Wasserverschmutzung

Wenn Du wissen möchtest, wie es in unseren Ozeanen aussieht, gibt es dafür inzwischen eine eigene Webseite vom Helmholtz Institut für Polar- und Meeresforschung (also keine Laien): LITTERBASE.
“ Large amounts of litter have accumulated across all parts of our oceans in less than fifty years. Litter has thus become a serious threat to the marine environment, aquatic life and humankind, whose welfare is closely linked with ocean health. Research on marine litter is currently taking a great leap forward and has substantially increased our knowledge of the amount and composition of litter as well as its impacts on the marine environment, aquatic life and people. However, the sheer number of studies scattered all around the globe has rendered this topic increasingly intangible making it difficult for policy makers, public authorities, media and the general public to unearth important information needed to address the urgent questions. LITTERBASE summarises results from 3,071 scientific studies (Quelle) in understandable global maps and figures and opens scientific knowledge on marine litter to the public.“
Dieser Link führt Dich z.B. zu einer Weltkarte mit Menge und Verteilung von Müll im Meer (ausgewertete Studien bis 2019) (Quelle).
Informationen aus DIE ZEIT
In das größte Ökosystem unserer Erde, die Ozeane, werfen wir jedes Jahr Millionen Tonnen Kunststoff und töten damit geschätzte 100.000 Meerestiere, wie Wale oder Delfine, und noch weit mehr Seevögel (Butterworth et al.: Untangled – Marine debris, 2012, PDF).
Wie geht es dem Wasser? Was wir wissen: Den Ozeanen geht buchstäblich die Luft aus, die Todeszonen werden immer größer. Und unter Wasser regeneriert sich das Ökosystem besonders langsam.
Exitus in der Tiefsee – Je mehr Kohlendioxid die Menschheit freisetzt, desto saurer werden die Ozeane. Ganze Ökosysteme stehen vor dem Kollaps, warnen Biologen. Vor Norwegen studieren sie die Folgen für Korallenriffe in der Tiefsee. Ein Zwischenbericht vom Meeresboden
Die größte Müllkippe der Welt ist gut versteckt – Plastikinseln, größer als viele Länder, sollen im Meer treiben. Ein falsches Bild. Es ist schlimmer: Unser Plastikmüll ist überall, selbst in der Tiefsee und der Arktis.
Nach einer Schätzung von 2016 gelangt pro Minute etwa eine volle Müllwagen-Ladung Plastik in die Weltmeere.
Verheddert, erstickt, verhungert: Was Plastik Meerestieren antut
Für Tiere im Meer ist Plastik eine Falle. Vögel, Wale, Fische und Schildkröten halten Plastikteile für Futter. Ihr Magen füllt sich mit unverdaulichem Müll, und sie verhungern langsam. Andere verfangen sich in alten Netzen und Tauen und ersticken. Plastik verletzt Tiere auch innen und außen, sodass sie schlechter schwimmen oder fliegen können (IUCN, Stand 2024).
Das Umweltbundesamt nennt Zahlen: Für 136 Arten von Meerestieren ist bekannt, dass sie sich regelmäßig in Müll verheddern und strangulieren. Müll fressen können mindestens 43 Prozent aller Wal- und Delfinarten, alle Arten von Meeresschildkröten und 36 Prozent der Seevögel. Mehr als eine Million Seevögel und rund 100.000 weitere Meerestiere sterben so jedes Jahr (Schätzung, UBA-Stand 2015).
Jedes Stück Plastik, das nicht ins Meer gelangt, erspart einem fühlenden Wesen vielleicht einen qualvollen Tod.
Quellen: IUCN: Marine plastic pollution (Issues Brief, Mai 2024) · IUCN: Marine plastic pollution · Umweltbundesamt: Müll im Meer · Umweltbundesamt: Müll im Meer