Ist der elektrifizierte Individualverkehr die beste Lösung?
Unsere Städte und Landschaften ersticken im Individualverkehr. Das gesamte Leben wird durch die Überflutung mit Autos extrem eingeschränkt.
Wir haben unser Leben weitgehend dem Primat der Automobilität untergeordnet. Städte ersticken im Verkehr und auch auf dem Land sieht es auf mich besser aus. Was hindert daran, in den Städten Bus und Trambahnnetze auszubauen und Fußgängern und Radfahrern den Vorrang einzuräumen vor parkenden Autos?
Die derzeit favorisierte Idee von Elektromobilität zielt auf einen Erhalt des bisherigen Primat der individuellen Automobilität. Es ist jedoch erstens schlichter Unfug, so zu tun, als ob Elektroautos mit Lithium Akkus Null-Emissions-Autos seien. Lithium ist auf der Erde eine sehr begrenzte Ressource und wird vermutlich nicht ausreichen, um Auto-Elektromobilität in breitem Umfang zu verwirklichen. Möglicherweise ist die derzeitige Lithium-Technologie nur eine Übergangstechnologie wie die ersten „Energiesparlampen“ vor Einführung der LEDs. Neue Technologien sind bereits absehbar, so etwa die Liquid Organic Hydrogen Carriers, eine Methode zur relativ einfachen und sicheren Speicherung von Wasserstoff in einem flüssigen Medium.
Auch Elektroautos verbrauchen bei ihrer Herstellung enorme Ressourcen und bedingen hohen CO2 Ausstoß. Schließlich kommt auch der Strom mit dem diese Autos fahren nicht einfach aus der Steckdose. Das bedeutet: diese Fahrzeuge sind weder in beliebiger Stückzahl herstellbar, noch besonders CO2 sparend. Unsere Städte und Landschaften ersticken im Individualverkehr. Das gesamte Leben wird durch die Überflutung mit Autos extrem eingeschränkt. Das ist es, was sich ändern muss.