Der Zusammenhang von Treibhausgas-Emissionen und Temperaturanstieg

Der Zusammenhang von Treibhausgas-Emissionen und Temperaturanstieg

Ist CO2 wirklich die Ursache für den Temperaturanstieg? Wie viel CO2 „verträgt“ das Klimasystem? Wenn Du dazu Fragen hast, schau Dir die folgenden Informationen an:

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Ist Kohlendioxid wirklich ein Klimakiller?

YouTube · Prof. Dr. Volker Quaschning · 2018 · 10 Min.

Um mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erwärmung von 1,5 °C nicht zu überschreiten, müssen die Nettoemissionen von Treibhausgasen (insbesondere CO2) sehr rasch sinken und in den nächsten 20 bis 30 Jahren weltweit auf null reduziert werden.

Quelle: Scientists for Future; Zu sehen sind rechts die verschiedenen Temperaturen zum Ende des Jahrhunderts bei verschiedenen Emissionspfaden. “Business as usual“ stellt den aktuellen Pfad ohne deutlich CO2-Reduktionen dar. Kernbotschaft ist, wie groß die Diskrepanz zwischen aktuellen Richtlinien zur CO2-Reduktion und 1,5°C-Pfad ist. Auch die Pariser Selbstverpflichtungen reichen außerdem bei weitem nicht auf, um das auch beim Pariser Klimagipfel gefasste Ziel „Erderwärmung auf deutlich unter 2°C beschränken“ einzuhalten. Dazu sind drastischere Emissionssenkungen nötig.

NOTES: This is the Nov. 2017 version, a Nov 2018 update would be possible, a 2019 update highly desirable see the Dec. 2018 update in https://climateactiontracker.org/documents /507/CAT_2018-12-11_ Briefing_WarmingProjectionsGlobalUpdate_Dec2018.pdf Own Graph, Inserted as EMF, then ungrouped! EXCEL: CAT_public_data_emissions_pathways_Nov2017-modified GH_v03.xlsx Inserted as EMF, then ungrouped! See also https://climateactiontracker.org/global.html CREDITS: © Gregor Hagedorn 2018, CC BY-SA 4.0. Data from climateactiontracker.org, plus other sources [SlideID:2105]

Stattdessen steigen die CO2-Emissionen weiter. Mit den Vorschlägen, die weltweit derzeit auf dem Tisch liegen, wird die Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich bei über 3 °C liegen und anschließend aufgrund anhaltender Emissionen und Rückkopplungseffekte weiter zunehmen.

CO2-Gehalt der Atmosphäre steigt ungehindert weiter an

Quelle: Scientists for Future; Bislang haben wir es trotz aller Bemühungen nicht geschafft, die CO2-Emissionen zu reduzieren, sie wachsen exponentiell weiter.

CREDITS: © Graph Gregor Hagedorn 2019, CC BY-SA 4.0; data Mauna Loa CO2 data from scrippsco2.ucsd.edu NOTES: THIS VERSION COMPLETE UNTIL 2018-12 SOURCE: Data: https://scrippsco2.ucsd.edu/assets/data/atmospheric/stations/in_situ_co2/monthly/monthly_in_situ_co2_mlo.csv“
Graph: OWN Graph, local storage GH: monthly_in_situ_co2_mlo – Keeling Curve REDONE GH.xlsx
Recommended Citation for Data: see CSV file. [SlideID:1868

SOURCE: IPCC AR5 Report 2014; Synthesis Report, Fig.1. Original Caption: Annual global anthropogenic carbon dioxide (CO2) emissions (gigatonne of CO2-equivalent per year, GtCO2/yr) from fossil fuel combustion, cement production and
flaring, and forestry and other land use (FOLU), 1750–2011. Cumulative emissions and their uncertainties are shown as bars and whiskers, respectively, on the right-hand side. The global effects of the accumulation of methane (CH4) and nitrous oxide (N2O) emissions are shown in Figure 1.3. Greenhouse gas emission data from 1970 to 2010 are shown in Figure 1.6. {modified from WGI Figure TS.4 and WGIII Figure TS.2}

Trotz aller Diskussionen um den Klimawandel steigen die Emissionen weiter an. n-tv am 22.11.2018: Treibhausgas-Werte hoch wie nie – „Zerstörerische und unumkehrbare Folgen“: „Die Treibhausgas-Werte in der Atmosphäre haben nach Angaben der UN im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Die Weltorganisation für Meteorologie warnt, es bleibe kaum Zeit, um gegenzusteuern: „Die Chance, noch einzugreifen, ist fast vertan.“

Eine aktuelle Studie zeigt: Höchster CO2-Wert seit 3,3 Millionen Jahren erwartet (Zeit Online, 13.7.2020). Der wissenschaftliche Bericht dazu: Atmospheric CO2 during the Mid-Piacenzian Warm Period and the M2 glaciation, von Elwyn de la Vega et al., veröffentlicht in Scientific Reports, 9.7.2020:

„… at present rates of human emissions, there will be more CO2 in Earth’s atmosphere by 2025 than at any time in at least the last 3.3 million years.“

Und so geht es immer weiter: CO2 und Methan in der Atmosphäre auf Rekordniveau, Zeit Online vom 25.11.2019, basierend auf dem Bulletin der World Meteorological Organization.

Welche Trends wir umkehren müssen, um Treibhausgas-Emissionen zu stoppen, hat das Mercator Institut erforscht: „A review of trends and drivers of greenhouse gas emissions by sector from 1990 to 2018“ – hier die deutsche Zusammenfassung bei Mercator.

Klimasensitivität

Die Klimasensitivität des Planeten Erde besagt, um wie viel Grad sich die Atmosphäre bei einer Verdoppelung des atmosphärischen Kohlendioxids erwärmt. Eine ältere Studie lieferte einen Wert zwischen 1,5 und 4,5 Grad Celsius – was eine sehr hohe Unsicherheit bedeutete. Eine neuere Analyse versucht, diese Spanne einzugrenzen und kommt auf werte zwischen 2,6 und 3,9 Grad Celsius (66% Range). Hier das Ergebnis der Studie in einfachem Englisch:

„Earth’s global “climate sensitivity” is a fundamental quantitative measure of the susceptibility of Earth’s climate to human influence. A landmark report in 1979 concluded that it probably lies between 1.5-4.5℃ per doubling of atmospheric carbon dioxide, assuming that other influences on climate remain unchanged. In the 40 years since, it has appeared difficult to
reduce this uncertainty range. In this report we thoroughly assess all lines of evidence including some new developments. We find that a large volume of consistent evidence now points to a more confident view of a climate sensitivity near the middle or upper part of this range. In particular, it now appears extremely unlikely that the climate sensitivity could be low enough to avoid substantial climate change (well in excess of 2℃ warming) under a
high-emissions future scenario. We remain unable to rule out that the sensitivity could be above 4.5℃ per doubling of carbon dioxide levels, although this is not likely. Continued research is needed to further reduce the uncertainty and we identify some of the more promising possibilities in this regard.“

Quelle: An assessment of Earth´s climate sensitivity using multiple lines of evidence, by S. Sherewood et al., veröffentlicht in Reviews of Geophysics, Juli 2020. Berichtet in Zeit Online, „Der zarte Planet“, vom 12.8.2020