Was sagen Tierschützer?
Im Folgenden findest Du einige Auszüge aus der Webseite von PeTA Deutschland (International: People for the Ethical Treatment of Animals)
Eierproduktion
… Hühner in der Eierindustrie leiden in jeder Haltungsform an der Zucht auf immer mehr Eier: Entzündungen des Legeapparates, verformte und gebrochene Knochen sowie der psychische Stress, den die Haltung in großen Tiergruppen auf zu wenig Platz auslöst, sind keine Seltenheit.
Aufgrund der extremen Enge und den unnatürlich großen Tiergruppen mit tausenden Tieren kommt es nicht selten zum sogenannten Federpicken, das bis hin zum Kannibalismus führen kann. …
Masthähnchen
… Herz, Lunge und Skelett der Tiere kommen mit der überdurchschnittlich schnell wachsenden Körperfülle nicht zurecht. Außerdem werden die Tiere dahingehend gezüchtet, dass sie ohne Unterlass Futter zu sich nehmen, bis sie in konventionellen Betrieben nach maximal 40 Tagen ihr „Schlachtgewicht“ von etwa 2 Kilo erreicht haben und getötet werden. …
Rinder und Kälber
Rinder werden nicht nur mit Heu und Gras, sondern auch mit einer für sie unnatürlichen Diät aus Soja, Getreide und anderem sogenanntem Kraftfutter gefüttert. Dies dient dazu, dass sie zum einen viel Milch geben und zum anderen schnell viel Fleisch ansetzen. Rinder werden meist ohne Betäubung kastriert und enthornt. Auf Transportern leiden sie unter Angst, Verletzungen, extremen Temperaturen, unzureichender Futter- und Wasserzufuhr und mangelnder tierärztlicher Versorgung. … … Die Kälber in der Milchindustrie … werden zur „Produktion“ von Kalbfleisch aufgezogen. Hierzu werden sie … gleich oder nur wenige Tage nach der Geburt … in kleine Boxen, sogenannte Kälberiglus, gesperrt. …
(Weibliche Kälber) … werden … nach etwas über einem Jahr zum ersten Mal künstlich befruchtet.Hierzu werden sie zunächst fixiert. Dann führt der „Besamer“ seinen kompletten Arm in den Anus der Kuh und eine lange Kanüle in ihre Vagina ein. Dieser Vorgang wiederholt sich meist jährlich, um den Milchfluss konstant hochzuhalten. Kurz nach der Geburt wird der Mutterkuh das Kalb weggenommen. Sobald die Kuh nicht mehr schwanger wird, zu wenig Milch gibt oder ernsthaft krank wird, wird sie im Schlachthaus getötet. Im Schnitt geschieht dies nach etwa fünf Jahren. Die natürliche Lebenserwartung von Rindern liegt hingegen bei 20 Jahren und mehr.
Schweine
Insbesondere konventionell gehaltene Schweine in der sogenannten Massentierhaltung leiden ihr Leben lang unter beengten Verhältnissen. Da Säue maximal viele Nachkommen für die Mast produzieren sollen, werden auch sie regelmäßig künstlich befruchtet. Während der Besamung und der Säugezeit werden die Muttertiere über Wochen in extrem enge Metallkäfige gesperrt, in denen sie außerstande sind, sich umzudrehen. Dies ist auch in der Biohaltung erlaubt. … Obwohl Schweine von Natur aus äußerst friedfertige und soziale Tiere sind, werden sie durch die Qualhaltung in drangvoller Enge und Isolation zu Schwänze beißenden Kannibalen, die ein völlig neurotisches Verhalten entwickeln. Zudem führt die Haltung auf harten Spaltenböden bei vielen Tieren zu Krankheiten: Ihre Gelenke schmerzen und entzünden sich, sodass jeder Schritt Schmerzen bereitet.
Schweine sind extrem intelligent und verfügen ähnlich wie Delfine über ein Ich-Bewusstsein. Zudem sind Schweine reinliche Tiere mit einem exzellenten Geruchssinn. Das Leben inmitten und über ihrem Kot und Urin ist deshalb nicht nur eine psychische Belastung, sondern führt oftmals auch zu einer krankhaften und schmerzhaften Reizung von Augen und Atemwegen.
Männliche Küken werden vergast
Allseits bekannt – aber nicht im Bewusstsein: Die männlichen Küken werden bei der Aufzucht von Legehennen vergast. Das gilt auch für Bio-Eier! (Inzwischen überholt: Seit dem 1. Januar 2022 ist das Töten männlicher Küken in Deutschland verboten.) Wer das nicht möchte, kann Eier mit doppeltem Lebenswertkaufen. Allerdings sollte auch das nicht darüber hinwegtäuschen, dass in vielen Lebensmitteln Eier enthalten sind. Und die sind definitiv nicht mit „doppeltem Lebenswert“ erzeugt.