definitiv endlich (auch wenn es mit hohem Energieaufwand möglich sein mag, Kohlenwasserstoffe zu synthetisieren – in den Mengen in denen wir sie heute verbrauchen, sind sie unwiederbringlich weg, wenn sie verbrannt sind.)

Gleichzeitig werden unsere Mülldeponien in zu immer wertvolleren Rohstofflagern, auch wenn die Rohstoffe darin so verteilt sind, dass es nur mit höchsten Aufwand möglich wäre, sie da wieder herauszuziehen. Das heißt, wir gehen generell mit den Rohstoffen der Erde so um, als wären sie unterschöpflich – was nun mal nicht der Fall ist.

Das Artensterben und der Klimawandel haben nicht die gleichen Ursachen, aber es gibt doch ganz deutlich Überschneidungen: z.B. die massive Abholzung der Regenwälder zum Zwecke landwirtschaftliche Nutzung (unter anderem für Palmöl, Sojabohnen als Viehfutter…). Die Arten, die hier aussterben, werden auf alle Ewigkeit verloren sein, es gibt keinen Weg zurück, um diese Arten wieder ins Leben zu rufen. Weiterhin sehen wir, dass die heutige Form des Kapitalismus zwar insgesamt ein gewisses Wachstum des Wohlstandes in der Gesamt-Weltbevölkerung hervorbringt, gleichzeitig aber die Schere zwischen extremem Reichtum und Armut immer weiter und weiter aufgeht. Diese Ungleichheit hat zur Folge, dass Demokratien schwach, machtlos werden und letzten Endes korrumpierbar werden. Die gewählten Vertreter der demokratischen Staaten wagen es nicht mehr, notwendige Entscheidungen zum Wohl der Bürger herbeizuführen, weil u.a. Konzerne dies zu verhindern wissen. Der Zusammenhang mit den Mechanismen des Klimawandels ist hier viel subtiler, aber wenn man sich vor Augen führt, das die der größte Teil der Einnahmen von Internetkonzernen wie G—- aus Konsum-Werbung entsteht, erkennen wir: diese Art der Wirtschaft lebt davon, dass Konsum immer weiter gesteigert wird – jenseits dessen, was benötigt wird und wirklich glücklich macht.

Es macht in jedem Fall Sinn, unseren gegenwärtigen Lebenswandel zu korrigieren. Wenn wir das tun, dann werden wir mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht nur die Klimadynamik bremsen, sondern auch unwiederbringliche Arten erhalten, die Gesundheit durch biologische Landwirtschaft stärken, die Lebensfreundlichkeit von Städten und Landschaft durch andere Verkehrskonzepte verbessern und mehr Gleichheit und Fairness in der Weltwirtschaft erreichen. Das, was wir tun müssen, um den Klimawandel zu stoppen, hat also viele positive Auswirkungen darüber hinaus. Es geht nicht nur um die Vermeidung von etwas, was wir nicht wollen – nämlich den Klimawandel – sondern auch darum, etwas zu gewinnen: Wir können Lebensqualität gewinnen für uns und unsere Nachkommen. Dafür lohnt es sich einzustehen, auch wenn der Klimawandel nicht käme (was nicht der Fall sein kann, weil er schon da ist)

Weiterführende Links mit Informationen und Analysen zum Klimawandel

TOP: Climate Culture Lab. Die Internetplattform zum KlimaKultur-Wandel.

Umfassende und allgemein verständliche Informationen findest Du bei Reset.org: Klimawandel zum Anklicken. und bei www.klimafakten.deKLIMAFAKTEN.DE ist eine sehr gute Plattform, um sich umfassend über den Klimawandel zu informieren, wenn man nicht schon Wissenschaftlicher ist 😉

Einen Überblick findest Du in DIE ZEIT – Der Zustand der Welt:
Wie geht es dem Klima? Von der globalen Erwärmung zu sprechen ist nicht falsch. Von einer globalen Eskalation zu sprechen wäre treffender. Was wir über den Klimawandel wissen – und was nicht.
Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg hat hoch differenzierte Daten und informiert u.a. über wissenschaftliche Methoden zur Nachhaltigkeitsbewertung.

Die SZ zeigt in einem Übersichtsartikel vom 7.6.2019, , dass von der Vorreiterrolle Deutschlands bei der Nachhaltigkeit kaum noch etwas übrig geblieben ist. Deutschland hat hier den Anschluss verpasst: Abstieg eines Öko-Stars: „Die Deutschen wollten früh mit Mülltrennen und Solarparks die Natur und das Klima retten. Doch das Land ist in vielen Bereichen zurückgefallen. Die Geschichte eines Selbstbetrugs.

Übersicht Klima-Links

IPCC – International Panel of Climate Change
Deutsches Klimaforschungsprogramm (DEKLIM)
MetOffice
Max-Planck-Institut für Metereologie
Deutscher Wetterdienst
Allgemeine Informationen zu Temperaturen, Niederschläge
GISS – Goddard Institute for Space Studies
Surface Temperature Analysis
Sehr informative Darstellungen über Oberflächentemperaturmessungen.
Climate of the Past
Full Peer Review & Interactive Public Discussion – Immediate Publication – Open Access – Personalized Copyright under the Creative Commons Attribution, NonCommercial and ShareAlike Licence
U.S. National Climatological Data Center
Klimadaten
Daily Earth Temperatures from Satellites
UAH Satellitendaten
Climate4you
Information on meteorological and climatologically issues 
woodfortrees.org
Temperaturen interaktiv
Ökosystem Erde