Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation

Was hat Gewaltfreie Kommunikation mit der Grundfrage der Ethik zu tun? Man kann die GfK als eine Art „Ethik der Kommunikation“ ansehen.
GfK gibt vor allem eine Antwort auf die Frage, WARUM wir tun, was wir tun: Weil wir organismische Bedürfnisse befriedigen wollen – die wir mit allen Menschen im Wesentlichen gemeinsam haben. Streit und Gewalt entsteht nicht wegen unserer Bedürfnisse, sondern aufgrund der Strategien, mit denen wir diese zu befriedigen suchen.
Hier gibt es mehr Informationen zur Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg
Die praktische Seite der GfK im Hinblick auf die Ziele dieses Portals liegt vor allem darin, dass uns diese Kommunikationshaltung ermöglicht, aufrichtig empathisch mit Menschen zu kommunizieren, die unsere Überzeugungen nicht teilen. Was bewegt „die Anderen“, was brauchen und suchen sie? Marshall Rosenberg sagt: „Jedes Nein ist ein Ja zu etwas anderem“. Wenn wir auf der Ebene der Bedürfnisse kommunizieren, ist Verstehen möglich – und darin wird auch das jeweils berechtigte Anliegen von denjenigen sichtbar, deren Überzeugungen und Strategien sich von den unseren scheinbar unüberwindlich unterscheiden. Deshalb verwenden wir für die GfK auch gerne die Begriffe „verbindende“ oder „wertschätzende“ Kommunikation.

Hier findest Du mehr zur gewaltfreien Kommunikation – dargestellt in Zeichnungen von Andrea Müller

Ich&Du
GfK Beobachtung
Haltung
GfK Gefühle
Gewaltfreie Kommunikation: viel Praxis, wenig Forschung

Die Gewaltfreie Kommunikation wird weltweit gelehrt, in Schulen, Kliniken und Unternehmen. Wissenschaftlich ist sie aber wenig untersucht. Eine Übersichtsarbeit von 2024 fand für das Gesundheitswesen nur sieben Studien. Sie deuten auf bessere Beziehungen im Team hin, sind aber klein und schwer vergleichbar.

Auch Rosenbergs Grundannahme, dass alle Menschen dieselben Bedürfnisse teilen und Konflikte nur aus den Strategien entstehen, ist eher eine hilfreiche Haltung als ein gesicherter Befund. Echte Interessenkonflikte, etwa um knappe Ressourcen, gibt es auch. Als Haltung, die Gegner/innen als Menschen mit berechtigten Anliegen sieht, bleibt die GfK wertvoll – gerade im Streit um Klima und Konsum.

Quellen: Non-violent communication as a technology in int