Die Menschenrechte

Die Menschenrechte

Hier findet Ihr die allgemeine Erklärung der Menschenrechte direkt auf der Seite der UN.
Bis heute ist deren Einhaltung alles andere als selbstverständlich. Seit 2022 erkennt die UN-Generalversammlung auch ein Menschenrecht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt an. 2025 hat der Internationale Gerichtshof festgestellt, dass Staaten völkerrechtlich verpflichtet sind, das Klima zu schützen. (Quelle)

Ein Menschenrecht auf eine gesunde Umwelt

Die Menschenrechte haben sich weiterentwickelt. Der Schutz der Lebensgrundlagen gehört heute ausdrücklich dazu.

  • Am 28. Juli 2022 hat die UN-Generalversammlung mit 161 Ja-Stimmen, ohne Gegenstimme, das Menschenrecht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt anerkannt. Die Resolution ist politisch gewichtig, aber nicht rechtsverbindlich. (UN Digital Library)
  • Am 23. Juli 2025 hat der Internationale Gerichtshof einstimmig festgestellt: Staaten sind völkerrechtlich verpflichtet, erhebliche Umweltschäden zu verhindern und beim Klimaschutz zusammenzuarbeiten. Das Gutachten ist nicht bindend, hat aber großes Gewicht. (UNRIC)
Rechte für die Natur selbst

Manche Staaten gehen über Menschenrechte hinaus und geben der Natur eigene Rechte. Ecuador hat das 2008 in seine Verfassung geschrieben: Artikel 71 gibt der „Natur oder Pacha Mama“ ein Recht auf Achtung ihrer Existenz. Jede Person kann diese Rechte vor Gericht geltend machen. 2021 stoppte das Verfassungsgericht so Bergbau im Nebelwald Los Cedros.

In Europa hat Spanien 2022 die Lagune Mar Menor zur Rechtsperson erklärt. Das Verfassungsgericht hat das Gesetz 2024 bestätigt, gegen eine Klage der Partei Vox. Kritiker/innen fragen, wer für die Natur sprechen darf und wie solche Rechte gegen andere Rechte abzuwägen sind. Die Umsetzung blieb in Ecuador anfangs zögerlich.

Quellen: Heinrich-Böll-Stiftung · Público