Klima-Impact

Klima-Impact

Mittlere CO2-Emissionen von Neufahrzeugen in Europa (Eurostat)

Short Description: The indicator is defined as the average carbon dioxide (CO2) emissions per km by new passenger cars in a given year. The reported emissions are based on type-approval and can deviate from the actual CO2 emissions of new cars.

Übersicht über den CO2-Ausstoß verschiedener Verkehrsmittel.

Die Werte des Umweltbundesamts (Bezugsjahr 2024): Pro Person und Kilometer verursacht ein Inlandsflug 290 g Treibhausgase, ein Pkw 164 g (Elektroauto 70 g), ein Linienbus 90 g, ein Nahverkehrszug 44 g, Straßen- und U-Bahn 42 g, ein Fernbus 30 g, ein Fernzug 26 g und ein Pedelec 3 g. (Quelle)

Der VCD ergänzt dazu: Die Klimawirksamkeit des Flugverkehrs ist mindestens dreimal höher, als der Treibstoffverbrauch es nahegelegt. Das liegt daran, dass Flugzeuge ihre Emissionen in Höhen ausstoßen, in denen sie größere Schäden anrichten als gleiche Mengen am Boden. Der direkte CO2-Ausstoß von Flugzeugen wird deshalb üblicherweise mit dem so genannten RFI-Faktor (Radiative Forcing Index) multipliziert, um den Klimaschaden zu errechnen. Eine Aufbereitung des Themas „Auto, Bahn, Flugzeug oder Bus= Verkehrsmittel und CO2-Bilanzen“ für den Schulunterricht findest Du hier. Du kannst die Berechnung des CO2-Ausstoßes mit dem CO2-Rechner des WDR personalisieren, indem Du Motorenvariante, Anzahl Personen im Auto etc. angeben kannst.

Wie viel CO2 entsteht bei der Produktion eines Autos?

„…UndZahlen des Öko-Institutsdeuten an, dass (Akku-)Recycling am Ende zu einer CO2-Gutschrift führen könnte. Wird etwa das Aluminium des Autos wiederverwertet, sinkt die CO2-Bilanz im neuen Auto erheblich.“
Der Spiegel bietet einen interaktiven Klima-Rechner für den Autokauf.
Mehr über die Umweltfreundlichkeit von Elektrofahrzeugen gibt es auf der Seite emobil-umwelt.de.

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Was Spieltheorie und SUVs miteinander zu tun haben: Aggro-Mobilität als Gesellschaftskrankheit

Hier noch ein konkretes Beispiel, wieso es ohne REGELN nicht geht. Sicher hast Du Dich schon mal gefragt, wie es angesichts überfüllter Städte und Klimakrise möglich ist, dass der Anteil an SUV immer weiter zunimmt.

SUVs sind Ausdruck von Dominanz, von HOCHSTATUS: Ich bin stärker, größer, mächtiger und ich kontrolliere die Situation. Die Frontpartien dieser Autos werden bewusst und gezielt immer aggressiver gestaltet.

Das verleitete zunächst nur einen gewissen, eher kleinen Teil der Menschen (ratet mal…), sich so ein Auto zu kaufen. Das waren zuerst nur ganz wenige. Nun gab es im Verkehr plötzlich eine neue Situation: Hinter mir, neben mir, vor mir fahren auf einmal bedrohlich wirkende Panzer. Ich fühle mich klein und unterlegen. Und wer will sich schon klein und unterlegen fühlen, wer geht schon freiwillig in den TIEFSTATUS.

Wer darauf empfindlich reagierte, kaufte sich alsbald selbst einen SUV (auch wenn man den nicht besonders praktisch findet und es sich um eine ökologische Peinlichkeit ersten Ranges handelt). Das hatte zur Folge, dass die gefühlte Bedrohlichkeit und die Konfrontation mit blechernem Dominanzgebaren für immer mehr Verkehrsteilnehmer*innen immer bedrängender wurde. Die Folge: Immer mehr Menschen kaufen sich einen SUV.

Und dass das so geschieht, ist kein Zufall. Auch in den Marketingabteilungen großer Autokonzerne sitzen Psychologen. Und ich bin mir sicher: die haben genau das vorhergesagt, was ich hier beschreibe. Und stießen dabei auf offene Ohren, denn so einen SUV kann man wesentlich teurer verkaufen, als kleinere Autos.

Deshalb helfen auch keine Appelle, Selbstverpflichtungen, Aufrufe an die Autokäufer. Das ist psychologisch gesehen Quatsch. Das Einzige, was hier hilft, ist das Verbot solcher Fahrzeuge. Und dieses Verbot wird nur kommen, wenn wir uns gemeinsam als Bürger*innen klar machen, auf welchen Teufelskreis wir hereingefallen sind und gemeinsam demokratisch beschließen, damit aufzuhören.