Energiespeicherung (Quelle: www.Sonnenseite.com)

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LOHC: Liquid Organic Hydrogen Carrier

Batterien haben 2 große Nachteile: Sie sind in der Herstellung extrem aufwändig (seltene Rohstoffe, hoher Energieverbrauch) und sie sind schwer, weil sie eine geringe Energiedichte haben. Demgegenüber ist Wasserstoff ein wesentlich geeigneterer Energieträger. Wenn er nicht so flüchtig und gefährlich wäre… Hier bieten LOHC eine Abhilfe:

LOHC sind organische Trägerflüssigkeiten, an die Wasserstoff über einen Katalysator chemisch gebunden wird, was ihn leicht handhabbar macht.

„In der LOHC-gebundenen Form kann der Wasserstoff genauso wie Diesel bei Umgebungstemperatur und -druck transportiert und gelagert werden. Wenn Wasserstoff zur Rückverstromung benötigt wird, kann er per Katalysator aus dem LOHC freigesetzt werden. LOHC als Trägerstoff kann also wie eine Pfandflasche für Wasserstoff immer wieder befüllt und entleert werden. Der Trägerstoff ist zudem in großen Mengen vorhanden, umweltfreundlich und billig, was die Kosten der Energiespeicherung deutlich senkt.“ „So würden etwa zur Speicherung von zwei Megawattstunden Energie rund 1000 Liter LOHC benötigt, die bei der Erstbeschaffung etwa 3000 Euro kosten und danach viele 100 Mal wiederverwendet werden können. Bei Batterien müsste man für die gleiche Speichermenge heute einen Millionenbetrag aufwenden.“ (Quelle: n-tv, 20.4.19: Superspeicher für Wasserstoff: LOHC soll Energiewende retten)

Noch etwas genauer: „Die Hydrierung ist eine exotherme Reaktion und wird bei erhöhten Drücken (ca. 30–50 bar) und Temperaturen von ca. 150–200 °C in Gegenwart eines Katalysators durchgeführt. Dabei wird die korrespondierende gesättigte Verbindung gebildet, die bei Umgebungsbedingungen gelagert beziehungsweise transportiert werden kann. Wird der Wasserstoff wieder benötigt, wird die nun hydrierte, wasserstoffreiche Form des LOHCs dehydriert, wobei der Wasserstoff wieder aus dem LOHC freigesetzt wird. Diese Reaktion ist endotherm und erfolgt bei erhöhten Temperaturen (250–320 °C) wieder in Gegenwart eines Katalysators. Vor der Nutzung des Wasserstoffs muss dieser gegebenenfalls noch von LOHC-Dampf gereinigt werden.“ (Quelle: (Wikipedia) . Die Firma Hydrogenious Technologies nutzte für eine erste Anlage den Stoff Dibenzyltoluol. Die Trägerflüssigkeiten sind mehr oder weniger giftig und müssen daher in einem geschlossenen Kreislauf bleiben. Hydrogenious sieht das natürlich nicht so kritisch: “ We use dibenzyltoluene (DBT) as carrier material, which is not classified as dangerous goods according to ADR and other transport regulations.“

Zur LOHC-Produktion können Photovoltaik-Produktionsspitzen tagsüber genutzt werden, es können aber auch große zentrale Anlagen gebaut werden, wie wir sie für die Methanproduktion (s.o.) beschrieben haben.