Ernährung: Was die neue EAT-Lancet-Kommission 2025 sagt
Im Oktober 2025 hat die EAT-Lancet-Kommission ihre „Planetary Health Diet“ von 2019 überarbeitet. Sie zeigt, wie eine Ernährung aussieht, die gesund ist und die Erde nicht überlastet.
- Die Ernährungssysteme verursachen weltweit rund 30 Prozent aller Treibhausgase. (EAT)
- Ein Umbau der Ernährung könnte diese Emissionen mehr als halbieren und jedes Jahr bis zu 15 Millionen vorzeitige Todesfälle verhindern. (EAT)
- Fast überall essen die Menschen zu wenig Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkorn – und in reichen Ländern zu viel Fleisch, Milchprodukte und Zucker. (EAT)
- Die reichsten 30 Prozent der Menschheit verursachen mehr als 70 Prozent der Umweltfolgen der Ernährung. Dazu gehören auch wir in Deutschland. (EAT)
- Nicht nur Fleisch zählt: Käse verursacht im Schnitt 5,7 kg CO2e pro Kilogramm, das ist mehr als Schweinefleisch (4,6 kg). Pflanzendrinks sparen rund 1 kg CO2e pro Liter gegenüber Kuhmilch. (UBA)
- In Deutschland landeten 2023 entlang der ganzen Lieferkette 10,9 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall, das sind 129 kg pro Kopf. Den größten Teil (58 Prozent, rund 74,5 kg pro Kopf, Bezugsjahr 2022) werfen private Haushalte weg. (UBA)
- Deutschland will die Lebensmittelabfälle bis 2030 halbieren. Die EU verlangt bis Ende 2030 mindestens 30 Prozent weniger pro Kopf in Handel, Gastronomie und Haushalten. (UBA)
Was heißt das für uns? Mehr Pflanzen, weniger Fleisch und Käse, und nur kaufen, was wir auch essen: Das schützt Klima und Gesundheit zugleich.
Videos dazu

Planetary Health Diet: Wie unsere Ernährung das Klima beeinflusst | KlimaZeit 19:45 Uhr, 20.03.2026
KlimaZeit vom März 2026 erklärt die überarbeitete „Planetary Health Diet“ und was sie für den eigenen Teller bedeutet.