Amazonas

Amazonas

Aus Wikipedia: Der Amazonas-Regenwald „bedeckt große Teile des Amazonasbeckens in Südamerika, welches sechs Millionen Quadratkilometer in neun Ländern umfasst. Der weitaus größte Teil des Waldes (etwa 60 Prozent) befindet sich in Brasilien. Weitere 13 Prozent befinden sich in Peru, 10 Prozent in Kolumbien sowie kleinere Teile in Venezuela, Ecuador, Bolivien, Guyana, Suriname sowie Französisch-Guyana. … Der Amazonas-Regenwald umfasst mehr als die Hälfte des weltweit verbliebenen Tropenwaldes und weist die größte Biodiversität aller tropischen Wälder auf. Amazonien ist eines der sechs großen Biome Brasiliens und nimmt rund 49 Prozent des brasilianischen Territoriums ein. … Die langfristige Fortexistenz des Amazonas-Regenwald im Anthropozän steht im Konflikt mit den Interessen einer mächtigen Agrarindustrie.“ (Quelle: Wikipedia)

Die Politik von „Präsident“ Bolsonaro ist in dieser Situation eine Katastrophe – nicht nur für die Bevölkerung Brasiliens, sondern auch für die des ganzen Planeten. Denn der Erhalt des Amazonas-Regenwalds hat einen massiven Einfluss auf die Entwicklung des Klimas und auf den Erhalt einer noch weitgehend unerforschten Artenvielfalt.

„Tropische Regenwälder sind Biome mit hoher Biodiversität; die tropischen Wälder Amerikas haben durchgehend eine höhere Biodiversität als die Regenwälder Afrikas und Asiens. … Eine von zehn bekannten Arten lebt im Amazonas-Wald. Dies stellt die größte Zahl lebender Pflanzen und Tierarten der Welt dar. Das Gebiet ist die Heimat von 2,5 Millionen Arten Insekten, Zehntausenden Pflanzen und 2.000 Vögeln und Säugetieren. … Die Vielfalt an Pflanzenarten ist die höchste der Erde … (so) hat ein Viertelquadratkilometer tropischen Waldes mehr als 1.100 Baumarten. Ein Quadratkilometer amazonischen Waldes könnte etwa 90.790 Tonnen lebender Pflanzen beinhalten. Bisher sind etwa 438.000 Pflanzen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interesses in der Region entdeckt worden, wobei noch viele zu entdecken und katalogisieren sind.“ (Quelle: Wikipedia)

Es geht um ein Erbe der ganzen Menschheit und nicht um den Besitz eines Nationalstaats. Bolsonaro und die waldvernichtenden Interessengruppen müssen also gestoppt werden.

„… Bolsonaro (kündigte) auch ein härteres Vorgehen gegen Aktivisten und indigene Gruppen an, die sich zum Schutz des Amazonas-Regenwalds engagieren, sowie die Einschränkung entsprechender Aktivitäten internationaler Organisationen. Hier solle nach Medienberichten eine Art rechtsfreier Raum geschaffen werden, in dem staatliche Sicherheitskräfte legal lokale Proteste mit Waffengewalt bekämpfen und damit zu einem „geordneten“ Brasilien beitragen könnten. Darüber werden Bergbauaktivitäten in Naturschutzgebieten wieder zugelassen.“ (Quelle: Wikipedia)

Ein Blick auf die Fakten zeigt, wie wichtig dies ist.

„Während der 1960er Jahre errichtete Fazendas (landwirtschaftlicher Großbetrieb) beruhten auf Brandrodung. Jedoch waren die Siedler wegen des Verlusts von Fruchtbarkeit des Bodens und des Eindringens von Unkraut nicht in der Lage, ihre Felder und Früchte zu bestellen. Die Böden Amazoniens sind nur für kurze Zeit produktiv, sodass die Landwirte ständig in neue Gegenden fort ziehen und weitere Wälder roden. Diese Praktiken führen zur Entwaldung und verursachen beträchtliche Umweltschäden. Die Entwaldung ist beträchtlich, entwaldete Gebiete sind mit bloßem Auge vom Weltraum aus sichtbar.
Zwischen 1991 und 2000 stieg die Gesamtfläche verlorenen Waldes von 415 000 auf 587 000 Quadratkilometer, wobei der überwiegende Teil des entwaldeten Waldes durch Vieh in Weide verwandelt wurde. 70 % der vorher entwaldeten und 91 % der seit 1970 entwaldeten Böden Amazoniens werden als Weide für Vieh verwendet. Außerdem ist Brasilien nach den Vereinigten Staaten der zweitgrößte Produzent von Soja. (Siehe auch: Bedingungen und Folgen der Massentierhaltung). Die Bedürfnisse von Sojalandwirten werden verwendet, um viele umstrittene Verkehrsprojekte in Amazonien, die derzeit in der Entwicklungsphase sind, zu rechtfertigen. Die beiden ersten Autostraßen öffneten den tropischen Wald und führten zu einer Zunahme der Entwaldung. Die mittlere jährliche Entwaldungsrate zwischen 2000 und 2005 (22.392 km² pro Jahr) war 18 % höher als in den letzten fünf Jahren (19.018 km² pro Jahr). Die Entwaldung im brasilianischen Amazonien hat sich seit 2004 deutlich verringert, aber sie nimmt unter dem neuen Präsidenten Bolsonaro wieder zu.
Möglicherweise werden laut dem Bericht Assessment of the Risk of Amazon Dieback der Weltbank vom Februar 2018 etwa 75 % des Amazonasregenwalds bis 2025 dauerhaft verloren sein. 2075 seien möglicherweise nur noch 5 % des Waldes im Westen Amazoniens übrig. Der Vorgang ist eine Folge der Entwaldung, des Klimawandels, der Brandrodungen und aufgrund der durch die verstärkte Erosion einsetzenden Wüstenbildung teilweise irreversibel.“
… „Alleine der brasilianische Regenwald schrumpfte nach Regierungsangaben durch Raubbau zwischen August 2017 und Juli 2018 um insgesamt 7900 km² Wald, was der Fläche von mehr als einer Million Fußballfeldern entspricht.“ (Quelle: Wikipedia)

„Ein dramatischer Anstieg der Regenwald-Zerstörung am Amazonas wird seit 2019 beobachtet, passend zum Amtsantritt des brasilianischen Präsidenten, Jair Bolsonaro am ersten Januar. Laut der Satellitendaten der INPE wurden allein im Juni dieses Jahres 920 Quadratkilometer Regenwald am Amazonas gerodet, für den Juli sehen die Zahlen noch schlechter aus. Und weil ihm die Zahlen wohl nicht gefallen, hat Bolsonaro im selben Monat den Leiter der INPE, Ricardo Galvão, entlassen.“ Quelle: Faszination Regenwald