Lösungsansätze: Was sich seither geändert hat (Stand November 2026)

Was sich seither geändert hat (Stand November 2026)

Viele Texte unten stammen aus den Jahren 2019 bis 2021. Die Lösungswege gelten weiter. Was sich seitdem getan hat:

  • Klimaschutzgesetz: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 24.03.2021 wurde das Gesetz verschärft: minus 65 % bis 2030, minus 88 % bis 2040, Netto-Treibhausgasneutralität bis 2045. Seit 2024 sind die Ziele für einzelne Sektoren nicht mehr verbindlich, gesteuert wird über die Gesamtmenge.
  • Erreicht: 2025 stieß Deutschland 48 % weniger Treibhausgase aus als 1990. Gegenüber 2024 sank der Ausstoß aber nur um 0,1 %.
  • CO2-Preis: Für Heizen und Tanken liegt er 2026 bei 55 bis 65 Euro je Tonne. Der Bundestag hat am 15.10.2026 beschlossen, diesen Korridor für 2027 beizubehalten. 2028 soll der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) starten. Eine Klimadividende, wie sie unten gefordert wird, gibt es in Deutschland bisher nicht.
  • EU: Bis 2040 sollen die Treibhausgase um 90 % gegenüber 1990 sinken (netto), bis zu 5 % über internationale Gutschriften.
  • Technik: Solar- und Windstrom sind inzwischen die günstigsten Arten, neuen Strom zu erzeugen. CO2 später aus der Luft zu holen bleibt teuer und im großen Maßstab unerprobt. Es ersetzt nicht, weniger auszustoßen.
  • Parteiprogramme zur Europawahl 2019 und die Einschätzung der Klimapolitik von 2019 stehen jetzt im Archiv.

Quellen: Bundes-Klimaschutzgesetz § 3 · Umweltbundesamt: Treibhausgas-Emissionen in Deutschland · Deutscher Bundestag: BEHG-Änderung, 15.10.2026 · ESG Today: EU-Ziel 2040 endgültig beschlossen · IPCC AR6, Teil 3 Minderung, Zusammenfassung (2022)