„Die Beweise der Klimaforscher sind gefälscht.“

Der Vorwurf geht meist auf „Climategate“ zurück: 2009 wurden E-Mails von Forschern der University of East Anglia gestohlen und in Auszügen veröffentlicht. Mehrere unabhängige Untersuchungen in Großbritannien und den USA fanden danach keine Fälschung von Daten. Kritisiert wurde, wie offen die Forscher mit ihren Daten umgingen.

Vor allem hängt der Befund nicht an einer einzelnen Gruppe. Temperaturreihen von NASA, NOAA, dem britischen Wetterdienst, Japan, dem europäischen Copernicus-Dienst und Berkeley Earth kommen unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis. Berkeley Earth gründete ein Physiker, der den bisherigen Temperaturreihen misstraute. Bezahlt wurde das Projekt unter anderem von einer Stiftung der Öl-Unternehmerfamilie Koch. Auch sein Team bestätigte die Erwärmung. Dazu passen Satelliten, Messbojen im Ozean, schrumpfende Gletscher und das immer frühere Blühen der Pflanzen.

Eine Fälschung müsste also Tausende Forschende in vielen Ländern einschließen, über Jahrzehnte und ohne dass es jemand verrät. Dafür gibt es keinen Beleg.

Quellen: Skeptical Science: Climategate und die Untersuchungen danach · Berkeley Earth: unabhängige Temperaturreihe · WMO: 2025 eines der wärmsten Jahre (Jan. 2026) · IPCC AR6, Teil 1 Naturwissenschaft, Zusammenfassung (2021)