Rohstoffe: Tiefseebergbau: der neue Streit um Rohstoffe vom Meeresgrund

Tiefseebergbau: der neue Streit um Rohstoffe vom Meeresgrund

Ein neues Streitthema: Auf dem Meeresboden liegen Manganknollen mit Nickel, Kobalt und Kupfer. Konzerne wollen sie abbauen. Fachleute warnen vor schweren Schäden an kaum erforschten Ökosystemen.

  • Für den Abbau in internationalen Gewässern ist die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) zuständig. Ihre 172 Mitgliedstaaten konnten sich auch bei der Jahrestagung im Sommer 2026 nicht auf ein Regelwerk einigen. (swissinfo/Keystone-SDA)
  • Mehr als 45 Staaten fordern laut WWF inzwischen ein Moratorium, also eine Pause für den Tiefseebergbau. (swissinfo/Keystone-SDA)
  • Die USA gehen einen eigenen Weg: Im April 2025 unterzeichnete Präsident Trump ein Dekret, um den Tiefseebergbau in US- und internationalen Gewässern auszuweiten – an der ISA vorbei. (ORF)
  • Die Firma The Metals Company hat in den USA als erste einen Antrag auf kommerziellen Abbau im Pazifik (Clarion-Clipperton-Zone) gestellt. Die US-Behörde NOAA hat ihn im August 2026 als vollständig eingestuft; eine Genehmigung gibt es noch nicht. (NOAA)
  • Die Öffentlichkeit konnte bis zum 19. Oktober 2026 Stellung nehmen. Erst danach entscheidet NOAA, ob der Antrag weiterkommt und eine Umweltverträglichkeitsprüfung folgt. (NOAA)

Was heißt das für uns? Die Tiefsee ist eines der letzten kaum berührten Ökosysteme der Erde. Wer weniger neue Metalle braucht – durch Recycling, Reparatur und längere Nutzung –, nimmt dem Abbau den Druck.

Videos dazu

Vorschaubild zum Video „Superknolle Mangan - Rohstoffschatz am Meeresboden? | Terra X plus“

Superknolle Mangan – Rohstoffschatz am Meeresboden? | Terra X plus

YouTube · Terra X Nature · 2023 · 8 Min.

Terra X (2023): Manganknollen in vier- bis sechstausend Metern Tiefe. Warum sie begehrt sind und was ihr Abbau für die Tiefsee bedeuten würde.