Archiv: Dieser Text stammt aus dem Jahr 2020 und wird nicht mehr aktualisiert. Den aktuellen Stand findest du auf der Seite Fakten und Analysen.
Es wird heißer – das Fortschreiten des Klimawandels zwischen den Corona-Schlagzeilen
Auch wenn die Coronakrise 2020 das beherrschende Thema ist: Der Klimawandel macht keine Pause. Hier in lockerer Folge die traurigen Klima-Neuigkeiten.
Erwärmung der Arktis
„Konsequenz aus Klimaerwärmung“ Arktis-Eis schmilzt wie nie zuvor, n-tv 28.7.2020
Folgen für den Meeresspiegel Eisschmelze auf Grönland nicht aufzuhalten. n-tv vom 15.8.2020
Hinter diesen Nachrichten stehen aktuelle Forschungen des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung:
„The Greenland Ice Sheet recorded a new record loss of mass in 2019. This was the finding of a team of international researchers after evaluating data from satellite observations and modelling data. The total loss amounted to 532 billion metric tons, more than in the previous record year 2012 (464 billion metric tons), which equates to an average global sea-level rise of 1.5 mm. After two years characterised by low loss of mass in 2017 and 2018, the ice sheet is now heading toward increasing mass losses. The five years with the greatest losses all occurred in the last decade. The ice loss in 2019 exceeded the increase due to snowfall by over 80%. „ (Quelle, AWI)
Und wer es immer noch nicht glaubt: Auf der AWI-Webseite gibt es ausgiebige Informationen und Daten dazu.
Erwärmung des Permafrosts
Kipppunkt im Klimasystem – Permafrostböden weltweit erwärmen sich, n-tv vom 16.11.2019.
Verheerendes Klima-Domino: Sibiriens CO2-Zeitbombe tickt bedrohlich, n-tv vom 16.2.2020. Quelle für diesen Bericht: Permafrost is warming at a global scale, von Boris K. Biskarborn et al., nature communications, 16.1.2029
Zunahme des Methan-Ausstoßes
Größere Treibhauswirkung als CO2 – Methanausstoß erreicht unguten Höchststand, n-tv vom 15.7.2020. Methan hat eine bis zu 86 Mal stärkere Treibhauswirkung als CO2. Durch die Förderung fossiler Brennstoffe (alte Bohrlöcher, Erdgasförderung…), Deponien und durch die Tierhaltung gelangt immer mehr Methan in die Atmosphäre. Die gute Nachricht: Methan wird wesentlich schneller abgebaut, als CO2, so dass eine Verringerung des anthropogenen Ausstoßes von Methan entsprechend positive Folgen hätte. Der wissenschaftliche Artikel dazu: Increasing anthropogenic methane emissions arise equally from agricultural and fossil fuel sources, von R.B. Jackson et al., veröffentlicht in Environmental Research Letters, 15.7.2020. Besonders übel wirkt hier der sogenannte „Methan-Schlupf“ bei der Erdgasförderung. Vgl. „Der große Gas-Bluff“ Zeit Online, 4.7.2020. Soviel also zur Umweltfreundlichkeit von Erdgas. Aber noch nicht alle Methan-Quellen sind entdeckt und der Anstieg geht weiter. So dokumentiert es zumindest das WMO Greenhous Gas Bulletin der World Meteorological Organization und das Gobal Monitoring Laboratory der Earth System Research Laboratories.