Über das Web-Projekt

Sinn und Ziel des MetaPortals

Die Fakten sind bekannt.
Wir wissen, dass wir handeln müssen.
Es gibt gute und umsetzbare Lösungen.
Was uns fehlt, ist Entschlossenheit!
Wenn wir entschlossen sind, dann können wir auch etwas tun.
Persönlich und politisch. Jede*r Einzelne.

DASS wir unser Verhalten ändern müssen, ist unausweichlich und kann nicht mehr vernünftig bezweifelt werden. Die Frage ist nur, ob wir das jetzt tun – zu einem Zeitpunkt, zu dem wir noch gestalten können – oder ob wir so lange warten, bis wir gezwungen sind, zu reagieren und unsere Kinder und Enkel dann dennoch mit den Folgen unserer Versäumnisse leben müssen. Ziel dieses Web-Portals ist es, durch Informationen über Fakten und Handlungsmöglichkeiten jene Entschlossenheit zu fördern, die notwendig ist, damit die Erde ein lebensfreundlicher Ort bleibt und die Menschheit eine würdige Zukunft hat. Die Gute Nachricht ist: Wir wissen bereits unglaublich viel und es gibt eine Fülle umsetzbarer Ideen, wie wir handeln können, um unseren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Aber die Quellen zu diesen Informationen zu finden, ist mit einem gewissen Aufwand verbunden. Es gibt jede Menge Webseiten, die über die einzelnen Themen viel besser informieren (z.B. beim Klimawandel S4F) , als das vorliegende Portal, und Du findest entsprechende Links auf allen Themenseiten.

Struktur und Funktion des MetaPortals

Diese Webseite entstand und entsteht zunächst aus dem persönlichen Bedürfnis des Erstautors, sich aus dem Dilemma der Unübersichtlichkeit und Komplexitäts-Lähmung zu befreien. Sie entsteht aus der Erfahrung, dass in Diskussionen sämtliche Ebenen vermischt, Fakten und Fantasie frei kombiniert werden und schnell eine argumentatives Chaos entsteht.
Die besten Informationen nützen aber nichts, wenn es keine Orientierung im Hinblick auf Werte und Ziele gibt. Während wir in Bezug auf Fakten noch relativ eine intersubjektiver Übereinstimmung erreichen können (wenn schon keine Objektivität, weil es die nicht gibt), wird es bei Werten und Zielen schon schwieriger. Hier können wir nicht mehr tun, als unsere Werte und Ziele transparent machen.
Die Themenseiten sind nach folgendem Muster aufgebaut:

  1. Welche Fakten können wir als gesichert annehmen? Hier findet Ihr eine Übersicht gut recherchierter Medienartikel, aber auch Zugang zu Originaldokumenten führender Institutionen (Weltklimarat etc.). Wir bitten Euch, uns per E-Mail zu informieren, wenn Ihr falsche oder einseitige Informationen findet und diese zu korrigieren oder zu ergänzen.
  2. Welche Ziele sind – auf der Basis grundlegender Werte – notwendig und realistisch?
  3. Welche Lösungen sind bereits erdacht (aber noch nicht umgesetzt), welche Technologien gibt es bereits, um Probleme zu lösen?
  4. Dann gibt es einen Ideen-Blog zum Mit- und Weiterdenken.
  5. Mit dem Abschnitt „Was kann ich selbst tun“ schlagen wir den Bogen vom Faktenwissen zum persönlichen politischen Handeln.

Es gibt bereits ganz ausgezeichnete Themenportale mit jeweils etwas unterschiedlichen Akzenten. Mehr oder weniger politisch, mehr oder weniger technikorientiert, mehr oder weniger wissenschaftlich oder allgemeinverständlich, mehr oder weniger an den Aktivitäten einzelner Gruppen oder übergreifenden Themen orientiert.
Unsere Idee ist es, mit der Zeit ein Meta-Portal zu schaffen, das die aus unserer Sicht besten und knackigsten Informationen über Links zur Verfügung stellt und diese inhaltlich miteinander verknüpft.

  • Besonders wichtig ist uns die einfache Auffindbarkeit von Themen und Informationen – quasi ein pocket guide, der via Handy überall verfügbar ist. Von Situationen beim Einkaufen, wenn ich nach palmölfreien Produkten suche oder nach einem veganen Restaurant bis hin zu der Frage: Wo kann ich mich engagieren? Wie lege ich mein Geld an – falls vorhanden 😉 Wir sehen uns daher in keinster Weise als Konkurrenz zu den anderen Themen Portalen – ganz im Gegenteil: unsere Aufgabe sehen wir darin, die besten Informationen aus allen Portalen möglichst leicht zugänglich zu machen. Die Idee ist: Wenn Du dieses Meta-Portal in der Tasche hast, bekommst Du jederzeit und von überall her Zugang zu allen Informationen, die Du brauchst, um in sozialen und ökologischen Fragen eine zukunftsweisende Orientierung zu finden.
  • Ebenso wichtig ist es uns, die Wechselwirkungen zwischen den Themenfeldern bewusst zu machen. Als Beispiel sei hier die Wechselwirkung zwischen Ungleichheit, die abstiegsgefährdete Bevölkerungsgruppen („Schichten“) hervorbringt und der Haltung dieser Bevölkerungsgruppen zum Thema Klimawandel oder Migration genannt. Wenn wir das Thema Ungleichheit und ungleiche Chancen nicht angehen, dann werden ganze Bevölkerungsgruppen von einer aktiven Beteiligung an zukunftsweisenden Ideen quasi ausgeschlossen. Ein anderes Beispiel: Wenn wir das Leiden der Tiere weiterhin komplett ignorieren und unser Herz für dieses Leiden verschließen, dann wird es schwierig sein, uns wirklich zu öffnen für die drängenden Probleme bei Themen wie Artenschutz oder soziale Gerechtigkeit.

Da jede Auswahl von Informationen subjektiv ist und auf Werten und Interessen beruht, machen wir diese so explizit wie möglich. So kannst Du selbst prüfen, ob der wertmäßige Hintergrund dieses Meta-Portals für Dich in Ordnung ist und Du somit auch der Auswahl an Informationen in einer gewissen Weise vertrauen kannst. Ganz wichtig ist es uns, vollständig unabhängig zu bleiben von Parteien und sonstigen Gruppierungen. Selbstverständlich nehmen wir auch keine Spenden an, sondern arbeiten ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis. Mit dem Portal sind keinerlei wirtschaftliche Interessen verbunden. 

Unlängst wurde ich gefragt: Was habe ich davon, wenn ich mich mit diesen Themen beschäftige? Meine Antwort: Diese Frage ist zwar verständlich – aber es ist die falsche Frage. Es geht nicht mehr darum, was wir selbst davon haben – es geht darum, was unsere Kinder und zukünftige Generationen davon haben, wenn wir endlich handeln – oder nichts tun.

Warum so viele Themen?

Oft wird die Frage gestellt: Warum werden auf dieser Webseite so viele Themen dargestellt? Das erschlägt einen ja geradezu! Wie soll man sich das zurecht finden?

