Weltkarten der Ungleichheit
Auf www.worldmapper.org findest Du Weltkarten zu fast allen denkbaren Themen. Für die Datenquellen können wir uns aber nicht verbürgen – die Karten können allenfalls als Anregungen verwendet werden, weiter und tiefer zu fragen und zu forschen.
Weltkarten der Armut

Der Welthunger-Index 2026 kommt auf einen weltweiten Wert von 18,1 („mäßig“) – schlechter als 2018. Acht Länder sind „sehr ernst“ betroffen. Aktuelle Karte und Rangliste gibt es beim Welthunger-Index. (Welthunger-Index)
Hunger weltweit: Welthunger-Index 2026
Der neueste Welthunger-Index (2026) zeigt einen weltweiten Wert von 18,1. Das ist schlechter als der letzte vergleichbare Wert von 17,6 aus dem Jahr 2018. Der Hunger gilt damit weiter als „mäßig“, ist aber in 32 Ländern gestiegen.
Acht Länder sind in der Stufe „sehr ernst“: Burundi, Tschad, DR Kongo, Madagaskar, Somalia, Südsudan, Sudan und Jemen. Wichtigste Ursachen sind Kriege und bewaffnete Konflikte, Wetterextreme und weniger internationale Hilfe.
Quellen: Welthungerhilfe · Welthunger-Index
Weltkarte der Lebenserwartung

Weltkarten des Super-Reichtums
Weltkarte der Millionäre Laut dem Global Wealth Report 2026 der UBS kamen 2025 weltweit rund eine Million Millionäre dazu, davon über 440.000 in den USA. In Deutschland leben mehr als 2 Millionen Millionäre. (UBS Global Wealth Report 2026)
Weltkarte der Milliardäre Das Vermögen der Milliardäre/innen weltweit stieg 2025 um 2,5 Billionen auf den Rekord von 18,3 Billionen US-Dollar. In Deutschland gibt es 172 Milliardäre/innen – ein Drittel mehr als im Vorjahr; das ist Platz vier weltweit. (Oxfam, Januar 2026) Wer es genau wissen will: Hier geht es zur Forbes-Liste der Superreichen.
Millionäre und Milliardäre heute
Hier sind aktuelle Werte für 2025. Hinweis: Den früheren „Global Wealth Report“ der Credit Suisse gibt es nicht mehr – er heißt seit 2023 UBS Global Wealth Report.
- Das private Vermögen weltweit wuchs 2025 um 10,8 Prozent – so schnell wie seit 2017 nicht mehr. Es kamen rund eine Million neue Dollar-Millionäre dazu. (UBS Global Wealth Report 2026)
- Deutschland hat laut UBS mehr als 2 Millionen Millionäre. (UBS Global Wealth Report 2026)
- Weltweit gab es 2025 rund 25,3 Millionen Menschen mit mehr als 1 Million US-Dollar anlegbarem Vermögen. Zusammen besaßen sie 98,3 Billionen US-Dollar. (Capgemini)
- In Deutschland stieg die Zahl der Milliardäre 2025 um ein Drittel auf 172. Das sind die viertmeisten der Welt. Ihr Vermögen wuchs inflationsbereinigt um 30 Prozent auf 840,2 Milliarden US-Dollar. (Leipziger Internet Zeitung)
- Rund 5.000 Superreiche besitzen mehr als ein Viertel (27,3 Prozent) des deutschen Finanzvermögens. Dem stehen rund 66 Millionen Menschen mit weniger als 250.000 US-Dollar Finanzvermögen gegenüber. (BCG Global Wealth Report 2026)
Superreiche in Deutschland: Wie viel besitzen sie wirklich?
Laut BCG gibt es in Deutschland rund 5.000 „Superreiche“ (Finanzvermögen über 100 Millionen US-Dollar). Sie besitzen 27,3 Prozent des gesamten Finanzvermögens. Ein Jahr zuvor waren es 1.100 Menschen weniger. Bis 2030 soll ihr Anteil laut BCG weiter steigen. Auf der anderen Seite haben rund 66 Millionen Deutsche weniger als 250.000 US-Dollar Finanzvermögen.
Oxfam zählt für 2025 in Deutschland 172 Milliardäre mit zusammen 840,2 Milliarden US-Dollar – inflationsbereinigt 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Wichtig: Banken wie UBS, Capgemini und BCG rechnen mit unterschiedlichen Methoden. Die Zahlen sind daher nicht direkt vergleichbar.
Quellen: BCG Global Wealth Report 2026 · The Local
Weltkarte des ökologischen Fußabdrucks
Weltkarte des ökologischen Fußabdrucks 2007 (Public Domaine)
Das Global Footprint Network (GFN) ist eine Non-Profit-Organisation im Umweltbereich. Unter dem Ökologischen Fußabdruck (Englischecological footprint) wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter Fortführung heutiger Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion seiner Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie, aber z. B. auch (zumindest theoretisch) zur Entsorgung des von ihm erzeugten Mülls oder zum Binden des durch seine Aktivitäten freigesetzten Kohlendioxids benötigt werden. Die Werte werden in Globalen Hektar pro Person und Jahr angegeben.


