Zusammenfassung
Wir sehen sowohl zwischen den Nationen (Nord-Süd-Gefälle), wie auch innerhalb der Nationen eine zunehmend extremer werdende Ungleichheit. Diese extreme Ungleichheit ist nicht legitimierbar (schon gar nicht durch „Leistung“). Das von Reichen angehäufte Vermögen hat nichts mit deren Beitrag zum Gemeinwohl zu tun (eher im Gegenteil). Extreme Ungleichheit schadet in vielfältiger Weise (vgl. „The consequences of inequality„), sie führt zu Machtverschiebungen, stört demokratische Prozesse, trägt zur Entwicklung extremistischer oder populistischer politischen Haltungen (AfD…) bei. Selbst mathematisch lässt sich belegen, dass Umverteilung zu einem insgesamt größeren Nutzen führt – der aber nicht erreicht wird, weil wir zulassen, dass Wenige immer mehr bekommen.
Deshalb sagen wir:
Wir brauchen a) eine Umverteilung (das auch), die die entstandene Dysbalance wieder ins Gleichgewicht bringt. Mögliche Wege dazu sind hohe Erbschaftssteuern und eine Rückverteilung von Umwelt-CO2-Steuern umgekehrt proportional zum Einkommen/Vermögen.
Wir brauchen b) darüber hinaus auch eine absolute Grenze für die Konzentration von Reichtum, die in einem demokratischen Prozess zu bestimmen ist. Die Gesellschaft braucht keine Milliardäre und keine Konzerne, die sich staatlich-demokratischer Steuerung entziehen können.
Als Einzelne*r können wir diese Problematik (fast) nur durch Wahlen beeinflussen. Wer immer kann und möchte, kann natürlich auch direkt in den politischen Parteien aktiv werden. Wir können aber durch unser Konsumverhalten in kleinem Maßstab dafür sorgen, dass auch Kleinere am Leben bleiben. Es gibt gute Alternativen zu WhatsApp, Amazon, Nestlé, Edeka/Rewe/Aldi/Lidl usw. Die können wir unterstützen, indem wir sie mehr und mehr nutzen.