Global Wealth Report (früher Credit Suisse, heute UBS)
Vermögen weltweit: Was nach dem Credit-Suisse-Bericht kam
Die Credit Suisse gibt es nicht mehr – sie wurde 2023 von der UBS übernommen. Den Global Wealth Report gibt die UBS weiter heraus, zuletzt im Juni 2026. Hier das aktuelle Bild.
- Am 12. Juni 2023 hat die UBS die Übernahme der Credit Suisse abgeschlossen. Seitdem erscheint der Bericht als „UBS Global Wealth Report“. (UBS)
- 2025 stieg das private Vermögen um 10,8 Prozent – so stark wie seit Jahren nicht. (UBS)
- Doch die Gewinne sind ungleich verteilt: Das Durchschnittsvermögen stieg, das mittlere Vermögen (Median) sank in den meisten Ländern. (UBS)
- Gut 41 Prozent der Erwachsenen besitzen weniger als 10.000 Dollar. Im Jahr 2000 waren es noch fast 75 Prozent. 1,5 Prozent der Erwachsenen sind Dollar-Millionäre/innen. (UBS)
- Wichtig: Die UBS betrachtet nur 56 Länder, die über 92 Prozent des Weltvermögens halten. Viele der ärmsten Länder fehlen also. (UBS)
- Der World Inequality Report 2026 zeigt die Konzentration deutlicher: Die reichsten 10 Prozent besitzen drei Viertel des Weltvermögens, die ärmere Hälfte nur 2 Prozent. (World Inequality Report 2026)
- Weniger als 60.000 Multimillionäre/innen besitzen dreimal so viel wie die Hälfte der Menschheit zusammen. (World Inequality Report 2026)
- Auch beim Einkommen: Die obersten 10 Prozent verdienen mehr als die restlichen 90 Prozent zusammen. (World Inequality Report 2026)
Was heißt das für uns? Die Welt wird reicher, aber nicht gerechter. Die alten Zahlen von 2014 sollten durch diese neuen ersetzt oder als Archiv gekennzeichnet werden.
Durchschnitt oder Median? Warum Deutschland reich und zugleich ungleich ist
Der Durchschnitt kann täuschen: Wenige sehr Reiche ziehen ihn nach oben. Der Median zeigt dagegen den Menschen genau in der Mitte – die eine Hälfte hat mehr, die andere weniger. Im UBS-Bericht 2026 liegt Deutschland beim Durchschnittsvermögen je Erwachsenem bei 346.613 Dollar. Beim Median sind es nur 53.485 Dollar – Platz 30 in der Tabelle der UBS.
Der große Abstand zeigt: In Deutschland ist Vermögen stark konzentriert. Italien liegt laut UBS beim Durchschnitt hinter Deutschland, beim Median aber weit davor. Auch weltweit gilt: Das Durchschnittsvermögen stieg 2025, der Median sank in den meisten Ländern.
Quellen: UBS
Reichtum und Klima: Wer mit seinem Kapital die meisten Emissionen verursacht
Vermögen bedeutet auch Macht über Fabriken, Kraftwerke und Rohstoffe. Der World Inequality Report 2026 ordnet die Emissionen dem Kapitalbesitz zu: Die reichsten 10 Prozent der Menschen sind für 77 Prozent der Emissionen verantwortlich, die mit privatem Kapitalbesitz verbunden sind. Die ärmere Hälfte für nur 3 Prozent.
Das verbindet zwei Themen dieser Seite: Ungleichheit und Klimagerechtigkeit. Wer die größten Vermögen hat, entscheidet mit, wohin investiert wird. Deshalb fordern viele Forschende eine Besteuerung sehr großer Vermögen auch aus Klimagründen – das ist eine politische Forderung, keine Tatsache.
Quellen: World Inequality Report 2026