Weltkarte des Human Development Index

Human Development Index. In die komplexe Berechnung gehen v.a. die Lebenserwartung (1 = 85J., 0 = 20J.), die Bildung (15-18 Jahre Schule/Uni ~ 1) und das BSP pro Kopf ein (modifiziert als Purchasing Power Parity ohne Wechselkurseffekte etc.; 1 = 75.000$, 0 = 100$) ein.
Weltkarte der Einkommens-Ungleichheit


Die Ungleichverteilung von Vermögen oder Einkommen wird (leider) meist mit dem sehr abstrakten GINI-Koeffizienten dargestellt.
Wäre der GINI-Koeff. = 0, hätte jeder Einwohner das genau gleiche Einkommen oder Vermögen (je nachdem, was man betrachtet).
Wäre der GINI-Koeff. = 1, hätte EIN EINZIGER Einwohner alleine das GESAMTE Einkommen bzw. Vermögen.
Meist wird der GINI in Prozent angegeben, d.h. 100% ist TOTALE UNGLEICHHEIT.
Aber auch ein scheinbar moderater Wert um die 30% ist nicht ohne, wenn Ihr Euch mal die mathematische Erklärung zum GINI anschaut. Da der Gini-Koeffizient nur einen Mittelwert zur Ungleichheit darstellt, zeigt er nicht, wie groß der jeweilige Anteil sehr reicher und sehr armer Menschen ist.
Bei der Einkommens-Ungleichheit sieht Deutschland noch scheinbar gut aus. Wird jedoch das Vermögen in Deutschland miteinander verglichen, ist dieses im internationalen Vergleich wesentlich ungleicher verteilt ist als das Einkommen. In Deutschland lag der Gini-Koeffizient der Nettoeinkommen, also der Einkommen nach Steuern und Sozialbeiträgen und zuzüglich staatlicher Renten- und Transferzahlungen seit 2020 stabil bei etwa 30 Prozent oder knapp darunter (Quelle). Beim Nettovermögen lag der Gini-Koeffizient 2023 laut Bundesbank bei 72,4 Prozent – deutlich höher als in vielen anderen europäischen Ländern. Weil sehr Reiche in Umfragen kaum vorkommen, dürfte der wahre Wert noch höher liegen. (Quelle) In Wikipedia findest Du eine Liste der Länder nach Einkommensverteilung.
Gabriel Zucman in Zeit Online: Das US-amerikanische Steuersystem gleicht einer Plutokratie.
Vermögen messen ist schwer: Warum der Gini-Wert schwankt
Für das Vermögen in Deutschland gibt es mehrere Gini-Werte. Die Bundesbank misst für 2023 einen Wert von 0,724 – kaum verändert seit 2021. Ein Grund für Unterschiede: Sehr reiche Haushalte nehmen selten an Umfragen teil. Deshalb unterschätzen Umfragen oft den Reichtum ganz oben.
Beim Einkommen nach Steuern und Sozialleistungen liegt Deutschland laut IW seit 2020 stabil bei etwa 0,3. Die Kluft beim Vermögen ist also viel größer als beim Einkommen – das stimmt weiterhin.
Quellen: Deutsche Bundesbank · IW-Verteilungsreport 2025
Weltkarte des Glücks
Wie zufrieden die Menschen in den einzelnen Ländern mit ihrem Leben sind, vergleicht jedes Jahr der World Happiness Report – mit einer Rangliste für mehr als 140 Länder. (World Happiness Report)