Die zweite Frage: Wie gehen wir mit dem Anstrom von Verzweiflungsmigranten um, solange die ursächlichen Maßnahmen noch nicht greifen?

Die zweite Frage: Wie gehen wir mit dem Anstrom von Verzweiflungsmigranten um, solange die ursächlichen Maßnahmen noch nicht greifen?

Abschottung? Kontingente? Hilfen im Herkunftsland? Eine erste Antwort auf die zweite Frage könnte sein, dass wir Wege finden müssen, uns dem Problem aktiv zu nähren und nicht nur reaktiv. Ein Beitrag dazu könnte es sein, in Konfliktregionen gezielt danach zu suchen, wie die Bevölkerung vor Ort geschützt werden kann und dabei alle Strukturen zu unterstützen, die den Menschen eine echte Zuflucht bieten. Dabei kann es nicht das Ziel sein, die Menschen nur davon abzuhalten, sich in Sicherheit zu bringen. Vielmehr es Ziel sein, ein wirksamen Beitrag dafür zu leisten, dass Menschen, deren Lebensgrundlagen bedroht sind, diese Sicherheit finden können. Das muss nicht bedeuten, dass die Leute nach Europa kommen, aber es muss bedeuten, dass wir ernsthafte und effektive Anstrengungen unternehmen, um Ihnen zu helfen. Davon ist bislang wenig zu erkennen, wie man u.a. an den Flüchtlingslagern in Lybien sieht.