Weniger und nachhaltig Einkaufen

Weniger und nachhaltig Einkaufen

Jede Produktion benötigt Energie. In den meisten Fällen gilt: Wenn Du etwas NICHT KAUFST, sparst Du Energie. Solange Energie nicht vollständig auf erneuerbare umgestellt und diese in Fülle verfügbar ist, ersparst Du dem Planeten auch zusätzliches CO2
Bevor Du neue Dinge kaufst, kannst Du Dir folgende Fragen stellen:

  • Brauche ich das wirklich? Wie macht das mein Leben leichter, besser, angenehmer?
  • Hat mir diese Sache bisher gefehlt? Wie habe ich das gemerkt?
  • Wenn ich das gekauft habe, wird mich das wirklich freuen? Wie lange wird es mich freuen?
  • Wenn Du Dir nicht sicher bist, kannst Du Dir weitere Fragen stellen:
  • Ist das Produkt langlebig und haltbar? Wenn Du es Dir leisten kannst, kaufe möglichst hochwertige Produkte, die lange halten. Kaufe auch gebrauchte Dinge.
  • Habe ich Informationen darüber, welche Ressourcen die Herstellung benötigt?
    • Frage und forsche nach, wie die Dinge hergestellt werden, die Du kaufst.
  • Gibt es alternative Hersteller, die das Produkt ökologisch verträglicher erzeugen?
    • Schreibe Hersteller und Händler an und erkundige Dich danach.
    • Vermeide Billigprodukte.
  • Wird das Produkt bei seiner Verwendung viel Energie brauchen?
  • Kannst Du das Produkt auch gebraucht, aber in gutem Zustand, bekommen?

Wenn Du einkaufst, kannst Du folgende klimaschonenden Kriterien berücksichtigen:

  • Vermeide Lederwaren, denn die unterstützen nur die Massentierhaltung.
  • Kaufe Obst und Gemüse möglichst saisonal (reduziert Energieaufwand für Kühlhäuser etc.)
  • Palmölfreie (!!!) Produkte schonen den Regenwald, den wir zur Klimaregenaration brauchen. Solche Produkte findet Ihr z.B. bei https://www.waschbaer.de/shop/
Grüne Werbung prüfen: Was „klimaneutral“ heute heißen darf

Viele Produkte werben mit Umweltversprechen. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet inzwischen einige davon ausdrücklich. Unzulässig ist zum Beispiel die Aussage, ein Produkt sei klimaneutral oder habe geringere Klimafolgen, wenn das nur auf dem Ausgleich (der Kompensation) von Treibhausgasen beruht.

Verboten sind auch allgemeine Umweltaussagen, wenn der Händler keine anerkannte hervorragende Umweltleistung nachweisen kann. Und eigene Nachhaltigkeitssiegel ohne Zertifizierungssystem oder staatliche Grundlage sind nicht erlaubt. Für Dich heißt das: Achte auf geprüfte Siegel und konkrete Angaben statt auf schöne Worte.

Quellen: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Anhang (zu § 3 Absatz … · UWG, Anhang, Nr. 4a · UWG, Anhang, Nr. 2a