Arbeitswelt 4.0 und Grundlagen einer gesunden Arbeitsgestaltung
In den kommenden Jahren werden wir in der Arbeitswelt die größten Umwälzungen seit der Erfindung des PC erleben: In 38 Prozent der Jobs in Deutschland könnten Maschinen schon heute mindestens 70 Prozent der Tätigkeiten übernehmen. Ob diese Jobs wegfallen, ist offen – vor allem werden sie sich verändern. (Quelle)
Was ist Industrie 4.0?

- Im Industrie 4.0-Konzept verzahnt sich die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik.
- Das Ziel sind Smart Factories, in denen mit Hilfe intelligenter, digital vernetzter Systeme, eine (fast) selbstorganisierte Produktion möglich wird: Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte werden direkt miteinander kommunizieren und kooperieren.
- Produktions- und Logistikprozesse werden – auch zwischen Unternehmen – intelligent miteinander verzahnt, um die Produktion effizienter und flexibler zu gestalten.
- Diese „intelligenten Wertschöpfungsketten“ werden alle Phasen des Produktlebenszyklus einbeziehen: Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling.
- Dadurch sollen nicht mehr nur einzelne Produktionsschritte, sondern die ganze Wertschöpfungskette optimiert werden.
- Auf diese Weise können maßgeschneiderte Produkte nach individuellen Kundenwünschen gefertigt werden – bei gleichzeitiger Kostensenkung und natürlich just-in-time.
Die Digitalisierung und Automatisierung wird nicht nur die Produktion betreffen, sondern viele Branchen:
- Wer heute Bus fährt, ist morgen mit selbstfahrenden Systemen konfrontiert.
- Wer heute als Sachbearbeiter/in tätig ist, wird über kurz oder lang seinen Job an ein IT-System abgeben.
- Auch in Berufen mit hoher Qualifikation (Ärzte, Juristen, Lehrer) werden Expertensysteme und webbasierte Angebote mehr und mehr Aufgaben übernehmen.
- Andererseits bietet der hohe Vernetzungsgrad auch kleinen und mittelständischen Unternehmen Chancen, mit spezialisierten Leistungen am Markt teilzunehmen.
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Grundelemente für eine nachhaltige Arbeitsgestaltung
Wie gesund ist arbeiten? Arbeiten hilft uns, ein gesundes und erfülltes Leben zu führen – wenn dabei wichtige Bedürfnisse erfüllt werden. Dafür gibt es einige zentrale Testfragen:
Unternehmenswerte als Grundpfeiler einer nachhaltigen Arbeitsgestaltung
Angesichts der aktuellen politischen Entwicklung erkennen viele Menschen die Bedeutung und Verantwortung von Unternehmen für die Aufrechterhaltung grundlegender humaner Werte. Werte haben eine hohe Relevanz für das Employer Branding und für die Realisierung einer nachhaltigen Arbeitsgestaltung. Woran können sich die Führungskräfte in ihrem Handeln orientieren, wenn Sie im Unternehmen mehr als wirtschaftlich erfolgreich sein wollen?
- „Gute“ Führung (Gleichwürdigkeit, Orientierung, Stärkung).
- Schädigungsfreiheit (Gesunderhaltung)
- Möglichst vollständige, aber nicht überfordernde Aufgaben / Tätigkeiten (Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Flow).
- Gesundheitsförderung (klassisches BGM)
- Ausgewogenes Arbeitszeitmanagement.
- Wertebasierte Unternehmenskultur.
- Faire Entlohnung (Thema Leiharbeiter etc.)
- Förderung der sozialen Beziehungen
- Change Management: Beachtung der Salutogenesefaktoren bei Veränderungsprozessen
- Nachhaltiges Handeln des Unternehmens nach außen.
Alle diese Aspekte (incl. der fairen Entlohung) dienen letztlich sowohl dem langfristigen ökonomischen Erfolg, wie auch den eigentlichen Leistungsträgern, den Menschen, auf denen dieser Erfolg beruht.
Erfolgsfaktoren
Bei der Realisierung einer nachhaltigen Arbeitsgestaltung, gibt es eine Reihe von Faktoren, die für den Erfolg oder Scheitern von Projekten bedeutsam sind.
- Eine grundlegende Entschlossenheit auf der Entscheiderebene
- Ein klares Bild der Zusammenhänge
- Ein kluges, systemisches Konzept, das zum Unternehmen passt
- Einen Organisationsentwicklungsplan und Kümmerer, die das Projekt führen
- Jede Menge Expertise für die Umsetzung von Gesundheitsmanagement, Ergonomie, Arbeitszeitmangement, Training & Schulung,…
- Eine kontinuierliche Einbindung der Führungskräfte
Erweiterung des Themas folgt…
🙂