Grenzen des Wachstums oder Ausweitung der Grenzen?

Grenzen des Wachstums oder Ausweitung der Grenzen?

CREDITS: Grafiken modifiziert durch Gregor Hagedorn, nach WWF Living Planet Report Deutsche Kurzfassung (2016). Quelle: IGBP, 2016. basierend auf Analysen von Steffen et al., 2015b. SOURCE: WWF Living Planet Report: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-LivingPlanetReport-2016-Kurzfassung.pdf; Steffen, W., Broadgate, W., Deutsch, L., Gaffney, O., & Ludwig, C. (2015). The trajectory of the Anthropocene: The Great Acceleration. The Anthropocene Review, 2(1), 81–98. https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/2053019614564785 Weitere: https://www.igbp.net/download/18.1b8ae20512db692f2a680007761/1376383137895/IGBP_ExecSummary_eng.pdf [SlideID:1585]

Nach jüngsten Berechnungen verbrauchen wir Ressourcen, die der Biokapazität von 1,7 Erden entsprechen. (Living Planet Report des WWF, 2018). Das folgende Video zeigt Entwicklung und Ausmaß des Problems:

Die Grenzen des Wachstums von 1972:

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums
https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19548/grenzen-des-wachstums/
Zeit online (22.11.2012): Simulierter Untergang – 40 Jahre nach dem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ – was haben wir für den Umgang mit Prognosen gelernt?

Die neuen Grenzen des Wachstums:

Jørgen Randers – Bericht an den Club of Rome. https://de.wikipedia.org/wiki/2052._Der_neue_Bericht_an_den_Club_of_Rome – darin finden sich sinngemäß folgende Aussagen:

  • Ab etwa 2040 wird die Bevölkerung schrumpfen.
  • Es werden bisher ungeahnte Katastrophenkosten entstehen.
  • Der Konsum wird nicht mehr ansteigen und nicht selten auch sinken.
  • Das weltweite Bruttoinlandsprodukt wird kaum noch zunehmen.
  • Die CO2-Emissionen durch Energieverbrauch erreichen 2030 ihren Höhepunkt.
  • Die Temperatur wird um mehr als zwei Grad steigen. Die skandinavischen Länder werden „Gewinner“ des Klimawandels. In Nordafrika wird das Leben noch schwieriger, was Migrationsdruck erzeugt.
  • Beim Wettlauf um die letzten Rohstoffquellen wird die Biokapazität der Welt immer stärker ausgenutzt. Städte werden zu Rohstoffquellen für Metall (urban mining)
  • Wissen ist zwar kein knappes Gut mehr, führt aber nur bedingt zu rationaleren Entscheidungen. Erkenntnisse reichen nicht aus, um Verhaltensänderungen zu bewirken, wenn starke Interessen dem entgegenstehen. Das Internet ermöglicht kollektive Kreativität.
  • Unternehmen werden auf Dauer gezwungen, über die ökologischen und gesellschaftlichen Konsequenzen ihres Handelns Rechenschaft abzulegen. Die Staaten werden hier regulierend eingreifen (müssen).
Wirtschaft hängt an der Natur: der neue Weltbiodiversitätsbericht zu Unternehmen (2026)

Im Februar 2026 haben die Mitgliedsstaaten des Weltbiodiversitätsrats IPBES einen neuen Bericht angenommen. Er fragt: Wie hängen Unternehmen von der Natur ab – und wie schaden sie ihr? Der Bericht sagt auch, dass Firmen zu „Treibern“ für eine bessere Natur werden können.

Eine Kernaussage passt genau zur Frage nach den Grenzen des Wachstums: Der enge Blick auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat das Artensterben stark beschleunigt. Außerdem fehlen bis heute die richtigen Anreize. Wer naturverträglich wirtschaftet, wird zu wenig belohnt.

Für Dich heißt das: Natur ist kein „Gratis-Rohstoff“. Wenn sie in Bilanzen nicht vorkommt, wird sie verbraucht.

Quellen: Finnische Regierung (valtioneuvosto.fi): IPBES – Businesses can … · Finnische Regierung (valtioneuvosto.fi): IPBES – Businesses can …