Müll und Verschmutzung: Auf einen Blick

Auf einen Blick

Das Wichtigste dieser Seite in sieben Sätzen, Stand November 2026:

  • Deutschland produziert sehr viel Verpackungsmüll: 2023 waren es 215 Kilogramm pro Kopf – deutlich mehr als der EU-Durchschnitt von 177,8 Kilogramm.
  • Beim Kunststoff wird noch immer mehr verbrannt als recycelt: Von 5,91 Millionen Tonnen Kunststoffabfall wurden 2023 rund 61 Prozent energetisch verwertet und nur gut 38 Prozent stofflich genutzt; Recyclingkunststoff macht nur 15 Prozent der verarbeiteten Menge aus.
  • Ein weltweites UN-Plastikabkommen ist im August 2025 in Genf gescheitert, vor allem am Widerstand ölproduzierender Staaten; die nächste entscheidende Runde ist erst für Anfang 2027 geplant.
  • Luftverschmutzung ist das größte Umweltrisiko für die Gesundheit: Weltweit trug sie 2023 zu 7,9 Millionen Todesfällen bei, in der EU starben rund 182.000 Menschen vorzeitig an Feinstaub – deutlich weniger als 2005, aber immer noch sehr viele.
  • In Deutschland werden die heutigen Luft-Grenzwerte eingehalten. Ab 2030 gelten aber deutlich strengere EU-Werte, die heute noch an vielen Messstellen überschritten werden.
  • Unsere Gewässer sind in schlechtem Zustand: Nur 9 Prozent der Flüsse, Seen und Küstengewässer sind ökologisch gut, kein einziges Oberflächengewässer erreicht einen guten chemischen Zustand.
  • Ab dem 12. August 2026 gilt die neue EU-Verpackungsverordnung: weniger Verpackungsmüll pro Kopf, recyclingfähige Verpackungen bis 2030 und Grenzen für PFAS in Lebensmittelverpackungen.

Quellen: Bayerischer Umweltpakt: Verbrauch von Verpackungsabfällen in Deutschland und der EU (Eurostat-Daten 2023) · Umweltbundesamt: Kunststoffabfälle · Deutscher Bundestag, Drucksache 21/7902 (08.09.2026): Ein Jahr nach dem gescheiterten UN-Plastikabkommen · State of Global Air 2025 (HEI/IHME), Pressemitteilung 22.10.2025 · Europäische Umweltagentur (EEA): Air quality improving but just over 180 000 deaths still attributable to air pollution in EU (01.12.2025) · Bayerischer Umweltpakt: Luftqualitätsgrenzwerte wurden 2025 erneut überall eingehalten (nach UBA) · Umweltbundesamt: Die Wasserrahmenrichtlinie – Gewässer in Deutschland · EU-Kommission: Packaging waste (PPWR)

So ist diese Seite aufgebaut

Die Seite ist in 5 Teile gegliedert. Ein Klick auf einen Teil springt dorthin. Das Verzeichnis „Auf dieser Seite“ läuft am Rand mit, auf dem Smartphone öffnet es der Knopf „Inhalt“ links unten.

  1. Teil 1: Wie viel Müll und wohin? – Müllmengen, Recycling, Plastikexporte und das UN-Plastikabkommen
  2. Teil 2: Luft und Wasser – Luftverschmutzung, Gewässer, Mikroplastik und PFAS
  3. Teil 3: Ziele und Lösungen – UN-Ziele und Ideen wie Precious Plastic
  4. Teil 4: Ideen gegen den Müll – Kaffeekapseln, Mehrweg, die neuen Verpackungsregeln, Recycling, Phonebloks
  5. Teil 5: Was Du selbst tun kannst – Zero Waste im Alltag, im Web und im Supermarkt

Schwarz sind die Texte von Gottfried Müller, überwiegend aus den Jahren 2019 bis 2021. Blau sind Ergänzungen, die mit KI recherchiert und mit Quellen belegt sind (Stand November 2026). Jeder Teil beginnt mit einer kurzen Einführung.