Was kann ich tun, um Migranten zu unterstützen und wie kann ich zum Gelingen von Integration beitragen?
Reset.org: 6 Plattformen, die es einfach machen, Geflüchteten zu helfen. „Du möchtest dich mit geflüchteten Menschen austauschen und ihnen auf die eine oder andere Weise helfen in Deutschland anzukommen? Der Weg dahin erscheint manchmal komplizierter als er ist: Überall in Deutschland gibt es Organisationen und Projekte, die genau dieses Ziel verfolgen. Rest.org hat Plattformen zusammengetragen, die es dir einfach machen, deinen Teil beizutragen.“
Reset.org: Integration durch Jobs – Jobbörsen und Initiativen für Geflüchtete auf einen Blick. Einen passenden Job zu finden stellt oftmals eine Herausforderung dar. Um so schwerer ist es für Menschen, die erst vor kurzem in Deutschland angekommen sind und womöglich kein Deutsch sprechen. Neuerdings gibt es eine Reihe an Jobplattformen, die sich speziell an Geflüchtete richten.

Arbeit und Integration: Was ist aus den Geflüchteten von 2015 geworden?
„Wir schaffen das“, sagte Angela Merkel 2015. Zehn Jahre später hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nachgesehen, wie es den damals Angekommenen auf dem Arbeitsmarkt geht.
- Neun Jahre nach der Ankunft hatten 64 Prozent der 2015 gekommenen Geflüchteten eine Beschäftigung. In der Gesamtbevölkerung sind es 70 Prozent. (IAB-Kurzbericht 17/2025)
- Bei Männern liegt die Quote bei 76 Prozent, bei Frauen nur bei 35 Prozent. Das größte Potenzial liegt also bei geflüchteten Frauen – etwa durch Kinderbetreuung und Sprachkurse. (IAB-Kurzbericht 17/2025)
- Beim Lohn gibt es noch einen großen Rückstand: Vollzeitbeschäftigte Geflüchtete verdienen im Mittel 70 Prozent dessen, was alle Vollzeitbeschäftigten verdienen. (IAB-Kurzbericht 17/2025)
- Wo Geflüchtete wohnen, macht einen Unterschied: Hätte man bei der Verteilung stärker auf den Arbeitsmarkt geachtet, wären noch mehr von ihnen in Arbeit. (IAB-Kurzbericht 17/2025)
Was heißt das für uns? Integration braucht Zeit – aber sie gelingt. Persönliche Kontakte, Hilfe bei Behördengängen und beim Deutschlernen sind Dinge, die jede/r Einzelne beitragen kann.
Wem Du helfen kannst: gewaltfreie Organisationen
Wer Geflüchteten helfen möchte, kann Zeit oder Geld geben. Drei Beispiele für Organisationen, die gewaltfrei und unabhängig von Parteien arbeiten:
Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR und sammelt Spenden für Hilfe in Krisengebieten – dort ist das Geld gerade besonders knapp. PRO ASYL berät Geflüchtete, bietet Rechtshilfe und begleitet die Umsetzung der EU-Asylreform kritisch. SOS Humanity ist eine spendenfinanzierte zivile Seenotrettungsorganisation mit dem Schiff Humanity 1 im zentralen Mittelmeer. Vor Ort helfen außerdem Flüchtlingsräte, Willkommensinitiativen und Patenschaftsprojekte in Deiner Stadt.
Quellen: UNO-Flüchtlingshilfe · PRO ASYL · SOS Humanity