Ziele für die Entwicklungs- und Migrationspolitik und für das persönliche Handeln – Armut in allen ihren Formen und überall beenden

Ziele für die Entwicklungs- und Migrationspolitik und für das persönliche Handeln

Armut in allen ihren Formen und überall beenden

Ziel eins der 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige und gerechte Zukunft. Die Agenda 2030.

1.1 Bis 2030 die extreme Armut – heute definiert als ein Einkommen von weniger als 3 US-Dollar pro Tag (Quelle) – für alle Menschen überall auf der Welt beseitigen
1.2 Bis 2030 den Anteil der Männer, Frauen und Kinder jeden Alters, die in Armut in all ihren Dimensionen nach der jeweiligen nationalen Definition leben, mindestens um die Hälfte senken

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1.3 Den nationalen Gegebenheiten entsprechende Sozialschutzsysteme und -maßnahmen für alle umsetzen, einschließlich eines Basisschutzes, und bis 2030 eine breite Versorgung der Armen und Schwachen erreichen
1.4 Bis 2030 sicherstellen, dass alle Männer und Frauen, insbesondere die Armen und Schwachen, die gleichen Rechte auf wirtschaftliche Ressourcen sowie Zugang zu grundlegenden Diensten, Grundeigentum und Verfügungsgewalt über Grund und Boden und sonstigen Vermögensformen, Erbschaften, natürlichen Ressourcen, geeigneten neuen Technologien und Finanzdienstleistungen einschließlich Mikrofinanzierung haben
1.5 Bis 2030 die Widerstandsfähigkeit der Armen und der Menschen in prekären Situationen erhöhen und ihre Exposition und Anfälligkeit gegenüber klimabedingten Extremereignissen und anderen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Schocks und Katastrophen verringern
1.a Eine erhebliche Mobilisierung von Ressourcen aus einer Vielzahl von Quellen gewährleisten, einschließlich durch verbesserte Entwicklungszusammenarbeit, um den Entwicklungsländern und insbesondere den am wenigsten entwickelten Ländern ausreichende und berechenbare Mittel für die Umsetzung von Programmen und Politiken zur Beendigung der Armut in all ihren Dimensionen bereitzustellen
1.b Auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene solide politische Rahmen auf der Grundlage armutsorientierter und geschlechtersensibler Entwicklungsstrategien schaffen, um beschleunigte Investitionen in Maßnahmen zur Beseitigung der Armut zu unterstützen.

Die UN-Ziele 2030: Bilanz kurz vor Schluss

Ziel 1 der Agenda 2030 lautet: extreme Armut bis 2030 überall beenden. Dieses Ziel wird klar verfehlt. Der UN-Nachhaltigkeitsbericht 2026 zieht eine gemischte Bilanz: Seit 2015 haben Milliarden Menschen Zugang zu sauberem Wasser, Strom, Gesundheitsversorgung und Internet bekommen. Die Fortschritte seien aber ungleich und reichten nicht aus – wegen Kriegen, schwachem Wachstum, Klimawandel, hoher Schulden und sinkender Entwicklungshilfe.

Nach den Zahlen der Weltbank leben 2026 noch rund 811 Millionen Menschen in extremer Armut. Um sie bis 2050 auf 3 Prozent zu senken, bräuchte es ein doppelt so schnelles Wachstum wie bisher.

Quellen: UN · Weltbank, Pressemitteilung 26.10.2026