Ja, das ist eine berechtigte und einfühlbare Frage. Und das ist unsere Antwort:

Die Themen dieser Seite tauchen immer wieder wellenartig in den Medien auf: Die „Flüchtlingskrise“ – dann kommt ein Bericht über das Artensterben – dann brennt im Spätsommer der Amazonas-Urwald – und in letzter Zeit der Klimawandel. Und dann fallen die Themen wieder aus dem Bewusstsein.

Dabei haben die großen Probleme, vor denen die Menschheit, die Welt, heute stehen, durchaus gemeinsame systemische Wurzeln:

Eine verschwenderische, nicht nachhaltige Lebensweise
steht in Wechselwirkung mit einem
kapitalistischen Wirtschaftssystem (Ziel = Geldvermehrung),
das sich vielfach auf illegitime Macht- und Einflussstrukturen stützt
und durch das Fehlen gemeinsam getragener ethischer Werte
ermöglicht wird.

Die tatsächlichen Wechselwirkungen des sozial-ökologisch-ökonomischen Systems sind im Detail hoch komplex und schwer durchschaubar. Das ändert aber nichts daran, dass unser Handeln und Nicht-Handeln stets mit dem ganzen System wechselwirkt. D.h. wir werden durch dieses komplexe System beeinflusst (99,99%), aber wir beeinflussen das System auch selbst (0,01%). Als Einzelne haben wir natürlich kaum Einfluss. Aber wenn in einer Gesellschaft ein hohes Maß an Bewusstheit entsteht und viele Menschen (eine „critical mass“ von 20-30%), ihr Handeln neu ausrichten, dann hat das einen gewaltigen Einfluss.

Wenn sich eine Gesellschaft aber nur auf ein Thema konzentriert – gegenwärtig ist das der Klimawandel – dann kann es passieren, dass die Politik mit ein bisschen Symptombekämpfung daher kommt und alle sagen: ok, passt schon. So wie im September 2019 die Bundesregierung: dann schaffen wir halt Ölheizungen ab und machen Verkehr ein bisschen teurer, das war´s dann.

Mit dieser Haltung kommen wir aber nicht wirklich weiter, da die Probleme viel, viel tiefer liegen. Der Klimawandel ist nur die Spitze des Eisbergs. Natürlich hat es im Gesamtsystem einen Einfluss, wenn wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen – wenn wir breit genug denken. Und wenn wir gegen den Klimawandeln umfassend vorgehen, dann berühren wir tatsächlich viele der Themenfelder, um die es hier geht, von der Landwirtschaft über das Tierwohl, bis zur Ungleichheit. Aber Warum das so ist, lässt sich nicht mehr in zwei Sätzen erklären. Daher die vielen Themen.

Zerstörung mit System

Ein erster, einfacher Blick auf den systemischen Zusammenhang zwischen den wichtigen Themen. Die Probleme haben gemeinsame Wurzeln. Deshalb braucht es Lösungen, die an den Wurzeln ansetzen, d.h.: radikal sind. Die Grafik wird gleich im nachstehenden Video erklärt.

Zusammenhang von Kapitalismus, Verschwendungskonsum und Klimawandel
The Big Picture – Skizze 2

Verschwendungskonsum bedeutet hier:

  • Ersatzbefriedigung für andere Bedürfnisse ( Bsp.: Bedürfnis nach Anerkennung und Respekt – SUV)
  • Der Aufwand geht weit über das hinaus, was zur Befriedigung des primären Bedürfnisses erforderlich ist ( Bsp.: Mobilität – 2 Tonnen bewegen, um eine Person zu transportieren)
  • Fehlende Berücksichtigung der ökologischen und sozialen Kosten bei der Herstellung von Produkten und Dienstleistungen (Bsp.: Baumwoll-Anbau, Abbau seltener Erden, Palmöl, Überfischung)
  • Schlechte Wiederverwendbarkeit oder schlechtes Recycling oder Wegwerfprodukte (Bsp.: Kapsel-Kaffee)
  • Geringe Nutzungsdauer oder geringer Nutzungsintensität der Güter ( Bsp.: 20 Paar Schuhe, die einmal im Monat getragen werden; geplante Obsolenz durch fest verbaute Handy-Akkus)
  • Es werden unwiederbringliche Ressourcen verschwenderisch verbraucht (Bsp.: Erdöl)

Um aktiv zu werden, brauchen wir ein klares Verständnis der Zusammenhänge die Erkenntis, dass wir schon heute alle Möglichkeiten haben, eine neue Richtung einzuschlagen und dass uns dies nicht in die Steinzeit führt, sondern in eine wesentlich freiere und glücklichere Lebensweise.

Im Alter von 17 Jahren fiel mir zum ersten Mal auf, dass an unserem Umgang mit Ressourcen irgendetwas nicht stimmt. Mir wurde damals klar, dass Erdöl eine endliche Ressource ist. Und ich sah, dass wir mit dieser Ressource extrem verschwenderisch umgehen. Wir fahren damit spazieren, als ob es unendlich viel Erdöl gäbe und niemand, der nach uns kommt, Erdöl benötigen würde. Ob das Erdöl bei diesem verschwenderischen Verbrauch nun 100 oder 200 Jahre reicht – es würde innerhalb weniger Generationen zur Neige gehen. Dabei kann man aus Erdöl so viele nützliche Dinge herstellen. Und als junger Mensch konnte ich nicht verstehen, wieso wir zukünftigen Generationen einfach etwas wegnehmen. Und dann erfuhr ich schon Anfang der achtziger Jahre von der Erderwärmung durch CO2-Emissionen. Unser alter Mathelehrer Herr Vogel hat uns das damals erzählt und ich sehe noch heute, wir er da sitzt und das ganz ruhig und besonnen erklärt hat.

Diese Erkenntnisse waren für mich so einschneidend, dass ich mein Moped, was damals mein ganzer Stolz war, verkaufte und – anders als meine Altersgenossen – später auch keinen Führerschein machte. Ich ging einfach davon aus, dass man über kurz oder lang mit dem Unfug aufhören würde. Nun war das aber keineswegs der Fall und so habe ich schließlich mit 30 ebenfalls den Führerschein gemacht, weil ich ihn für einen attraktiven Job als Unternehmensberater benötigte.

Und irgendwann tat ich das, was mir als Jugendlicher bei den Erwachsenen so unbegreiflich erschien: ich kümmerte mich nicht mehr um die ökologischen Folgen meines Handelns. Zwischenzeitlich war ich sogar Vielflieger bei der Lufthansa. In meinem Leben hinterlasse ich einen ökologischen Fußabdruck, der von einem Dinosaurier stammen könnte. Ich kann das nicht mehr ungeschehen machen und bedaure es sehr.

Zwei Jahrzehnte lang habe ich vieles ignoriert: das Leiden von Tieren, das Leiden von Menschen, die meine billige Kleidung herstellen, den schon lange erkennbaren Klimawandel und vieles andere.

