Rohstoffe: Was die EU jetzt für Rohstoffe vorgibt

Was die EU jetzt für Rohstoffe vorgibt

Hier stand bisher „Baustelle“. Inzwischen hat die EU konkrete Ziele beschlossen – vor allem, um weniger abhängig von einzelnen Ländern zu werden und mehr zu recyceln.

  • Mit dem Gesetz über kritische Rohstoffe (Critical Raw Materials Act) will die EU bis 2030 mindestens 10 Prozent ihres Jahresbedarfs an strategischen Rohstoffen selbst fördern und 40 Prozent selbst weiterverarbeiten. (EU-Kommission)
  • Mindestens 25 Prozent des Bedarfs sollen bis 2030 aus Recycling kommen. Und kein Drittland soll mehr als 65 Prozent eines strategischen Rohstoffs liefern. (EU-Kommission)
  • Die EU-Batterieverordnung schreibt vor, wie viel Lithium aus alten Batterien zurückgewonnen werden muss: 50 Prozent bis 2027 und 80 Prozent bis 2031. (Europäisches Parlament)
  • Neue Batterien für E-Autos und Industrie müssen ab 2031 einen Mindestanteil an recyceltem Material enthalten: 16 Prozent Kobalt, 6 Prozent Lithium, 6 Prozent Nickel und 85 Prozent Blei. Ab 2036 steigen die Werte. (EU-Kommission)
  • Akkus in Geräten wie Handys sollen so gebaut sein, dass Du sie selbst leicht herausnehmen und tauschen kannst. (Europäisches Parlament)
  • Ein digitaler Batteriepass soll künftig zeigen, woher die Rohstoffe einer Batterie stammen und wie sie hergestellt wurde. (EU-Kommission)

Was heißt das für uns? Die Ziele zeigen in die richtige Richtung: weniger Abhängigkeit, mehr Kreislauf. Ob sie reichen, hängt davon ab, wie konsequent sie umgesetzt werden.

Videos dazu

Vorschaubild zum Video „Chinas Rohstoff-Monopol: Kann sich die EU wirklich befreien? | 3sat Nano“

Chinas Rohstoff-Monopol: Kann sich die EU wirklich befreien? | 3sat Nano

YouTube · ZDFheute Nachrichten · 2026 · 8 Min.

3sat nano (Oktober 2026): China beherrscht seltene Erden und kritische Rohstoffe. Kann sich Europa aus dieser Abhängigkeit lösen?