Auf einen Blick
Das Wichtigste dieser Seite in sieben Sätzen, Stand November 2026:
- In Deutschland wurden 2025 rund 48,5 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie gut 697 Millionen Hühner, 27,6 Millionen Puten und 8,3 Millionen Enten geschlachtet – zusammen weit über 750 Millionen Tiere (Destatis).
- Nach Jahren des Rückgangs essen die Menschen hier wieder etwas mehr Fleisch: 54,9 kg pro Kopf im Jahr 2025, 1,4 kg mehr als 2024; Geflügel erreichte mit 14,7 kg einen Rekord (BZL, vorläufig).
- Gleichzeitig ändern sich die Gewohnheiten: Nur noch 24 Prozent essen täglich Fleisch oder Wurst (2015: 34 Prozent), 37 Prozent nennen sich Flexitarier, 7 Prozent vegetarisch, 2 Prozent vegan (Ernährungsreport 2025).
- Die Tierhaltung verursacht laut FAO rund 12 Prozent aller menschengemachten Treibhausgase; in Deutschland stammen 76 Prozent des Methans aus der Landwirtschaft, vor allem aus den Mägen von Wiederkäuern.
- Der EAT-Lancet-Bericht 2025 zeigt: Ernährungssysteme verursachen etwa 30 Prozent der Treibhausgase; eine überwiegend pflanzliche Kost könnte bis zu 15 Millionen vorzeitige Todesfälle pro Jahr verhindern.
- Das Kükentöten ist in Deutschland seit 2022 verboten; das staatliche Tierhaltungskennzeichen (Gesetz von 2023) wurde dagegen mehrfach verschoben – zuletzt im Oktober 2026 auf Oktober 2027, und es gilt vorerst nur für Schweinefleisch.
- Kultiviertes Fleisch ist inzwischen in Singapur, den USA, Israel und Australien/Neuseeland zugelassen, in der EU und der Schweiz laufen Anträge, eine Zulassung gibt es dort noch nicht (Stand August 2026).
Quellen: Destatis: Fleischproduktion im Jahr 2025 nahezu unverändert (PM Nr. 049, Feb. 2026) · Lebensmittel Praxis: BZL-Daten – Verbraucher in Deutschland essen mehr Fleisch (07.04.2026) · BMLEH: Deutschland, wie es isst – Ernährungsreport 2025 (PDF) · FAO: New FAO report maps pathways towards lower livestock emissions (08.12.2023) · Umweltbundesamt: Lachgas und Methan · Wageningen University: Global food systems are exceeding planetary boundaries (EAT-Lancet 2025) · Verbraucherzentrale: Tötung von Eintagsküken vorbei – aber nur in Brütereien in Deutschland (Stand 04.08.2026) · top agrar: Tierhaltungskennzeichnung erneut verschoben (16.10.2026) · top agrar: In-vitro-Fleisch weltweit (Stand 05.08.2026)
So ist diese Seite aufgebaut
Die Seite ist in 5 Teile gegliedert. Ein Klick auf einen Teil springt dorthin. Das Verzeichnis „Auf dieser Seite“ läuft am Rand mit, auf dem Smartphone öffnet es der Knopf „Inhalt“ links unten.
- Teil 1: Warum weniger Fleisch? – für uns selbst, für die Tiere und den Planeten, mit dem Stand der Forschung
- Teil 2: Was in den Ställen geschieht – Fakten zur Massentierhaltung, was sich geändert hat, Zahlen von heute, Filme
- Teil 3: Ziele und Lösungen – Ziele, Öko-Steuer, Fleisch aus dem Labor, vegane Ernährung
- Teil 4: Organisationen und Politik – wer sich engagiert, politische Forderungen und das Tierhaltungskennzeichen
- Teil 5: Was Du selbst tun kannst – beim Einkauf und in der Küche, mit den heutigen Empfehlungen
Schwarz sind die Texte von Gottfried Müller, überwiegend aus den Jahren 2019 bis 2021. Blau sind Ergänzungen, die mit KI recherchiert und mit Quellen belegt sind (Stand November 2026). Jeder Teil beginnt mit einer kurzen Einführung.