Lösungsansätze für eine nachhaltige Landwirtschaft und Welternährung
Landwirtschaft: Grundsätze
Gefördert werden zukünftig nur noch Betriebe bis zu einer bestimmten Größenordnung. Großbetriebe und Fabrikfarmen werden nicht mehr gefördert. Man könnte sogar daran denken, die Flächen, die ein Betrieb oder ein Eigentümer bewirtschaften darf, grundsätzlich zu begrenzen.
Für die gesamte Landwirtschaft werden Regelungen festgelegt, die eine Naturzerstörung durch Landwirtschaft verhindern.
Die ökologisch nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln wird gefördert.
Massentierhaltung wird nicht mehr gefördert. Für die Tierhaltung werden strenge Regeln definiert und mit Strafen belegt. Diese Regeln stellen sicher, dass die Tiere zumindest nicht leiden müssen.
Agrarökologie: wie Landwirtschaft mit der Natur funktioniert
Agrarökologie heißt: Landwirtschaft nutzt die Kräfte der Natur, statt gegen sie zu arbeiten. Die FAO hat dafür zehn Elemente beschrieben. Ihre 197 Mitgliedstaaten haben sie im Dezember 2019 angenommen: Vielfalt, Synergien, Kreisläufe, menschliche und soziale Werte, verantwortungsvolle Steuerung, Widerstandskraft, Effizienz, gemeinsames Wissen, Kultur und Esstraditionen sowie eine solidarische Kreislaufwirtschaft.
Dass das auch im Großen geht, zeigt der indische Bundesstaat Andhra Pradesh. Sein Programm für Naturlandbau (APCNF) wird vor allem von Frauen getragen. Es hat nach eigenen Angaben mehr als 1,77 Millionen Bauern/Bäuerinnen und mehr als 0,92 Millionen Hektar erreicht.
Ein Beispiel aus Ostafrika ist die „Push-Pull“-Methode. Mit gezielt kombinierten Pflanzen hält sie Schädlinge wie Stängelbohrer und den Herbst-Heerwurm in Schach. Die Futterpflanze Desmodium unterdrückt außerdem das gefährliche Unkraut Striga, und der Boden wird über Stickstoffbindung und Mulch wieder fruchtbarer. Bis 2030 soll die Methode eine Million Haushalte erreichen.
Quellen: FAO: The 10 elements of agroecology · APCNF – Andhra Pradesh Community-managed Natural Farming · Push-Pull (icipe)