Aber die leise Stimme der Vernunft und des Gewissens wurde lauter, als sich in den letzten Jahren miterlebte, wie sich viele Menschen ernsthaft aufmachen und sich bemühen, eine neue Lebensweise zu finden, um die ökologische Katastrophe zu stoppen, auf die wir zu steuern. Das hat mich sehr bewegt und dazu geführt, dass auch ich mein Verhalten schrittweise änderte. Ferienflüge sind inzwischen passé, auch beruflich fahre ich mittlerweile ausschließlich mit der Bahn, meine Ernährung wird immer pflanzlicher und bevor ich etwas kaufe, überlege ich, ob ich es wirklich brauche. Je mehr ich mein Handeln mehr mit dem in Einklang bringe, was sich als richtig erkannt habe, desto wohler fühle ich mich. Dauernd verdrängen ist nämlich eine anstrengende Sache. Und es macht mir große Freude, zu sehen, wie viele Menschen inzwischen aufbrechen, um zu einer neuen, nachhaltigeren und faireren Lebensweise zu finden.

Aber wo eine Bewegung ist, ist auch eine Gegenbewegung. Ich bekomme zahllose Diskussionen mit, in denen Leute mit den absurdesten Argumenten begründen, warum wir so weitermachen müssten, wir bisher. Oft erinnert mich das an Diskussionen aus den achtziger Jahren, als uns die Autoindustrie weismachen wollte, eine Katalysatorpflicht werde das Ende der deutschen Autoindustrie, die übrigens zu dieser Zeit schon lange Katalysator Autos in die USA verkaufte.

Als Psychologe kann ich gar nicht anders, als zu sehen, dass der Verstand derzeit missbraucht wird, um Strategien des „weiter so“ zu rechtfertigen, die ihren Grund letzten Endes in Angst und Gier haben. Offensichtliche Fakten und Tatsachen werden geleugnet, selbst von intelligenten und gebildeten Leuten.

Maja Göpel hat es treffend auf den Punkt gebracht: Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe. Und genau das ist die Frage: Was wollen wir wirklich?

Dass im Zuge dessen eine Partei immer mehr Stimmen bekommt, die den Klimawandel leugnet, gleichzeitig nationalistische Ideen verbreitet und Menschen aus anderen Kulturen abwertet, finde ich mehr als beunruhigend.

Natürlich ging ich dann in die Diskussion. Und was passiert in Diskussionen über Themen wie Klimawandel oder Migration? Es werden Fakten behauptet. Es werden irgendwelche Behauptungen präsentiert. So eine Behauptung kann zum Beispiel sein: ein Wissenschaftler hat festgestellt, dass die Gletscher gar nicht abnehmen. Oder: es ist gar nicht bewiesen, dass das CO2 eine Erderwärmung verursacht. Oder: In Syrien gibt es genug befriedete Gegenden, die Leute könnten gefahrlos auch in Syrien bleiben. Aber wenn man nicht selbst Wissenschaftler ist, kann man solche Behauptungen auf die Schnelle weder überprüfen, noch widerlegen. Es ist ein ziemlich großer Aufwand, solche Fakten-Behauptungen zu recherchieren.  

Diese Diskussionen waren der Beginn meiner Webseite www.jetzt-handeln.com. Ich dachte mir: ich möchte doch mal sehen, ob es nicht klare Fakten gibt, auf die man sich einigen kann und die man als Grundlage für jede vernünftige Diskussion ansehen kann.

Bei meiner Recherche stellte ich fest, dass es eine Fülle von Webseiten gibt, die die Faktenlage ganz klar und auf jedem beliebig tiefen wissenschaftlichen Niveau darstellen. Und viele dieser Webseiten haben mich weitergeführt und mir gezeigt, wie viele engagierte Personen und Gruppierungen es gibt, die eine Fülle von kreativen Wegen zur Überwindung unserer Misere entwickeln und erproben.

Aber ich fand auch, dass es mindestens ebenso viele Seiten gibt, die Fakes und Lügen ohne Ende verbreiten.

Und dann begann ich, die weiterführenden Links zu sammeln. Mein kleines Web-Projekt wurde immer komplexer und immer vernetzter. Heute findest Du hier viele gute und weiterführende Links zu vielfältigen Themen, aber das Wesentliche an diesem Projekt ist die Zusammenschau der Themen.

Je tiefer ich in die Materie Einstieg, desto mehr wurde mir nämlich klar, dass ganz verschiedene Probleme, die einerseits extrem wichtig und andererseits auch höchst drängend sind, miteinander in Zusammenhang stehen, weil sie gemeinsame Ursachen haben.

Was also sind diese Probleme und was sind deren Ursachen?

Im Zentrum steht zunächst einmal unser Konsumverhalten. Und wenn man unser Konsumverhalten betrachtet fallen einige Dinge auf:

  • Mit massivem Werbeaufwand wird dafür gesorgt, dass Konsumshandlungen zu Ersatzbefriedigung für andere Bedürfnisse werden. Statt mich um echte Anerkennung zu bemühen, kaufe ich mir etwa einen SUV.
  • Dabei geht der Konsumsaufwand weit über das hinaus, was zur Befriedigung unserer eigentlichen primären Bedürfnisse eigentlich erforderlich wäre. So bewegen wir zum Beispiel 2 t Auto, um eine Person zu transportieren.
  • Außerdem werden beim Konsum die ökologischen und sozialen Kosten für die Herstellung von Produkten überhaupt nicht berücksichtigt. Die Vernichtung von Urwäldern, die Ausbeutung von Arbeitern, die Klimafolgen – all das geht überhaupt nicht in die Kosten unseres Konsums ein.
  • Außerdem haben die Produkte eine Schlechte Wiederverwendbarkeit, sie können schlecht recycelt werden oder sie sind schlicht Wegwerfprodukte. Die Batterien von Handys und elektrischen Zahnbürsten können nicht ausgetauscht werden, geplante Obsolenz wird toleriert und Nestlé will uns allen ernstes erzählen, Kaffeekapseln aus Alu sein ein ökologisches Produkt.
  • Die Nutzungsdauer oder Nutzungsintensität von Gütern ist sehr gering. Wofür benötigt man 20 Paar Schuhe?
  • Und es werden unwiederbringliche Ressourcen verschwenderisch verbraucht.
  • Vor allem der Verkehr ist ebenso ineffizient, wie ökologisch katastrophal. Wenn wir unsere Städte und Landschaften betrachten, erkennen wir dass sich unsere gesamte Lebensweise der automobilen individuellen Mobilität untergeordnet hat. Die Automobilität nimmt uns buchstäblich den Lebensraum.

Diese Aufzählung ist keineswegs vollständig, aber sie zeigt, dass der Begriff Verschwendungskonsum durchaus zutrifft.

Aber warum in aller Welt machen wir das überhaupt? Für unsere eigentlichen Bedürfnisse brauchen wir diese Form des Konsums nicht. Im Gegenteil diese Art zu konsumieren lenkt uns eigentlich davon ab, unsere eigentlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Zu unseren grundlegenden, tiefen Bedürfnissen gehören unter anderem die Bedürfnisse nach Sinn, Zugehörigkeit und Bindung. Anerkennung und auch Sexualität sind dabei wichtige Aspekte. Es ist der Wunsch gesehen zu werden, sozial bedeutsam zu sein, etwas gut zu können. Menschen zeigen ihren sozialen Status und ihre Attraktivität als potentielle Partner durch Konsumhandlungen an. Das ist nichts anderes als Imponier- und Balzverhalten 4.0. Diese Konsumhandlungen werden quasi zur Identitätsstütze, ich bin, was ich habe und kaufe. Denn wenn ich nicht mehr durch Konsum zeigen kann, wie toll ich bin, ja wer bin ich denn dann eigentlich noch?

