Lösungsansätze (neu): Soziale Kipppunkte: Wenn der Wandel sich selbst beschleunigt

Soziale Kipppunkte: Wenn der Wandel sich selbst beschleunigt

Otto u. a. beschrieben 2020, wie kleine Anstöße große Umbrüche auslösen können. Heute lässt sich an echten Beispielen beobachten, dass das funktioniert.

  • Die PIK-Studie von 2020 nannte sechs Hebel, darunter den Abbau fossiler Subventionen, klimaneutrale Städte, den Abzug von Geld aus fossilen Anlagen und mehr Transparenz über Emissionen. (PIK-Pressemitteilung)
  • Der Global Tipping Points Report 2025 (Universität Exeter) sieht positive Kipppunkte bei Solar- und Windstrom weltweit bereits überschritten – bei E-Autos, Batteriespeichern und Wärmepumpen in den führenden Märkten ebenso. (National Oceanography Centre)
  • Norwegen zeigt, wie schnell es gehen kann: 2025 waren 95,9 Prozent aller neu zugelassenen Autos reine E-Autos. Grund waren Steuervorteile für E-Autos und hohe Abgaben auf Verbrenner. (ZDFheute, 02.01.2026)
  • Auch beim Solarstrom ist der Selbstverstärker sichtbar: Je mehr gebaut wird, desto billiger wird er. 2025 deckte Solarstrom drei Viertel des weltweiten Mehrbedarfs an Strom. (Ember)
  • Die Solarförderung durch das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz gilt als Lehrbuchbeispiel: Sie schuf einen Markt, die Kosten fielen, und andere Länder zogen nach. (RIFS Potsdam)

Was heißt das für uns? Kipppunkte entstehen nicht von allein. Sie brauchen anfangs Politik, die Preise und Regeln richtig setzt – danach trägt sich der Wandel zunehmend selbst.