ARBEITEN – so kannst Du etwas für das Gemeinwohl tun

ARBEITEN – so kannst Du etwas für das Gemeinwohl tun

Green up your future ist eine Art Stellenbörse für Berufe, die der Nachhaltigkeit dienen (Schwerpunkt ist allerdings die Bionik)

Infos über nachhaltige Studiengänge und Jobs findest Du z.B. hier bei Reset.org oder bei .

  • Wenn Du eine Wahlmöglichkeit hast, suche einen Arbeitgeber, dessen Dienstleistungen oder Produkte eine positive Wirkung für die sozialen und ökologischen Ziele haben (also z.B. kein Hersteller von Rüstungsgütern…)
  • Als Führungskraft kannst Du durch einen gesunden, unterstützenden und dialogischen Führungsstil zeigen: Menschen sind niemals Objekte.
  • Suche einen Arbeitgeber, der diese Produkte und Dienstleistungen auch auf eine sozialverträglich und ökologisch Weise erzeugt.
  • Wenn eines der beiden Kriterien nicht zutrifft, bring Deine Bedenken in respektvoller Weise zum Ausdruck und zeige Alternativen auf – aber sei Dir bewusst, dass sich dies auf Deine Position im Betrieb negativ auswirken kann.

Gute Tipps zum Thema Ökologisch arbeiten findest Du auch in der SZ vom 6.9.19 in einem Beitrag von Alexander Hagelüken. Hier das Wichtigste in Kürze:

Der Arbeitsweg: Fahrrad > ÖPNV > Fahrgemeinschaft. (Große) Dienstwagen als „Belohnung“ sind dagegen ein ökologisches Desaster – vom Staat jahrelang gefördert (nein, nicht für Dich – für die Autoindustrie).

Die Nutzung des Homeoffice spart Arbeitswege.

Videokonferenzen statt Dienstreisen – und weil das nicht immer geht, gilt natürlich: KEINE INNERDEUTSCHEN FLÜGE!.

Bitte Deinen Arbeitgeber (immer wieder) in der Kantine hochwertiges und wohlschmeckendes veganes Essen anzubieten.

Normales Verhalten: Müll trennen, abends Licht und Heizung abstellen und sparsam drucken. Und da kann man Recyclingpapier nutzen.

Wenn Du mehr tun willst, kannst Du in Deiner Firma eine Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit gründen.

Was tun, wenn Deine berufliche Arbeit nicht nachhaltig ist?

Wenn Du Dir die Themen, um die es hier geht, wirklich zu Herzen nimmst, dann wirst Du vielleicht merken, dass Du in Deiner Arbeitswelt oft am Prozessen mitwirkst, die alles andere als nachhaltig sind.

Wenn Du in extremen Arbeitssituationen tätig bist, z.B. in der Rüstungsindustrie, dann bleibt wirklich nichts anderes, als den Arbeitsplatz zu wechseln, auch wenn dies z.B. mit Einkommenseinbußen verbunden sein mag. Es gibt Dinge, die gehen gar nicht.

Aber es gibt viele Arbeitsplätze, da ist es nicht so deutlich, dass man letzten Endes einen Beitrag zu Verschwendung und Ressourcenverbrauch leistet, der eben nicht nachhaltig und nicht sinnvoll ist. Und es ist schwer, sich das einzugestehen. Und noch schwerer ist es, mitten in der gegenwärtigen Wirtschaftswelt, so wie sie ist, eine Alternative zu finden.

Viele können diesen Widerspruch nicht ertragen und deshalb verdrängen sie die kritischen Themen aus ihrem Bewusstsein.

Und es ist doch klar: Du kannst das Boot, indem Du gerade sitzt, nicht einfach versenken. Du brauchst eine Arbeitsstelle und Du kannst sie meistens auch nicht einfach beliebig wählen. Aber Du kannst dennoch dabei helfen, ein neues Boot zu bauen. Und das darfst Du, auch wenn Du nicht bei Greenpeace arbeitest, sondern vielleicht in der Autoindustrie. Es ist auch nicht inkonsequent, sondern es ist die logische Folge aus deiner Lebenssituation einerseits und Deinem Wissen über die Notwendigkeit einer radikalen Veränderung andererseits. Du tust von dem Punkt aus, an dem du jetzt stehst, das, was Dir möglich ist, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.