Werbung und Medienkultur sorgen dafür, dass Konsum mehr und mehr diesen identitätsbildenden Charakter hat. Wer beim Konsum nicht mithalten kann, gehört irgendwie nicht richtig dazu. Und das macht es so schwer, sich von dem Konsum zu verabschieden.

Das Ausmaß an Werbung, mit dem wir heute konfrontiert sind, ist eine Art Massenmanipulation. Unsere Vorlieben werden in sozialen Medien ausgeforscht, um uns ständig die Dinge vor die Nase zu halten, auf die wir am leichtesten anspringen.

Und dieser Verschwendungskonsum hat dramatische Folgen. Die industrielle Massenproduktion und der Massenverkehr auf Basis fossiler Brennstoffe hat zum Klimawandel geführt und wird in eine Klimakatastrophe führen, wenn wir nicht bald die Kurve kriegen. Um es wenigstens einmal ganz deutlich zu sagen: der Klimawandel ist eine Tatsache, die sicher belegt ist. Die Erde ist keine Scheibe und die Erde dreht sich um die Sonne und nicht umgekehrt und ebenso ist der Klimawandel eine schlichte Tatsache. Es ist gesichertes Wissen, dass eine Fortsetzung der Klimagasemissionen zum erreichen von Kipppunkten führen wird, die in eine nicht mehr aufhaltbare Klimakatastrophe münden. Das ist sicher. Unsicherheiten bestehen allenfalls im Hinblick auf den Zeitraum, in dem dies alles erfolgt.

Sicher ist auch, dass wir bei der Ressourcenausbeutung an einer Grenze angekommen sind. Wichtige Rohstoffe werden bereits heute knapp und der Kampf um Wasser wird immer drastischere Ausmaße annehmen. Ob Gold oder Coltan oder Baumwolle oder Leder oder Kakao – überall wird ausgebeutet.

Unser Fleisch und Milchkonsum funktioniert in diesem Ausmaß nur mit Massentierhaltung und Massentierquälerei. Massentierhaltung benötigt eine industrialisierte Landwirtschaft, die eine der wesentlichen Ursachen für das gigantische Artensterben ist, dass wir gegenwärtig beobachten. Wir erleben ein Artensterben in einem Ausmaß, wie es zuletzt vor hunderttausenden von Jahren der Fall war. Wir vernichten die letzten existierenden Urwälder, um Soja für Tierfutter und Palmöl zu produzieren. Mit diesen Urwäldern verliert der Planet einen großen Teil seiner Biodiversität, ein Verlust, der nur in hunderttausenden von Jahren wieder kompensiert werden wird.

Und natürlich erzählen uns die einschlägigen Konzerne, dass die Landwirtschaft noch extensiver, noch Düngemittel-, Pestizid- und Genmanipulationsabhängiger werden muss, wenn wir alle Menschen ernähren wollen. Das ist zwar Unfug, aber dieses Narrativ wird von mächtigen Lobbys und den besten PR-Agenturen vorangetrieben. Nein, was wir brauchen ist ein Ende der Massentierhaltung, eine überwiegend vegane Ernährungsweise und eine diverse, intensive Landwirtschaft mit innovativen ökologischen Methoden. Und natürlich eine Re-Regionalisierung der Ernährungsgewohnheiten. Keine Erdbeeren zu Weihnachten.

Die Meere vermüllen. Auf jetzt-handeln findet ihr Karten, die die aktuelle Verschmutzung detailliert darstellen. Die Fischbestände werden ausgebeutet, bis es nicht mehr geht – nach mir die Sintflut.

Verschwendungskonsum ist auch nur dann möglich, wenn auch soziale Ausbeutung in Kauf genommen wird. Um es einmal ganz deutlich zu sagen: Wir nehmen in Kauf, dass Menschen in beschissenen Lebensverhältnissen und extrem schlechten Arbeitsbedingungen existieren müssen, damit wir möglichst billig konsumieren können.

Und weil wir das alles ja bereits wissen, müssen wir permanent die Folgen unseres Handelns verdrängen. Wer das Leiden des Tieres vor Augen hat, kann sein Schnitzel nicht mehr genießen. Wer weiß, dass der Urlaubsflug in die Karibik und der Wochenendtrip nach Malle die Zukunft unserer Kinder und Enkel gefährdet, der kann diesen Urlaub nicht mehr genießen. Wer weiß, dass das Leder an den Schuhen, die er trägt unter unsäglichen Arbeitsbedingungen hergestellt wurde, der kann diese Schuhe nicht mehr stolz tragen.

Und es macht etwas mit uns, wenn wir jedes Mitgefühl und jede Verantwortlichkeit permanent verdrängen. Wir müssen uns verschließen, wir müssen uns innerlich eng machen.

Wenn wir uns aber wieder öffnen für die Verbundenheit mit allem Leben auf dieser Erde, dann geschieht etwas mit uns. Die tiefe Verbundenheit mit allem gehört zu unserer Natur. Es geht darum, diese Verbundenheit wieder zu entdecken und zu spüren. Es geht darum, achtsamer zu leben und so das Leben ganz zu genießen. Das hat überhaupt nichts mit Askese zu tun, es ist vielmehr die Entdeckung des Reichtums des Lebens selbst. Wir arbeiten wie die verrückten, um möglichst viel konsumieren zu können, bis zu einem Punkt, wo überhaupt keine Zeit mehr haben, irgendetwas wirklich zu genießen. Wir können aus dem Wahnsinn aussteigen, aber dazu müssen wir uns erst einmal selbst wiederfinden. Wir müssen wieder in Kontakt kommen mit der Natur, mit unseren eigenen echten Bedürfnissen. Und wir müssen unsere Vorstellung von Identität erweitern. Unsere tiefere Identität als Menschen finden. Eine Identität, die darauf beruht, dass man sich besser fühlt, weil man mehr hat, als andere, ist eine Scheinidentität. Um einen ökologischen und fairen Lebensstil zu entwickeln, müssen wir unseren individualistischen Egoismus durch das Erleben der Verbundenheit relativieren.

 

Wenn uns also Verschwendungskonsum nicht glücklich macht und zugleich verheerende Folgen für unseren ganzen Planeten und die Menschheit hat, warum machen wir das dann? Wer hätte eigentlich etwas davon, dass alles so bleibt und weitergeht, auch wenn das gar nicht möglich ist.

Da sind wir bei dem eigentlichen Treiber des ganzen Wahnsinns. Dieser Treiber ist keine Person, sondern ein System. Es ist der grenzenlose, unkontrollierte, globale Kapitalismus. Seit 30 Jahren breitet sich dieser Kapitalismus ungehindert über den gesamten Planeten aus. Sein Kennzeichen ist, dass Geld in erster Linie dazu da ist, um mehr Geld daraus zu machen. Ob dadurch ein Nutzen oder Schaden für die Allgemeinheit entsteht, ist völlig uninteressant. Was alleine zählt, ist, ob durch das wirtschaftliche Handeln Geld vermehrt werden kann.

