Klima-Ungerechtigkeit in Zahlen: Reichtum, Emissionen und Gesundheit
Nicht nur reiche Länder, auch reiche Menschen – egal wo sie leben – verursachen einen großen Teil der Emissionen. Die Folgen tragen dagegen vor allem Ärmere, Ältere und Kranke. Zwei aktuelle Berichte von 2025 machen das konkret.
- Seit 1990 hat das reichste 1 % der Weltbevölkerung 15 % des gesamten CO2-Budgets verbraucht (konsumbasierte Emissionen, Berechnung mit dem Stockholm Environment Institute). (Oxfam)
- Eine Person aus dem reichsten 0,1 % stößt jeden Tag über 800 kg CO2 aus. Eine Person aus der ärmeren Hälfte der Menschheit kommt auf etwa 2 kg pro Tag. (Oxfam)
- Seit dem Pariser Abkommen 2015 hat das reichste 1 % mehr als doppelt so viel vom verbleibenden Budget verbraucht wie die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen. (Oxfam)
- Würden alle Menschen so viel ausstoßen wie das reichste 1 %, wäre das CO2-Budget in weniger als drei Monaten aufgebraucht. (Oxfam)
- Hitze fordert weltweit im Schnitt 546.000 Todesopfer pro Jahr. Die hitzebedingte Sterberate ist seit den 1990er-Jahren um 23 % gestiegen. (Lancet Countdown 2025 Report)
- Die Außenluftverschmutzung durch fossile Brennstoffe verursachte 2022 schätzungsweise 2,52 Millionen Todesfälle. (Lancet Countdown 2025 Report)
- Staaten gaben 2023 netto 956 Milliarden US-Dollar für Subventionen fossiler Brennstoffe aus – mehr als das Dreifache dessen, was jährlich für besonders verwundbare Länder zugesagt ist. (WHO zum Lancet Countdown 2025)
- Hitze kostete 2024 weltweit 640 Milliarden mögliche Arbeitsstunden – ein Produktivitätsverlust von rund 1,09 Billionen US-Dollar. (WHO zum Lancet Countdown 2025)
Was heißt das für uns? Klimaschutz ist auch eine Frage der Fairness: Wer am meisten ausstößt, kann am meisten einsparen. Und weniger fossile Brennstoffe bedeuten sofort sauberere Luft und weniger Todesfälle.