Was kann ich selbst tun, um Müll zu vermeiden?

Was kann ich selbst tun, um Müll zu vermeiden?

Das erste, einfachste und wichtigste: Überlege Dir beim Einkauf, was Du wirklich brauchst. Angesichts der Fülle der Versuchungen gelingt es leichter, dann auch dabei zu bleiben, wenn Du Dir den guten alten Einkaufszettel schreibst – und auch dabei bleibst 😉

Überlege, ob Du noch brauchbare Dinge nicht auch verschenken kannst, statt sie wegzuwerfen? Aber wer braucht diese Dinge? Bei WOHINDAMIT.ORG findest Du dankbare Abnehmer. FairWertung zeigt Dir, wo Du Altkleider für soziale Projekte spenden kannst.

Zero Waste im Web

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Web-Projekten, die sich mit der Abfallvermeidung befassen. Hier bekommst Du jede Menge Tipps.

Zero Waste: https://www.zero-waste-deutschland.de

Zero Waste Produkte: https://www.zero-waste-deutschland.de/produkte/

Zero Waste Checkliste „Müll vermeiden in der Küche„

Aus der Zero Waste Checkliste „UNVERPACKT“

Nudeln, Reis und Co.
1. im Supermarkt Ausschau halten ob es das evt. in Papier/Pappe gibt
2. bei mein-muesli-laden.de findest du so ziemlich jedes lagerbare Lebensmittel in einer plastikfreien Verpackung im Großgebinde und BioQualität. Hier musst du zwar bestellen, doch unterm Strich ist das unserer Meinung (Zero Waste) nach nachhaltiger als etwas in Plastik zu kaufen. Außerdem kannst du dir so leicht einen Vorrat anlegen und musst seltener in den Supermarkt und so auch weniger tragen. 🙂

Stoffbeutel benutzen (für Obst/Gemüse und Brot )
Eigene Behälter mitnehmen (auch für Antipasti, Cremes von der Frischetheke, Kuchen und Co.)
weniger/keine Tierprodukte essen
möglichst regional/saisonal einkaufen
Second Hand kaufen bei Büchern, Kleidung, Elektroartikel etc. (Ebay Kleinanzeigen, KleiderKreisel und Co.)

Alternativen für dauerhafte Müllverursacher nutzen wie z.B. Rasierhobel, waschbare Binden und Co.
Selber machen statt kaufen (z.B. Putz-/Waschmittel, Konserven, Kochen etc.)
Ideen dafür findest du auf der Webseite von Zero Waste oder auch in den Büchern z.B. von
smarticular
Tipp: Überlege dir einmal, welche 10 Dinge du in den nächsten zwei Monaten in deinem
Leben gerne nachhaltiger gestalten würdest. Dann liste sie nach Wichtigkeit auf (das ist sehr individuell). Nun suchst du für diese Liste Alternativen, am besten recherchierst du selber einmal, so merkt man sich die Dinge auch am ehesten.

Aus der Zero Waste Checkliste „Müll vermeiden in der Küche“

Holzbürste/ Kupferlappen
Geschirrhandtücher
(Bienen)Wachstücher
DIY Spüli aus Efeu, Kernseife o.Ä.
Edelstahl-/Glasdosen/-konserven
French-Press
Holzbrett
Messer aus Edelstahl oder mit
Holz
nachfüllbare Gewürze im Glas
Holzutensilien
Baumwollsack/Brotkasten
Edelstahl- o. Glasflaschen +
Wasser aus der Leitung

Auf smarticular gibt es noch einmal 100 Tipps zum Müllvermeiden. Smarticular ist eine echte Goldgrube, was Müllvermeidung angeht. In mehreren Büchern gibt es umfassende Tipps:

Das alles gibt es auf: https://www.smarticular.net/buecher/hausmittel/

Reset.org: Diese 6 Tools helfen, die Welt vom Plastikmüll zu befreien.
Reset.org: Wohin mit gebrauchten Mobiltelefonen?
Reset.org: Elektroschrott – Zu wertvoll für die Tonne! (Reparieren, bewusst kaufen, gebraucht kaufen, leihen, verkaufen, spenden – sauber entsorgen)
Reset.org: Sei kreativ! Upcycling- und DIY-Tipps. Für alle, die gerne selbst was machen.
Reset.org: Zurück zum Precycling. Gute Ideen müssen nicht neu sein. Beim Precycling geht es darum, beim Einkauf erst gar keinen Müll entstehen zu lassen. Zum Einsatz kommen dabei Dosen, Büchsen, Tüten, Flaschen – immer wieder!

Die Waschbeutel von Guppyfriend (29,75 Euro) fangen Fasern aus Synthetik-Materialien auf, die sich beim Wäschewaschen gelöst haben.

Bücher zum Thema Müllvermeidung / Zero Waste

Glücklich leben ohne Müll von Bea Johnson (Verlag Steve Holger Ludwig, gebraucht auf der Website booklooker.de)

Wie wir Plastik vermeiden von Will McCallum (Ullstein)

Zero Waste im Supermarkt

Wenn Du bereits Plastiktüten durch haltbare Beutel ersetzt hast (und auch Gemüsenetze besitzt) und Deinen Kaffeebecher selber dabei hast, Festseifen statt Wegwerfplastikduschgel benutzt: Dann kannst Du anfangen, auch den Einzelhandel immer wieder darauf hinzuweisen, dass Du mit selbst mitgebrachten Gefäßen einkaufen möchtest. Hier ein Beispiel für eine E-Mail:

Liebe Marktleiterin lieber Marktleiter,

immer mehr Menschen bemühen sich um eine nachhaltige Lebensweise, darunter auch meine Familie und ich .
Der Einzelhandel kann hier sehr viel Unterstützung bieten. Daher bitten wir Sie im Rahmen Ihres Gestaltungsspielraums alles zu tun, um nachhaltiges Einkaufen zu ermöglichen.

Zur Müllvermeidung wünschen wir uns:
Die Möglichkeit an der Salattheke mitgebrachte Transportgefäße zu benutzen (hier genügt eine Tara Waage).
Obst und Gemüse ohne Plastikverpackung, d.h. offen, so dass wir sie in Gemüsenetzen kaufen können
Außerdem gibt es die Möglichkeit Nüsse Sonnenblumenkerne und so weiter abfüllbar zu machen, wie dies etwa die Biomarkt Kette basic bereits umgesetzt hat.
Bieten Sie bitte auch feste Seifen als Alternative zu Duschgels an.

Was wir uns noch wünschen:
Eine breitere Auswahl an veganen Produkten, Bioprodukten und – wo immer verfügbar – auch an Fairtrade Produkten.

Es ist wichtig, dass wir jetzt ins Agieren kommen und aufhören, darauf zu warten, bis die Dinge bis wir dazu gezwungen werden, etwas zu verändern. Sie werden in Ihrem Supermarkt sicher nicht alles umsetzen können, was prinzipiell möglich ist. Wir freuen uns aber über jeden Schritt in die richtige Richtung.

Herzlichen Dank und viele Grüße
Ihr/e (Dein Name)