Der Living Planet Report des WWF

Der Living Planet Report des WWF

Eine gute Zusammenfassung der Situation gibt ein weiterer ZEIT-Artikel (Jan 19): Wie geht es den Arten? Er zeigt: Spezies sterben außerdem heute mindestens hundertmal schneller aus als in der Vergangenheit, vielleicht sogar mehr als tausendmal schneller. Bislang waren Naturereignisse (wie etwa der gewaltige Asteroideneinschlag auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan vor 65 Mio Jahren) für solche Massensterben ursächlich. Heute sind es wir – und zwar durch folgende Faktoren:

  • Habitatverlust, d.h. Lebensraumverluste durch den Klimawandel, die Abholzung der Regenwälder oder das Fluten von Tälern, um Wasserkraft zu gewinnen.
  • Verschleppung invasiver Arten quer über den Planeten. Diese verdrängen ansässige Pflanzen und Tiere oder übertragen
    Krankheiten. Beispiel: Ein Hautpilz, der 99 Prozent der befallenen Frösche und Salamander tötet.
  • Vergiftung von Lebensräumen, v.a. Süßwassersysteme wie Flüsse und Seen.
  • Anstieg der Weltbevölkerung, kombiniert mit einem Anstieg des globalen Konsumniveaus.
  • Direkte Ausrottung durch Jagd oder Fischerei.

Hier geht es direkt zum Living Planet Report des WWF, der zeigt: Allein zwischen 1970 und 2012 sind die globalen Wildtierbestände um 60 Prozent gesunken.