Zuwanderung durch Asylsuchende in Deutschland
Von Anfang 2015 bis Ende 2018 wurden insgesamt rund 1.521.300 Asylsuchende registriert, davon rund 890.000 im Jahr 2015, rund 280.000 im Jahr 2016, 186.600 im Jahr 2017 und 164.693 Asylsuchende im Jahr 2018.
Detaillierte Angaben des BAMF über Asylantragszahlen und Integrationsdaten (monatlich aktualisiert)
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF veröffentlicht monatlich aktualisierte Berichte zur Entwicklung der Asylantragszahlen (hier klicken).
Zusätzlich gibt es das Wanderungsmonitoring für Bildungs- und Erwerbsmigration nach Deutschland. Hier klicken den Bericht 1. Hj. 2018.
Asyl in Deutschland 2026: die aktuellen Zahlen
Nach 2018 stiegen die Zahlen bis 2023 noch einmal an – seit 2024 gehen sie deutlich zurück.
- 2023 wurden in Deutschland 351.915 Asylanträge gestellt, 2024 waren es 250.945, im Jahr 2025 nur noch 168.543 (jeweils Erst- und Folgeanträge). (bpb)
- Von Januar bis Oktober 2026 zählte das BAMF 56.942 Erstanträge. Im Oktober 2026 allein waren es 4.437. (BAMF)
- Die meisten Erstanträge 2026 kamen von Menschen aus Afghanistan (13.766), Syrien (7.383) und der Türkei (5.575). (BAMF)
- EU-weit gab es 2025 insgesamt 669.365 Asyl-Erstanträge. Zwei Jahre zuvor waren es noch über eine Million. (ZDFheute)
- Ende 2025 lebten in Deutschland rund 3,2 Millionen Schutzsuchende. 83,4 Prozent davon haben einen anerkannten Schutzstatus. Die größte Gruppe sind Ukrainer/innen (1,16 Millionen), danach Syrer/innen und Afghanen/innen. (Destatis)
Was heißt das für uns? Die Zahl der Asylanträge ist heute so niedrig wie seit vielen Jahren nicht. Die meisten Menschen, die bei uns Schutz suchen, haben ihn auch zu Recht bekommen.
Schutzsuchende in Deutschland: Wer bleibt, wer muss gehen?
Ende 2025 waren in Deutschland rund 3,2 Millionen Schutzsuchende registriert – 2,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rund 2,7 Millionen von ihnen haben einen anerkannten Schutzstatus. Bei 361.000 Menschen war noch nicht rechtskräftig entschieden. 178.000 Menschen waren abgelehnt oder hatten ihren Schutz verloren.
Die größten Gruppen sind Menschen aus der Ukraine (1.164.000), Syrien (669.000) und Afghanistan (321.000). Zusammen machen sie zwei Drittel aller Schutzsuchenden aus. Beim BAMF entfielen von Januar bis Oktober 2026 rund 35 Prozent aller Entscheidungen auf eine Schutzgewährung (eigene Berechnung aus der BAMF-Statistik: 60.872 von 170.797 Entscheidungen); viele weitere Verfahren wurden formell erledigt, etwa weil ein anderer EU-Staat zuständig ist.