Wer tut etwas dagegen?
Hier eine Kampagne von Earthlink.de: https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de – Elektroautos aus Kinderarbeit: Kobaltabbau im Kongo
Inwieweit die Bemühungen z.B. von Autobauern wie BMW Greenwashing sind oder ernstgemeinte Anstrengungen, bleibt abzuwarten und wird sich an den Ergebnissen messen lassen müssen. Aus dem Edison von Handelsblatt.com:
Hier geht es zu Human Rights Watch. Eine der wichtigen Institutionen, die für Kinderrechte eintreten.
Und was können wir selbst tun? NERVEN! E-Mails an Hersteller schicken und fragen, woher das Kobalt in den Batterien kommt und wie Kinderarbeit ausgeschlossen wird. Und: Nicht mehr Lithium-Akkus kaufen, als „unbedingt“ erforderlich ist.
Für Gold gibt es inzwischen ein Fairtrade-Siegel.
Die EU-Konfliktmineralien-Verordnung: Pflicht seit 2021 – und Lücken
Zinn, Tantal, Wolfram und Gold gelten als „Konfliktmineralien“. Mit ihrem Verkauf finanzieren sich in manchen Regionen bewaffnete Gruppen. Seit dem 1. Januar 2021 gilt deshalb eine EU-Verordnung: Firmen in der EU, die diese Rohstoffe einführen, müssen sicherstellen, dass sie aus verantwortungsvollen Quellen stammen.
Doch die Verordnung hat Lücken. Die Organisation Global Witness kritisiert, die EU habe bei ihrer Rohstoff-Partnerschaft mit Ruanda (seit Februar 2024) keine wirksamen Schutzvorkehrungen umgesetzt. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte an, das Abkommen zu überprüfen.
Auch die Verordnung selbst wird jetzt überprüft: Im Juni 2026 hat die EU-Kommission eine Ausschreibung für eine Bewertung gestartet (Stand November 2026). Du kannst Hersteller und Händler fragen, ob ihr Gold und ihre Elektronik aus geprüften Quellen stammen.
Quellen: EU-Kommission (DG Trade): Conflict Minerals Regulation · EU-Kommission (DG Trade): Conflict Minerals Regulation · swissinfo (17.09.2025)