Überfischung: die neuesten Zahlen der FAO
2025 hat die FAO die bisher genaueste Bewertung der Fischbestände vorgelegt, und 2026 erschien ihr neuer Weltfischereibericht.
- Die FAO hat 2.570 einzelne Fischbestände untersucht. 35,5 Prozent davon gelten als überfischt. (FAO Newsroom)
- 64,5 Prozent der Bestände werden in biologisch nachhaltigen Grenzen befischt. Weil große Bestände oft besser verwaltet werden, stammen 77,2 Prozent der Fänge aus nachhaltigen Beständen. (FAO Newsroom)
- Der Weltfischereibericht 2026 nennt einen neuen Rekord: 2024 wurden 235 Millionen Tonnen Fisch und andere Wassertiere gefangen oder gezüchtet. (FAO Newsroom)
- Inzwischen stammen 53 Prozent der Wassertiere aus Aquakultur. 2022 hat die Zucht den Wildfang zum ersten Mal überholt. (FAO Newsroom)
- Nach dem neuen Bericht kamen 2023 nur noch 72,6 Prozent der Fänge aus nachhaltigen Beständen, also weniger als in der Bewertung von 2025 (die Zahlen beruhen auf unterschiedlichen Datenständen). (FAO Newsroom)
- Jeder Mensch isst im Schnitt immer mehr Fisch und Meerestiere: 2024 waren es schätzungsweise 21,3 Kilogramm pro Kopf. (FAO Newsroom)
Was heißt das für uns? Mehr als jeder dritte Fischbestand ist überfischt, und die Nachfrage steigt weiter. Weniger Fisch zu essen bleibt der einfachste Beitrag. Wer Fisch kauft, sollte auf den Fischratgeber achten.
Videos dazu

Überfischung der Meere: Was können wir dagegen tun? | neuneinhalb | WDR
WDR „neuneinhalb“ (2021), kindgerecht erklärt: Was Überfischung ist und was wir dagegen tun können.