Das INTERNET nutzen: Suchen und Einkaufen

Das INTERNET nutzen: Suchen und Einkaufen

Internet-Suche

Mein persönlicher Suchalgorithmus funktioniert inzwischen so: ich suche erst bei den anderen Suchmaschinen – zuerst Ecosia (pflanzt Bäume), dann Startpage (derzeitig vertrauenswürdigster Anbieter, was den Datenschutz angeht: Startpage verzichtet auf die Sammlung und Personalisierung der Nutzerdaten) … und wenn ich da nichts gefunden habe, gehe ich auf G—–.

Ecosia ist nicht die einzige „grüne Suchmaschine„. Daneben gibt es z.B. Ekoru / Geksi / Givero und mehr (vgl. Übersicht auf my-green-choice.de).

Leider muss man hier etwas Wasser in den Wein gießen: So richtig grün sind diese Suchmaschinen nicht. Seit August 2025 nutzt Ecosia zusammen mit Qwant einen eigenen europäischen Suchindex; vorher kamen die Ergebnisse von Bing und Google. (Quelle) Nur für den Server, über den die Suchanfrage gestellt wird, können grüne Suchmaschinen einen Betrieb mit Ökostrom garantieren. Die eigentliche Suche verbraucht daher kaum weniger oder grüneren Strom, als wenn man direkt auf Bing sucht. Dennoch macht es Sinn, auf diesem Weg zu suchen, da ein relevanter Teil der Einnahmen an ökologische und soziale Projekte gespendet wird.

Grüne Suchmaschinen heute

Ecosia hat seit August 2025 zusammen mit Qwant einen eigenen europäischen Suchindex. Vorher kamen die Ergebnisse von Bing und Google. In Frankreich liefert Ecosia schon die Hälfte der Ergebnisse selbst.

Ecosia hat nach eigenen Angaben 250 Millionen Bäume gepflanzt und zählt einen Baum erst, wenn er drei Jahre wächst. Das Unternehmen gehört zu 99,9 % einer Stiftung (Verantwortungseigentum). Givero gibt es nicht mehr.

Quellen: heise · taz

E-Mail

Ich nutze Posteo.de (1 Euro / Monat). Wird mit Erneuerbaren betrieben und regelt Finanztransaktionen über Umweltbanken. Hohe Sicherheit für Nutzerdaten. Alternative: Mailbox.org.

Tipps zum Energiesparen: nicht wahllos surfen, Modem beim Verlassen der Wohnung ausschalten, WLAN statt mobile Netze nutzen.

Beim Einkaufen im Internet Amazon vermeiden

Amazon droht zum Monopolisten zu werden. Wenn Du dagegensteuern willst, kannst Du Amazon ohne großen Aufwand umgehen. Du gehst zunächst via Suchmaschine (Ecosia) oder (wenn Du dort nichts findest) auf idealo.de und suchst das Produkt, das Du kaufen möchtest. Wenn es das Produkt bei Amazon gibt, taucht es auch bei idealo.de auf. Es tauchen aber dort nicht nur Amazon-Angebote, sondern auch die vieler anderer Webshops auf. Oft findest du sogar einen billigeren Anbieter als Amazon. Auf diese Weise kannst du auch anderen Internet-Shops eine Chance geben und es landet nicht alles bei Amazon. Du weißt ja: zu viel Macht und Einfluss in einer Hand ist einfach schädlich.

Maps – Internet-Karten und Navigation

Du kannst – alternativ oder ergänzend – die Smartphone-App „Maps.me“ oder andere Apps auf Basis von OpenStreetMap (Quelle) benutzen. Maps.me greift auf die OpenStreetMap zu. Damit hast Du die Möglichkeit, G—- den permanenten Zugriff auf alle Deine Bewegungen zu entziehen.

Messenger-Dienste – es gibt Alternativen zu WhatsApp

Natürlich ist es so, dass die meisten WhatsApp verwenden. Aber du kannst mit deinen besten Freunden vereinbaren dass ihr z.B. Threema nutzt (ist sehr sicher) oder Signal. Wenn Du erst einmal mit einigen Freunden eine alternative Messenger Plattform nutzt, besteht die Chance, dass es mit der Zeit immer mehr werden. Irgendwann kannst Du dann auch auf WhatsApp verzichten. Das ist vor allem deshalb nicht schwer, weil die anderen Plattformen im Wesentlichen das gleiche bieten.

Werbung im Internet ist der Motor für das Datensammeln – das kannst Du dagegen tun

Du kannst G—– ausbremsen, indem Du im Internet definitiv keinerlei Anzeigen und keine Werbung anklickst. Wenn du etwas suchst, dann kannst du aktiv eine Suche, etwa bei ecosia, starten und das gewünschte Produkt oder die gewünschte Information i.d.R. dort finden. Auch hier: klicke nicht auf die Anzeigen, sondern nur auf die „freien“ Suchergebnisse.

Dieses Vorgehen erfordert einige Disziplin, wäre aber hochwirksam, wenn es von vielen angewendet würde. Denn wenn G—- keine Klicks mehr zu verzeichnen hat, die aufgrund des Trackings und der Auswertung unserer persönlichen Daten zustande kommen, dann verdient G—- auch kein Geld mehr da mit.
Vielleicht müssten wir dann eines Tages für das suchen im Internet einen kleinen Betrag bezahlen. Aber der wird sicherlich minimal ausfallen, im Vergleich zu dem, was wir ausgeben, weil wir aufgrund ungebetener Werbung dazu verleitet werden, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen oder Anbieter zu wählen, die eben nicht die für uns besten sind.

Das ist natürlich extrem idealistisch, weil nur ein kleines Häuflein von Menschen sich der artig diszipliniert verhalten wird. Deshalb brauchen wir zusätzlich die Politik, um den Datensammlern wirksam Einhalt zu gebieten. Dienstleistungen Internet würden dann kleine Beträge kosten, aber es wäre sichergestellt, dass wir nicht mehr auf Schritt und Tritt von einem Beobachter verfolgt werden, den wir gar nicht wahrnehmen.