Tropenwälder 2024 und 2025: Rekordbrände, dann ein Rückgang
Seither hat es ein Rekordjahr der Zerstörung gegeben – und danach eine vorsichtige Besserung. Ein Teil der Verantwortung liegt bei unserem Konsum.
- 2024 war ein Rekordjahr: Extreme Brände zerstörten so viel Tropenwald wie nie zuvor seit Beginn der Satellitenmessungen. (WRI/Global Forest Watch)
- 2025 ging der Verlust zurück, aber es verschwanden immer noch 4,3 Millionen Hektar tropischer Urwald. Das sind mehr als elf Fußballfelder pro Minute. (WRI/Global Forest Watch)
- Feuer wird zur Hauptgefahr: 2025 gingen 42 Prozent des weltweiten Baumverlusts auf Brände zurück. In den letzten drei Jahren brannte mehr als doppelt so viel Wald wie vor zwanzig Jahren. (WRI/Global Forest Watch)
- Nicht überall wird es besser: In Indonesien stieg der Urwaldverlust 2025 um 14 Prozent, in Bolivien erreichte er den zweithöchsten Wert seit Beginn der Messungen. (WRI/Global Forest Watch)
- Langfristig hat sich die Entwaldung verlangsamt: von 17,6 Millionen Hektar pro Jahr (1990–2000) auf 10,9 Millionen Hektar pro Jahr (2015–2025). Die FAO nennt das immer noch zu hoch. (FAO)
- Unser Konsum ist beteiligt: Für die Nachfrage in der EU wurden von 2021 bis 2023 rund 149 Millionen Bäume gerodet – etwa hundert pro Minute. Allein der deutsche Konsum kostet jährlich 13 Millionen Bäume. (ÖKO-TEST)
- Die EU-Entwaldungsverordnung soll das ändern: Soja, Palmöl, Kakao, Kaffee, Rindfleisch, Holz und Kautschuk dürfen dann nur noch verkauft werden, wenn dafür kein Wald gerodet wurde. Der Start wurde aber erneut verschoben – auf den 30. Dezember 2026, für kleine Firmen auf den 30. Juni 2027. (IHK Elbe-Weser)
Was heißt das für uns? Der Rückgang 2025 zeigt, dass Politik wirkt. Aber solange Wälder brennen und Europa Produkte aus Entwaldung kauft, ist die Wende nicht geschafft.