Dein Fußabdruck in Zahlen – und wo die großen Hebel liegen
Bevor man spart, lohnt ein Blick auf die Größenordnungen. Das Umweltbundesamt rechnet jedes Jahr nach, wie viel Treibhausgas ein Mensch in Deutschland im Schnitt verursacht – samt importierter Waren.
- Im Schnitt verursacht ein Mensch in Deutschland rund 9,8 Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr. Das ist erstmals weniger als 10 Tonnen (UBA, März 2026). Importierte Waren sind eingerechnet. (UBA)
- So verteilt sich der Durchschnitt: sonstiger Konsum 2,5 t, Mobilität 2,1 t, Wohnen 1,9 t, Ernährung 1,6 t, öffentliche Infrastruktur 1,1 t, Strom 0,6 t. Den Anteil für Schulen, Straßen oder Verwaltung kann niemand allein wegsparen – den ändert nur Politik. (UBA)
- Klimaverträglich wären deutlich unter 1 Tonne pro Kopf. Das heißt: über 90 Prozent weniger als heute. (UBA)
- Die Unterschiede sind groß: Die klimafreundlichsten 10 Prozent kommen mit etwa 7 Tonnen aus, die 10 Prozent mit dem größten Fußabdruck mit 17,7 Tonnen (Erhebung 2016). (UBA)
- Etwa die Hälfte des Fußabdrucks hängt an wenigen „Big Points“: Flugreisen, Autokilometer, Heizenergie und Strom. Wer hier ansetzt, erreicht viel mehr als mit vielen kleinen Spartipps. (UBA)
- Je mehr Geld jemand hat, desto größer ist meist der Fußabdruck. Mehr Geld bietet aber auch mehr Möglichkeiten zum Einsparen, etwa durch Investitionen in Dämmung oder erneuerbare Energien. (UBA)
- Der Fußabdruck misst nur das eigene Verhalten. Germanwatch ergänzt ihn deshalb um den „Handabdruck“: Engagement, das Regeln und Strukturen so verändert, dass klimafreundliches Handeln für alle leichter wird. (Germanwatch)
Was heißt das für uns? Erst die großen Brocken angehen – Fliegen, Auto, Heizung, Strom, tierische Lebensmittel – und dann den eigenen Einfluss über das Private hinaus nutzen.