Gemeinwohl-Ökonomie – Gemeinwohl-Matrix 5.0

Gemeinwohl-Ökonomie – Gemeinwohl-Matrix 5.0

Die im Rahmen der Gemeinwohlökonomie entwickelte Gemeinwohl-Matrix (heute in der Fassung 5.2) geht von 4 Hauptwerten aus, deren Beachtung und Erfüllung für 5 Berührungsgruppen (quasi entlang der Wertschöpfungs- und Nutzungskette) betrachtet wird.

Werte

Menschenwürde
Solidarität und Gerechtigkeit
Ökologische Nachhaltigkeit
Transparenz und Mitentscheidung

Berührungsgruppen

Lieferant*innen
Eigentümer*innen & Finanzpartner*innen
Mitarbeitende
Kund*innen und Mitunternehmer*innen
Gesellschaftliches Umfeld

Mit Hilfe der Matrix wird untersucht, inwieweit ein Unternehmen diese Werte in Bezug auf die Berührungsgruppen erfüllt.

Wenn man die SDG, also die oben genannten 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, auf die Gemeinwohl-Matrix projiziert, ergibt sich folgendes Bild:

Die Gemeinwohl-Bilanz bietet also die Möglichkeit, die Erreichung von SDGs auf der Ebene von Unternehmen und Gemeinden zu messen und zielführende Organisationsentwicklungsprozesse zu initiieren und nachzuhalten.

Gemeinwohl-Matrix 5.2: Werkzeug, kein Index

Heute gilt die Gemeinwohl-Matrix in der Version 5.2. Der Grundaufbau ist geblieben: Die Spalten sind die Werte, die Zeilen die fünf Berührungsgruppen, mit denen eine Organisation am meisten zu tun hat. Daraus ergeben sich 20 Themen.

Die Matrix ist kein wissenschaftlicher Index wie der SDG-Index, sondern ein Werkzeug für Unternehmen, Gemeinden und andere Organisationen. Sie hilft, die eigene Arbeit an Werten zu prüfen und sich Schritt für Schritt zu verbessern. Gerade darin liegt ihre Stärke für die SDGs: Sie holt die großen Ziele auf die Ebene, wo wir selbst entscheiden.

Quellen: Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland