Es geht nicht darum, dass wir alle heilige Veganer werden – sondern viel WENIGER FLEISCH konsumieren – und wenn, dann aus artgerechter Haltung
Zunächst einmal kannst Du damit aufhören, zu denken, Du müsstest ENTWEDER strenger Veganer in Kunststoffschuhen werden, ODER es ist sowieso egal. Die Falle ist hier nämlich die Forderung nach absoluter Konsequenz. Wer nicht konsequent ist, soll es doch bitteschön gleich unterlassen, sich an irgendwelchen ethischen Maßstäben auszurichten (und anderen damit bewusst zu machen, dass auch sie Verantwortung tragen und sich anders verhalten könnten). Diese Art der inneren und manchmal auch geäußerten Killerargumente lähmt jeden Wandel.
Richtig ist doch eher: Jede einzelne vegane Mahlzeit ist ein Grund zur Freude, weil kein Tier dafür leiden musste. Und für Ökologie und die CO2-Bilanz ist es auch ein Erfolg. Und Deiner Gesundheit tut es mit großer Wahrscheinlichkeit auch gut.
Und wenn Du Tiere nur aus einer wirklich artgerechten Tierhaltung isst, dann ist das auch ein Erfolg, weil damit diese Art der Tierhaltung gestärkt wird. Bitte lass Dich aber nicht von irgendwelchen Fleischindustrie-Siegeln einlullen. Diese dienen ausschließlich dazu, die kognitive Dissonanz (das Unbehagen, das Du spürst, wenn Du Massentierhaltungs-Fleisch isst) zu verringern. Für das Tierwohl ist damit so gut wie nichts getan, im Gegenteil, diese irreführende Werbung soll den Fleischkonsum ja noch weiter erhöhen. Auch der Standard für die Herstellung von (Discounter-)Bio-Fleisch ist oftmals weit von dem entfernt, was wir hier artgerechte Tierhaltung nennen.
Du kannst Eier mit doppeltem Lebenswertkaufen – bei denen die männlichen Küken nicht vergast, sondern mit aufgezogen werden. Diese Eier gibt es mittlerweile in jedem guten Bio-Laden und sogar bei REWE und EDEKA (da heißen sie Bruderküken-Eier).