Selbst handeln (neu): Gemeinsam handeln – der stärkste Hebel

Gemeinsam handeln – der stärkste Hebel

Den größten Teil der Emissionen bestimmen Regeln, Preise und Infrastruktur – nicht Einzelentscheidungen. Wer sich mit anderen einsetzt, verändert diese Regeln. Und: Wir sind dabei viel weniger allein, als wir denken.

  • In einer Umfrage mit fast 130.000 Menschen in 125 Ländern waren 69 Prozent bereit, 1 Prozent ihres Einkommens für den Klimaschutz abzugeben. 89 Prozent forderten mehr Klimapolitik. (SAFE Frankfurt)
  • Doch die Menschen unterschätzen das: Im Schnitt glaubten sie, nur 43 Prozent ihrer Mitbürger wären dazu bereit. Wer glaubt, in der Minderheit zu sein, schweigt eher – darum ist Reden so wichtig. (Anthropocene Magazine)
  • Germanwatch nennt das den „Handabdruck“: Statt nur den eigenen Fußabdruck zu verkleinern, gestaltet man gesellschaftliche und politische Strukturen mit – etwa im Ernährungsrat, im Betrieb, in der Gemeinde oder durch Forderungen an die Politik. (Germanwatch)
  • Ein Beispiel aus Schweden und Österreich: Dort zahlt man auf Reparaturen nur die halbe Mehrwertsteuer. Solche Regeln machen klimafreundliches Verhalten für alle billiger – und entstehen, weil Menschen sie fordern. (Germanwatch)
  • In vielen Städten haben Bürger mit Klimaentscheiden und Bürgerbegehren durchgesetzt, dass sich ihre Stadt ein früheres Klimaziel setzt. Beratung dafür bietet die Gesellschaft für Klima und Demokratie (früher BürgerBegehren Klimaschutz). (Gesellschaft für Klima und Demokratie)
  • Sorgen, Wut oder Trauer über die Klimakrise sind angemessen, sagen Psychologists/Psychotherapists for Future. Am wirksamsten und wohltuendsten ist Klimaschutz gemeinsam mit anderen. (Psychologists/Psychotherapists for Future)
  • Wer sich belastet fühlt, findet bei Psychologists for Future Hilfe: eine Beratung per E-Mail und eine Telefonsprechstunde. Die Beratung ist ausdrücklich keine Therapie. (Psychologists for Future)

Was heißt das für uns? Mit Freunden, Kollegen und Nachbarn reden, wählen gehen, sich einer Gruppe anschließen: Das vervielfacht die eigene Wirkung – und hilft auch gegen das Gefühl der Ohnmacht.