Soziale Identität – Soziologische Perspektiven

Soziale Identität – Soziologische Perspektiven

In Deutschland daheim, in der Welt zuhause?

In Deutschland daheim, in der Welt zu Hause? (Cornelia Koppetsch, Aus Politik und Zeitgeschichte, bpb): Die Soziologin fragt, warum der Begriff „Heimat“ seit 2017 so viel Zulauf hat. Ihre These: Hinter dem Heimat-Diskurs steht eine neue Spaltung der Mittelschicht. Die akademisch gebildete, städtische Mittelschicht wird zu einer weltweit vernetzten Oberschicht. Die Mittelschicht in Regionen und Kleinstädten bleibt an den nationalen Arbeitsmarkt und Sozialstaat gebunden – und erlebt Heimat als etwas, das verteidigt werden muss. Zum ganzen Artikel

Politischer Populismus als Ausdruck von Identitätspolitik?
Über einen ökonomischen Ursachenkomplex

Politischer Populismus als Ausdruck von Identitätspolitik? (Philip Manow, Aus Politik und Zeitgeschichte, bpb): Der Politikwissenschaftler bezweifelt, dass der Populismus vor allem ein neuer „Kulturkampf“ ist. Er erklärt den populistischen Protest stärker aus wirtschaftlichen Bedrohungen und ihrem Zusammenspiel mit kultureller Abgrenzung. Damit lässt sich auch erklären, warum der Populismus in verschiedenen Ländern und Regionen so unterschiedlich stark ist. Zum ganzen Artikel

Postnationale Potenziale. Praktiken jenseits der Nation

Postnationale Potenziale. Praktiken jenseits der Nation (Aus Politik und Zeitgeschichte, bpb): Der Beitrag zeigt, dass der Nationalstaat nicht verschwunden ist, sondern in Europa eher wieder an Gewicht gewinnt – und dass die Rechte die Nation als „natürlich“ darstellt, obwohl sie historisch gewachsen ist. Er stellt Ideen und Praktiken vor, die über die Nation hinausdenken, von der Geschichte bis zu heutigen sozialen Bewegungen. Zum ganzen Artikel