Es gibt keine Grenze für die Bereicherung. Aus systemimmanenten Gründen führt dies dazu, dass es extrem Reiche und extrem Arme gibt. Eine sehr kleine Schicht von Menschen besitzt den größten Teil des Vermögens auf dem gesamten Planeten und ein sehr großer Teil der Menschheit besitzt nichts oder nur sehr wenig. Und das hat bitte nichts damit zu tun, dass die Reichen mehr leisten würden. Zumindest nicht, wenn Leistung auf den Nutzen für das Gemeinwohl bezogen wird.

Es bilden sich Oligopole oder gar Monopole. Lebensgrundlagen, die allen gehören, wie Wasser und Boden werden privatisiert und ausgebeutet. Bodenschätze werden gnadenlos ausgeschöpft. Menschen werden in unsäglicher Weise ausgebeutet. Das alles ist möglich, weil es global gesehen in vielen Ländern überhaupt keine wirksamen Gesetze gibt, um diesen Auswüchsen Einhalt zu gebieten. Und in diese Länder weichen die Konzerne mit ihrer Produktion aus. Ökologische und soziale Kosten werden in keinster Weise berücksichtigt, das ist der grundlegende Systemfehler. Kapitalismus verhält sich wie Krebs im Organismus: Krebszellen erkennen keine Organgrenzen, sondern wuchern überall hinein. Sie infiltrieren den gesamten Organismus und zehren in durch ihr rasantes, ungezügeltes Wachstum aus. Für mich ist das die beste Analogie zum Phänomen des globalisierten Kapitalismus.

Dennoch konnten trotz dieser Phase des globalisierten Kapitalismus auch große Teile der Menschheit Bevölkerung aus der bittersten Armut herausgeführt werden. Das bedeutet noch nicht unbedingt, dass sie ein besonders gutes Leben hätten, aber zum Beispiel in China gibt es doch einen relevanten Teil der Bevölkerung, der heute deutlich mehr Wohlstand hat, als vor einigen Jahrzehnten. Das hält das ganze natürlich am Laufen, weil man sagt: Seht doch, was der Kapitalismus Tolles geleistet hat. Dieses Argument verkennt aber, dass es andere Wirtschaftskonzepte gibt, die mindestens ebenso oder sogar wesentlich besser geeignet wären, die Menschen aus der Armut herauszuführen. Der Kapitalismus hat die Menschen nur so weit aus der Armut kommen lassen, wie es der Produktivität dient und für Absatzmärkte sorgt.

Aus der Auseinandersetzung zwischen Pseudo-Kommunismus und Kapitalismus ging der Kapitalismus als Sieger hervor. Eine Alternative stand nie zur Diskussion und war angesichts der bestehenden Machtverhältnisse noch nicht einmal diskutierbar.

Die Angst ist groß, dass ein Ausstieg aus dem ungezügelten Kapitalismus einen Zusammenbruch des Wirtschaftens an sich bedeuten würde und dass in der Folge Mangel und Not entstehen würden. Diese Annahme ist aber nicht richtig, auch wenn viele Wirtschaftswissenschaftler so tun, als sein Kapitalismus eine Art Naturgesetz. Das ist Unfug. Es gibt ganz ausgezeichnete Alternativen zum globalen Kapitalismus. Auf unsere Webseite ist zum Beispiel ausführlich die Gemeinwohlökonomie beschrieben, die einen klaren und realistischen Weg aufzeigt, wie ein Wirtschaftsleben aussehen würde, dass den Nutzen und das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt.

Wovon wir uns aber ganz sicher verabschieden müssen, ist die Ideologie des immerwährenden Wachstums. Jedem, der einen Taschenrechner bedienen kann müsste eigentlich klar sein, dass unbegrenztes Wachstum aufgrund von Zinseszinseffekten gar nicht möglich ist. Die Ressourcen des Planeten sind eindeutig begrenzt und lassen weiteres Wachstum nicht zu. Das gilt übrigens auch für die Idee eines grünen Wachstums. Das einzige was wachsen kann, ist die Qualität von Produkten und Dienstleistungen, aber in der Menge können wir nicht immer weiterwachsen. Die Postwachstums-Ökonomie zeigt Wege des Wirtschaftens jenseits der Wachstumsideologie auf.

Aber die Angst vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch macht die Politik empfänglich für die Einflussnahme wirtschaftlicher Eliten auf politische Entscheidungen. Sie tun dies direkt im Sinne des Lobbyismus, aber auch indirekt, indem sie zum Beispiel drohen, in ein anderes Land zu gehen, wenn ein Staat versucht, das wirtschaftliche Handeln zu regulieren.

Oft und gerne wird auch die Angst vor Arbeitslosigkeit ins Feld geführt. Die Kohlearbeiter der Lausitz müssen dafür immer wieder herhalten. Aber die gleichen Leute, die davor warnen, dass Kohlearbeiter arbeitslos werden könnten, haben offenbar kein Problem damit, dass im Bereich der erneuerbaren Energien zahllose Arbeitsplätze verloren gegangen sind, weil man sie politisch nicht unterstützt hat. Sie haben kein Problem damit, dass im Zuge der Digitalisierung und Automatisierung große Teile der arbeitenden Bevölkerung nicht mehr für das gebraucht werden, was sie heute tun. Ganz ehrlich, mich machen diese Scheinargumentationen inzwischen richtig wütend.

Mit Amazon und Google haben wir zwei prominente Beispiele für Monopolbildungen. Google ist hier ein extremes Beispiel. Die beherrschende Suchmaschine des Planeten ist eine Werbemaschine. Zeigt jetzt bei jeder Suche eine Nachrichtenauswahl an. Unterwirft die Webseiten-Betreiber eigenen SEO-Kriterien. Daneben hat der größte Suchmaschinen-Betreiber auch die weltweit dominierende Videoplattform, das Betriebssystem Android auf 70% aller Smartphones, den größten Kartendienst, der ebenfalls eine Werbemaschine ist usw. Und das Motto „don´t do evil“ wurde gestrichen. Was man mit solcher Macht tun kann, sehen wir in China, wo soeben ein Sozialkreditsystem eingeführt wird, gegen das sich big brother wie ein Schuljunge ausnimmt.

Die globalen Internet-Player respektieren nicht einmal ein Staatengebilde wie die europäische Union, sondern setzen sich über Vorgaben hinweg und zahlen etwaige Strafgebühren aus der Portokasse. Demokratische Prozesse erscheinen zunehmend irrelevant. Die Macht ist längst woanders. Politiker erklären ganz offen ihre Hilflosigkeit gegenüber Wirtschaftsmächten.

Wir sehen, dass nicht einmal die banalsten und einfachsten Maßnahmen gegen Vermüllung, CO2-Emissionen und Verschwendung unternommen werden.

