Teil 3 von 4
Einwände – und was die Forschung dazu sagt
Viele Einwände gegen eigenes Handeln klingen vernünftig. Die Forschung zu Kooperation, sozialen Normen und Vorsorge zeigt, warum die meisten von ihnen nicht tragen.
- In einer Umfrage in 125 Ländern mit fast 130.000 Menschen sagten 69 Prozent: Ich wäre bereit, jeden Monat 1 Prozent meines Einkommens für den Klimaschutz zu geben. (Andre u. a.)
- Die Teilnehmer/innen schrieben einem Menschen der nächsten Generation, was sie heute fürs Klima tun. Das steigerte die Unterstützung für Klimapolitik um 2,6 Prozent – der größte Effekt aller Methoden. Er zeigte sich auch bei Menschen, die dem Klimawandel skeptisch gegenüberstehen. (Vlasceanu u. a.)
- Eine große Auswertung von 259 Stichproben zeigt: Je wichtiger Menschen Geld, Besitz und Status nehmen, desto geringer ist im Schnitt ihr Wohlbefinden. Der Zusammenhang ist deutlich, aber nicht riesig. Eine Erklärung: Materielle Ziele lassen wenig Raum für Grundbedürfnisse wie Nähe, Selbstbestimmung und das Gefühl, etwas zu können. (Dittmar, Bond, Hurst, Kasser)
- Der wissenschaftliche Konsens ist heute größer als je zuvor: Mehr als 99 Prozent der seit 2012 erschienenen Fachartikel gehen vom menschengemachten Klimawandel aus. Ausgewertet wurden 88.125 Studien. (Lynas, Houlton, Perry)
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Dein Beitrag für den Klimaschutz bringt eh nix?! – Der Faktencheck | Quarks
Quarks prüft fünf gängige Argumente: „Das Flugzeug startet auch ohne mich“, „Was bringt es, wenn nur ich …“, „Aber China …“, „Die Konzerne …“. Die Frage: Wie viel Veränderungsmacht liegt bei Einzelnen, und wer trägt Verantwortung?

Spieltheorie: Die Regeln unserer Konflikte | NANO
Warum scheitert globale Kooperation so oft an unserem Egoismus? Die Doku erklärt mit dem Spieltheoretiker Christian Rieck und dem Kölner Ökonomen Axel Ockenfels das Gefangenendilemma und das Chicken-Game – im Praxistest zum Beispiel beim Spüldilemma in einer WG.