Die Vernichtung der (Ur)Wälder

Die Vernichtung der (Ur)Wälder

Die folgende Karte gibt eine exakte Darstellung der Entwaldung im Amazonasgebiet von RAISG. Wenn Du hier klickst, kannst Du die Karte aufrufen und beliebig tief auf jedes Gebiet zoomen. Wenn Du die Karte aufgerufen hast, klicke auf das Layer-Symbol rechts oben und wähle Deforestation aus.

Quelle: https://www3.socioambiental.org/geo/ RAISG, August 2019

Global Forest Watch: Die folgende Karte ermöglicht Dir, den Verlust von Waldflächen weltweit zu sehen und auf bestimmte Zeiträume einzugrenzen. (hier klicken, um die Karte mit allen Funktionen auf der Webseite von World-Forest-Watch aufzurufen). In dieser Karte lassen sich auch die Ursachen der Entwaldung darstellen (z.B. Mining etc.).

Quelle: Global Forest Watch

Oft werden Angaben über die Waldvernichtung in Hektar oder acres gemacht.
1 Quadratkilometer hat 100 Hektar, ein Hektar hat 10.000 qm (100m x 100m). 1 Hektar sind ca. 0,40 acre ( 2,47105 acre ergeben einen Hektar).

Ein Fussballfeld hat ca. 0,45 Hektar (oder ca. 1,1 acre), die Bundesrepublik hat eine Fläche von über 357.000 Quadratkilometer, das sind fast 36 Millionen Hektar oder 88.300.501 acre (Quelle: Der Spiegel).

„Der Verlust von weltweit 60.000 Quadratkilometern tropischer Regenwälder pro Jahr entspricht einer Fläche von 35 Fußballfeldern (100 x 65 Meter), die alle zwei Minuten verloren geht.“ Quelle: Faszination Regenwald

Abholzung von Regenwald weltweit – gesamt

„An jedem Tag werden weltweit rund 432,9 Quadratkilometer Wald abgeholzt oder abgebrannt – gut die Hälfte davon in den Tropenländern: allen voran in Brasilien, in der Demokratischen Republik Kongo und Indonesien (Quelle: Global Forest Watch, 2017). Das sind pro Jahr 158.000 Quadratkilometer – also etwas weniger als die Hälfte von Deutschland (D. ist 356.000 km2 groß)“. Quelle: Abenteuer Regenwald

„Die Fläche des 2018 verlorenen Primärwaldes ist so groß wie Belgien – über 3 Mio. ha!“ Quelle: OroVerde

Wer den Wald am besten schützt: indigene Völker

Die Welternährungsorganisation FAO hat 2021 zusammen mit dem Fonds für indigene Völker Lateinamerikas (FILAC) zahlreiche Studien ausgewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: In fast jedem Land der Region wird in indigenen Gebieten weniger Wald gerodet als anderswo.

Ein Beispiel: Von 2000 bis 2016 schrumpften die großen, unberührten Waldflächen in indigenen Gebieten nur um 4,9 Prozent, außerhalb davon um 11,2 Prozent. Fast die Hälfte (45 Prozent) der intakten Wälder im Amazonasbecken liegt in indigenen Gebieten.

Waldschutz heißt also auch: die Landrechte indigener Gemeinschaften sichern und ihre Arbeit unterstützen.

Quellen: FAO & FILAC: Forest governance by indigenous and tribal peoples – An … · FAO & FILAC (2021), S. 29 · FAO & FILAC (2021)