  • Wieso ist geplante Obsolenz noch nicht verboten?
  • Wieso finde ich am Nürnberger Hauptbahnhof keine einzige Stelle, wo ich Getränke in Mehrwegflaschen kaufen kann? Wieso hat man dem Einweg-Wahnsinn nicht schon lange ein Ende gesetzt? Nicht nur bei Getränken, sondern auch bei vielen konservierten Produkten? Kleine Nebenbemerkung: Mit den Mehrweg-Joghurtgläsern hätten wir für viele Dinge schon eine geeignete Form.
  • Wieso sind innerdeutsche Flüge nicht bereits verboten?
  • Wieso haben wir in den Städten nicht schon lange ein leistungsfähiges Netz von Oberleitungsbussen mit Akkus und Vorrang für den Radverkehr?
  • Warum ist der Deutschland-Takt im Bahnverkehr nicht umgesetzt?
  • Wieso schafft es die Regierung nicht, das zu tun, was alle Experten empfehlen: Eine hohe CO2-Abgabe einführen, die den gesamten Produktionszyklus umfasst und das eingenommene Geld 1:1 direkt an die Bürgerinnen und Bürger zurückzugeben. Damit wäre der Kampf gegen den Klimawandel in diesem Land nicht nur sozial abgefedert, sondern hätte sogar einen erwünschten Umverteilungseffekt von Reich nach Arm.

Ob man dieser Aufzählung nun im Einzelnen zustimmt oder nicht: Wenn man hätte handeln wollen, wäre es heute bereits sichtbar. Aber es ist entweder nichts passiert oder es wurde schlecht gemacht, wie das EEG-Gesetz. Derzeit sieht es auch nicht so aus, als käme von politischer Seite wirklich etwas in Bewegung. Das Klimapaket der Bundesregierung ist ein Dokument des Versagens und der Verantwortungslosigkeit gegenüber allen zukünftigen Generationen.

Alle europäischen Regierungen bleiben hinter den Anforderungen zurück und Deutschland ist alles andere als ein Vorreiter. Die Regierung der Bundesrepublik hat hier vollständig versagt.

 

Deshalb reicht es nicht mehr aus, wenn wir nur unser persönliches Handeln neu orientieren.

Wir müssen massiven Druck auf unsere gewählten politischen Vertreter*innen und die politischen Institutionen machen, wenn wir eine ökologische und an Gerechtigkeit orientierte Kehrtwende des Wirtschaftens erreichen wollen.

Denn wir dürfen uns nichts vormachen: selbst wenn heute der CEO eines Unternehmens sagt, ich will so nicht weitermachen ich will ökologischer produzieren, ich will mehr auf soziale Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Dann sagen in die Shareholder: Pass mal auf unsere Quartalszahlen stimmen nicht und wenn das so bleibt bist Du weg. Und dann ist der weg. Es geht nicht mehr mit einer Politik freiwillige Selbstverpflichtungen und all dem Unfug. Wir brauchen klare Regeln und Grenzen und Systeme, die im Sinne von Ökologie und sozialer Gerechtigkeit steuern. Der ungezügelte Kapitalismus kann das nicht.

Um wirksam zu werden, brauchen wir Gruppen, die politisch aktiv werden. Fridays for Future haben uns vorgemacht, dass man sehr wohl etwas bewegen kann. Es gibt viele andere Gruppen, denen Du Dich anschließen kannst. Ich zum Beispiel bin Mitglied bei der Gemeinwohlökonomie geworden.

Selbst wenn eine grüne Partei regieren würde, bräuchte sie den ständigen Druck aus der Bevölkerung, um eine anspruchsvolle ökologische Politik durchsetzen zu können. Es geht also darum, politisch aktiv zu werden. Aber das richtet sich nicht gegen irgendjemand sondern es zielt auf den Erhalt unserer Lebensgrundlagen.

Und damit das eine Kraft bekommt, ist es notwendig, auch ein Stück weit bei sich selbst anzufangen. Dieses bei sich selbst anfangen ersetzt das politische Handeln nicht, sondern gibt uns die innere Glaubwürdigkeit, die wir brauchen, um auch nach außen gehen zu können.

Wenn Du auf ein Schnitzel in der Woche verzichtest und Deinen Müll trennst und im Urlaub mal nicht nach Thailand, sondern nur bis nach Ägypten fliegst, reicht das vermutlich nicht. Wir sollten jetzt nicht anfangen, mit Symbolhandlungen schlechtes Gewissen zu übertünchen. Der Klimawandel lässt sich von Ablasshandel nicht beeindrucken.

Damit wir wirklich in den Genuss eines neuen Lebensstils kommen müssen wir tiefer ansetzen und Verhaltensweisen, die einfach nicht mehr gehen, unterlassen. Dazu gehört massiver Fleischkonsum, dazu gehören Urlaubsflüge und dicke Autos, dazu gehört der Kauf von Produkten, die wir gar nicht wirklich brauchen. Aber wir dürfen natürlich auch nicht neurotisch werden und uns und unsere Umgebung auf Schritt und Tritt auf klimatische Korrektheit prüfen.

Es geht nicht so sehr um permanente Konsequenz, als um ein beharrliches Verfolgen des Ziels. Und das Ziel ist ein neuer Lebensstil. Dieser neue Lebensstil soll und darf genussvoll sein. Lasst uns das Leben und die Freude hinter dem Konsum wieder neu entdecken. Das Leben ist hier und jetzt. Wenn wir wieder lernen, den Augenblick achtsam zu erleben, haben wir die wichtigste Voraussetzung für einen neuen Lebensstil schon erreicht.

Für wen ist dieses Web-Portal gemacht?

Unlängst wurde ich gefragt: Was habe ich davon, wenn ich mich mit diesen Themen beschäftige? Meine Antwort: Diese Frage ist zwar verständlich – aber es ist die falsche Frage. Es geht nicht mehr darum, was wir selbst davon haben – es geht darum, was unsere Kinder und zukünftige Generationen davon haben, wenn wir endlich handeln – oder nichts tun. ABER:

Wenn Du als Leserin oder Leser derzeit von einem ganz anderen Standpunkt ausgehst und ganz andere Positionen vertrittst, als diejenigen die hier in diesem Portal im Fokus sind, dann werden wir Dich vermutlich kaum von etwas anderem überzeugen können. Mit dem Überzeugen ist es eine schwierige Sache. Es geschieht eher von innen heraus und irgendwann ändert sich etwas und ich kann spüren, dass ich an meiner bisherigen Haltung nicht mehr festhalten kann. Ich habe selber so eine Erfahrung gemacht, als ich etwa 17 war. Mein Vater war damals CSU-Mitglied und ich unterwegs mit der CSU Plakette am T-Shirt , weil für mich natürlich klar war: Papa wird schon recht haben, und ich wollte mich auch ein Stück weit mit meinem Vater identifizieren. Und dann habe ich eine Talkshow gesehen, in der Hausbesetzer gesprochen haben und habe gemerkt , dass ich die viel cooler fand, als die Politiker auf den anderen Stühlen. Dass es mich eigentlich viel mehr dazu hinzieht, progressive und alternative Optionen zu vertreten und in meinem Leben auszuprobieren. All die Informationen, die gegen die CSU-Welt meines Vaters sprachen (und die ich ja schon kannte), wurden auf einmal relevant und ich konnte diese Informationen in meine neue Weltsicht integrieren: Die Umweltproblematik, soziale Themen, spirituelle Fragen. Aber hätte jemand versucht, mich von außen zu überreden oder zu überzeugen, dann hätte ich angefangen, die Position meines Vaters zu verteidigen. Ich fürchte, diese Gefahr besteht immer, auch bei diesem Web-Portal. Übrigens: mein Vater, dem früher ein „gescheiter Schweinsbraten“ das Liebste war, ist inzwischen Vegetarier (fast-Veganer) und setzt sich engagiert für Tiere ein, die leiden müssen.

Auch wenn du heute vielleicht AFD wählst, dann ist das Ausdruck dafür, dass wichtige Bedürfnisse für Dich nicht erfüllt sind. Ich könnte mir vorstellen, dass Du Dich ungerecht behandelt fühlst, dass Du Dich nicht anerkannt fühlst, dass Du einfach wütend bist, weil keiner sich mit den Themen auseinandersetzt, die für Dich wichtig sind, weil Du Dich nicht ernst genommen fühlst. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es bessere Wege gibt, für die Erfüllung Deiner Bedürfnisse zu sorgen, als die AFD zu wählen. Letzten Endes kannst Du das nur für Dich selbst wissen. Bitte hab den Mut, Dir einzugestehen, was Dich wirklich bewegt, was Deine wirklichen Motive sind. Doch eines gilt immer schon: Du bist ok. Mitsamt Deinen Bedürfnissen. Und Deine Bedürfnisse sind okay – wir haben im Wesentlichen nämlich alle die gleichen Bedürfnisse (z.B. nach Anerkennung, Bindung und Zugehörigkeit, sexueller Erfüllung, Sicherheit, Selbstwirksamkeit, Sinn, Bedeutsamkeit) – ob reich, ob arm, egal welcher Herkunft. Aber die Strategien, wie wir versuchen, unsere Bedürfnisse zu befriedigen, die können extrem unterschiedlich sein. Und da fangen dann die Konflikte an…

Dennoch müssen wir uns natürlich fragen: Wer ist eigentlich Unsere Zielgruppe? Wer kann mit diesem Web-Projekt etwas anfangen? Gehörst Du dazu?

Zunächst richtet sich das Web-Portal an alle, die sich für den Erhalt der Lebensgrundlagen und eine faire Verteilung der Ressourcen dieses Planeten interessieren und angesichts der Entwicklung ernsthaft besorgt sind. Manchen geht es vielleicht wie dem Initiator des Web-Projekts: Sich in der Vielfalt der Themen und Informationsangebote zurechtfinden, ist ziemlich aufwändig. Viele suchen nach Wegen, um ihr Verhalten neu auszurichten und nach für sie passenden Möglichkeiten, um sich zu engagieren. Das braucht Zeit und Überblick. Hier kann das Portal eine Hilfestellung geben.

Dabei ist das, was hier veröffentlicht wird, in vieler Hinsicht eine Provokation – auch für Menschen, die sich bereits um Nachhaltigkeit bemühen. Je tiefer man einsteigt, desto mehr erkennt man, wie viel Luft nach oben ist… Diese Provokations-Hürde muss man erst mal nehmen, um sich weiter mit den Themen zu befassen und wirklich aktiv zu werden.

Was ist mit denen, die sich durch das Leben an sich und „die Politik“ im Besonderen übergangen fühlen – und potentielle AfD-Wähler geworden sind? Menschen, die ihren Ärger über das ständige „Gefühl, in dieser Gesellschaft unten zu sein“ und den Eindruck, dass reichere und etabliertere Leute sie nicht wahrnehmen und auf sie herabsehen, irgendwie fassen und kanalisieren müssen. Diese Menschen suchen (wie wir auch!) nach Informationen, die ihre Überzeugungen stützen – und werden schon deshalb die hier veröffentlichten Texte mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zur Kenntnis nehmen.

Es gibt dennoch einen Grund, warum auch ein*e potentielle*r AfD-Wähler*in erreichbar sein kann: Wir alle wollen in irgendeiner Weise bedeutsam sein. Und das sind wir. Wir leben in einer Zeit, in der die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Und jede*r hat tatsächlich die Möglichkeit, sich daran aktiv zu beteiligen. Das vermittelt Sinn, Struktur und Bedeutsamkeit. Warum also eine Partei der hoffnungslosen Verwirrung wählen? Dieser Schuss geht nach hinten los – und das ahnen viele. An diesem Punkt ist Dialog möglich.

Ein Problem ist dabei die Sprache. Unsere Sprache ist leider schichtspezifisch. Meine Sprache wird für die einen hochgestochen und arrogant klingen (Stichwort: „eingebildetes Arschloch“), für die anderen immer noch zu undifferenziert (na, so kann man das doch nicht sagen…).

Ganz schwierig ist eine dritte Gruppe zu erreichen: die große Masse der Indifferenten. „Da kann man eh nichts machen, mein Einfluss ist minimal (Schuld ist eigentlich die Überbevölkerung und vor alle die Chinesen), Hauptsache mir geht es gut, ich kann in den Urlaub fahren (Thailand im Winter ist geil) und mein Steak essen (schmeckt mir halt, Fleisch ist ein Stück Lebenskraft) und außerdem will ich mich weder mit Katastrophenszenarien (stimmt eh nicht) noch mit irgendwelchen unrealistischen Utopien (geht sowieso nicht) beschäftigen.“ Ich glaube nicht, dass man hier mit ein bisschen nudging und mundgerecht zugeschnittenen Informations- und Apell-Portiönchen weiterkommt.

Wir haben eine Situation, wie 1930, als die braune Masse immer gewalt(tätig)er wurde. Die Themen sind andere, aber es ist ganz klar absehbar, dass Mitläufertum zum Mittätertum wird: Beim Klimawandel, beim Artensterben, bei der Zerrüttung der Demokratie durch Monetokratie. Deshalb hilft hier vielleicht die Frage nach dem Sinn: Auf welches Leben möchte ich zurückblicken, wenn ich einmal sterbe? Was soll mein Beitrag für diese Welt und meine Nachkommen gewesen sein? Diese Gruppe von Menschen wird vielleicht nicht die Texte lesen, aber sie muss erreicht werden – von denen, die sich mit den Fakten, Zielen, Wertgrundlagen und Handlungsoptionen intensiv beschäftigen.

Eine weitere Gruppe könnten diejenigen sein, die die Fakten durchaus ernst nehmen, deren Wirklichkeitsmodell aber so auf das gegenwärtig herrschende Paradigma von Wirtschaft und Gesellschaft fixiert ist, dass sie sich echte Alternativen nicht vorstellen können. Sie fürchten, dass dann vor allem ihre ökonomischen Grundlagen zusammenbrechen würden. 

Was sind diese Paradigmen? Hier ein paar Vorschläge, wie das, was da implizit mitgedacht wird, einmal offen benannt werden könnte: „Eigentum ist unantastbar und deshalb muss man zunehmende Ungleichheit als notwendige Folge der Unterschiedlichkeit von Talent und Geschick hinnehmen.“ „Kinder, die in Deutschland geboren werden (am besten von Deutschen) haben einen größeren Anspruch auf Ressourcen und Wohlstand, als Kinder, die in Ghana oder Bangladesh geboren werden.“ „Wenn wir die Autoindustrie einschränken, bricht die deutsche Wirtschaft zusammen und das bedeutet auch für mich den Verlust der Einkommenssicherheit.“ „Man darf den Menschen Luxus (im Sinne des ökologischen Fußabdrucks – dicke Autos, Flüge, großes Haus) nicht verbieten, weil… (was eigentlich)?“ „Wenn ich mich nicht mehr durch Konsum definieren und von anderen abheben kann, schwindet mein Ansehen.“ „Wenn einer nichts leistet, dann darf er auch nichts bekommen.“ usw. usw. Wenn man das alles so formuliert, sieht man natürlich schnell, dass das, was viele für selbstverständliche Grundlagen unserer Gesellschaft halten, letztlich nur Ideologien sind. 

Es sind oft gerade die gebildeten Schichten, die im gegenwärtigen Freihandels – Wirtschaftsliberalismus – FDP / CDU / (SPD) Denken festhängen. Ob jemand mit dieser Fixierung z.B. Artikel über die Extinction Rebellion oder Gemeinwohlökonomie lesen kann, ohne schon von vorneherein zu wissen, dass das ja alles Kommunismus sei … ? Der Zugang zu dieser Gruppe könnte über den Begriff der Verantwortung laufen (die Pflicht steht bei Konservativen ja eher hoch im Kurs). Je deutlicher das Ausmaß der Bedrohungen wird, desto mehr wird klar, dass nachhaltiges Handeln heute die vornehmste konservative Aufgabe sein muss. Schwieriger ist die implizite Idee, Europäer hätten mehr Anspruch auf Wohlstand, als Menschen, die irgendwoanders geboren sind. Die geistig-emotionale Verhärtung gegenüber allen Lebensformen, die wir nicht zu unserer Gruppe zählen, können wir nur durch Mitgefühl überwinden und das lässt sich nur schwer herbei argumentieren.

Das ist zwar nur eine sehr grobe Struktur – aber Du kannst Dich fragen, zu welcher Gruppe Du gehörst oder wie Du selbst „Deine Gruppe“ oder Position beschreiben würdest. 

Vermutlich handelt es sich hier auch gar nicht um verschiedene Gruppen, sondern um Aspekte, die parallel, in wechselnder Intensität, für viele Menschen eine Rolle spielen. Wenn wir erkennen, dass diese Denkformen auch in uns mal mehr, mal weniger vorhanden sind, dann könnte dies schon ein Weg zum Dialog sein.

Dieses WebProjekt ist leider nicht geeignet, Menschen umzustimmen, die bereits eine verfestigte Meinung haben, welche auf ein Festhalten am Bestehenden gerichtet ist und z.B. Klima-Fakten ausklammert. Diese Seite hat weder Marketing-Qualitäten, noch erfüllt sie die z.B. die Bedingungen für eine wirksame Widerlegung von Falschinformationen. Unser WebProjekt ist viel eher a) Ermutigung und Werkzeug für diejenigen, die Information und Unterstützung für ihr persönliches und politisches Handeln suchen und b) eine Orientierungshilfe für alle, die in der gegenwärtigen Situation verunsichert sind.

Schau Dir zu diesem Thema auch folgende Beiträge an: Stephan Lewandowsky: Die Psychologie zum Klimawandel und Warum will ich etwas bestimmtes glauben?

Wir haben mal den Versuch gemacht, für verschiedene „Idealtypen“ mögliche Einstiegswege in die Themen dieser Seite darzustellen – vielleicht spricht Dich ja einer dieser „Typen“ an? (Und wenn Du Dich da gar nicht wiederfindest – beschreibe uns doch mal Deinen Typ und Deinen Einstieg in die Themen)

Hier bekommst Du Deine persönliche Einladung: Spezial-Menüs für jeden Nachhaltigkeits-Typ (klick)

Hier geht es zur detaillierten Sitemap (klick)

Bei unserem Projekt mitmachen

Bei unserem Web-Projekt mitmachen geht ganz einfach: Du findest eine Information (vorzugsweise im Internet verfügbar) und schickst uns den Link per E-Mail. Wenn Du den Inhalt des Links auch noch in 2-3 Sätzen zusammenfasst, ist das sehr willkommen. Wir freuen uns auf Deine Nachricht! Wir sind auch gerne bereit, uns mit Kritik auseinanderzusetzen, wenn sie auf dem Niveau geäußert wird, das wir hier anzubieten versuchen.

Jetzt-handeln.com wird ständig weiterentwickelt. Mehrmals wöchentlich erscheinen neue Beiträge. Auch wenn es unmöglich erscheinen mag, auch nur die wichtigsten Informationen zur Nachhaltigkeit auf einer Webseite zu bündeln, so ist der Weg dorthin doch lohnend. Mit jeder Recherche tun sich neue Perspektiven auf – einerseits was das Ausmaß der Probleme angeht, andererseits die unglaubliche Kreativität und das große Engagement vieler Menschen, die sich für den Erhalt der Lebensgrundlagen und für ein gerechteres Wirtschaftssystem einsetzen.

Die Seite selbst wird noch in vielen Aspekten verbessert werden:

Wir werden zunächst alle wesentlichen Themen anlegen. Dann werden wir alle Quellen noch einmal kritisch prüfen und hier auf möglichst hohe Qualität achten. Es wird mehr Zusammenfassungen zu verlinkten Seiten geben und features zum Öffnen und Schließen einzelner Beiträge.

Es braucht gutes und tiefgehendes Bildmaterial (Quellen sind schon bekannt), die Verlinkung zwischen Themen soll den inneren Zusammenhang aufzeigen und – am wichtigsten – die Übersichtlichkeit muss noch deutlich verbessert werden. Aber da das Projekt auf Dauer angelegt ist, darf es auch noch reifen.

Das Web-Projekt lief ursprünglich unter der URL „was-sollen-wir-tun.de“, wir ziehen derzeit auf die URL „jetzt-handeln“ um, was bisher aber noch nicht reibungslos funktioniert. Daher findest Du in der Browserzeile nach wie vor die alte URL. Außerdem muss die Seite für die verschiedenen Browser „sicher“ gemacht werden. Glücklicherweise gibt es hier Unterstützung von IT-Profis, aber es geht nicht von heute auf morgen.

Dennoch: Unsere Webseite ist jetzt so weit, dass es sich bereits lohnt, sich damit auseinanderzusetzen. Bei den FfF-Demonstrationen am 20. September haben wir mit der Verteilung von 10.000 Mini-Flyern begonnen, um eine weitere Verbreitung des WebProjekts anzustoßen.

Und zur Erholung: Web-Ausblicke über den Tellerrand – eine kleine Link-Sammlung

Schau Dir mal die Videos von Dave Hakkens auf Story Hopper an.

Urknall, Weltall und das Leben mit Josef Gassner und Harald Lesch. Um es mit Katie Melua zu sagen: „We are twelve billion lightyears from the edge. That´s a gues…“