Fakten und Analysen zum Klimawandel

Auf dieser Seite findest Du eine Darstellung der wichtigsten Fakten und viele Links zu vertiefenden Informationen.

Die fundierteste Seite zum Stand der Wissenschaft (für Nicht-Klimaforscher) ist vermutlich die von Scientists4Future. Scientists for Future eine Fülle von Material, Belegen und Analysen zum Klimawandel. Viele der Grafiken gibt es mit öffentlicher Lizenz (zum Download hier klicken) und werden auf dieser Website verwendet.

Der Klimawandel ist bereits Realität

Weltweit ist die Durchschnittstemperatur bereits um etwa 1 °C angestiegen (relativ zu 1850–1900). Rund die Hälfte des Anstiegs erfolgte in den letzten 30 Jahren.

Globale Temperaturabweichung (Quelle DWD)

Quelle: Deutscher Wetterdienst, Globale Durchschnittstemperatur

Warming  Stripes nach Hawkins veranschaulichen die Erderwärmung im Zeitraum  von 1850, dem Zeitalter der Industrialisierung, bis zur Gegenwart 2018.
Quelle: Scientists for Future; Warming Stripes nach Hawkins. Sie veranschaulichen die Erderwärmung im Zeitraum von 1850, dem Zeitalter der Industrialisierung, bis zur Gegenwart 2018. Die farbigen Streifen zeigen die Temperaturabweichung vom Temperaturdurchschnitt.

CREDITS Text: © Gregor Hagedorn et al. 2019. The concerns of the young protesters are justified. GAIA 28 / 2(2019): 79–87, CC-BY 4.0 CREDITS Image: © Catherine Eckenbach & Sophie Lokatis (Scientists for Future). Idea for stripes: Ed Hawkins. CC BY-SA 4.0 SOURCE: Own work based on the idea by Ed Hawkins; data are Annual global temperatures from 1850-2017 [SlideID:3106] SOURCE: NASA. 2019. 2018 fourth warmest year in continued warming trend, according to NASA, NOAA. https://climate.nasa.gov/news/2841/ 2018-fourth-warmest-year-in-continued-warming-trend-according-to- nasa-noaa (accessed April 12, 2019). 

Ein neuer Bericht des Weltklimarats IPCC zeigt, welche Auswirkungen der Erderwärmung schon heute erkennbar sind: Eis schwindet, Meeresspiegel steigen, Ozeane versauern – der fürs Klima bedeutenden Wasserwelt geht es immer schlechter. (Die Erde versinkt in Wasser und Salz. Zeit online, 25.9.19)

FAQs zum Klimawandel

Klimafakten auf Klimafakten.de – die Übersicht

  1. Gibt es wirklich einen Klimawandel?
  1. Kann man sich auf die Klimaforschung verlassen?

Die FAQ-Seite des Umwelt Bundesamts

beantwortet Fragen zum Klimawandel differenziert und verständlich. Einfach auf die Fragen klicken.

Vertiefende Analysen zu den Ursachen des Klimawandels

Paläoklima-Forschung und die Hockeyschläger-Kurve

Eine Grafik taucht in der Beschreibung des Klimawandels immer wieder auf: Die Hockeyschläger-Kurve, die anzeigt, dass die globale Temperatur in den letzten Jahrzehnten drastisch über das langjährige Mittel angestiegen ist.

Der Beitrag von Stefan Rahmstorf verteidigt die Hockey-Schläger-Kurve vehemment gegen Kritik. Dabei beruft er sich auf die Pages 2k Studie, die die Vorhersage der vieldiskutierten Hockeyschläger-Kurve zu bestätigen scheint. Das PAGES 2k Netzwerk ist eine Initiative zum Studium der globalen Temperaturveränderungen der vergangengen 2000 Jahre.

Klimawandel: Die Hockeyschlägerkurve - Paläoklima und die Hockeyschläger-Debatte

Quelle: Stefan Rahmstorf. Paläoklima: Die Hockeyschläger-Debatte.

Es gibt einige (wenige) Wissenschaftler, die vor allem die Unsicherheiten in der Interpretation komplexer vergangenheitsbezogener Daten betonen. Einer davon ist Dr. Harald Kehl, der bis 2016 für das Institut für Ökologie an der TU Berlin tätig war. Auf seiner Webseite werden die Klimadaten äußerst kritisch diskutiert.

Kritische Diskussion innerhalb der Wissenschaft ist notwendig, denn wenn sie nicht kritisch ist, ist sie keine Wissenschaft mehr. Andererseits führen diese Diskussionen dazu, dass in der Bevölkerung eine massive Verunsicherung auftritt. Was stimmt denn nun? Letztlich kannst Du Dir nur selbst ein Bild machen und die Glaubwürdigkeit verschiedener Quellen einschätzen, was als Nicht-Experte allerdings unglaublich schwierig ist.

Ich halte es für unverantwortlich, ohne hieb- und stichfeste Beweise und eine tiefe Durchdringung des Themas zu behaupten, man müsse nicht handeln, weil es keinen wissenschaftlichen Konsens gäbe. 97% aller Wissenschaftler sind sich völlig einig darüber, dass der anthropogene Klimawandel eine Tatsache ist.

Der menschengemachte Klimawandel ist mit so hoher Wahrscheinlichkeit belegbar, dass es nicht mehr vernünftig genannt werden kann, wenn quantitative Restunsicherheiten herangezogen werden, um Maßnahmen gegen die Klimaerhitzung abzulehnen.

Um die genannten Restunsicherheiten soweit wie möglich aufzuklären, wollen wir noch tiefer in das Thema Paläoklima und Zusammenhang von atmosphärischer CO2-Konzentration und globaler Temperatur einsteigen:

Quelle: Scientists for Future; Die Grafik zeigt den Verlauf der CO2-Konzentration in der Atmosphäre, die Globale Temperatur und die Höhe des Meeresspiegels in den letzten 420000 Jahren. Die Daten stammen aus verschiedenen Quellen, unter anderem von Eisbohrkernen aus Grönland und der Antarktis, von Sedimentbohrkernen aus dem tiefen Ozean, oder von sehr alten Korallenriffen. Die CO2-Konzentration übersteigt heute alle Werte der vergangenen 420000 Jahre. Die 400 ppm Marke haben wir ca. 2016 permanent überschritten. Wichtig: In der Geschichte folgte die CO2-Konzentration der Erwärmung. Heute folgt die Erwärmung der Mensch-gemachten CO2-Konzentration, da der Anstieg des CO2-Levels so stark ist. Man sieht, dass das Holozän, also das Erdzeitalter in dem wir leben, im Vergleich zu früheren Zeiten eine sehr stabile Erdtemperatur hat. Diese „Komfortzone“ würden wir riskieren, wenn wir die Erde weiter erwärmen.

Die folgende Grafik zeigt anschaulich die Unterschiede im Temperaturverlauf auf verschiedenen Kontinenten:

Temperaturverlauf der letzten 2000 Jahre in verschiedenen Kontinentalregionen.

Quelle 1: Stefan Rahmstorf. Paläoklima: Die letzten 2000 Jahre. Temperaturverlauf in den einzelnen Kontinentalregionen (30-Jahres-Mittel). Rot bedeutet warm, blau kalt. Quelle 2: Nature Geoscience.

Fakt ist: CO2 ist die Hauptursache des gegenwärtigen Klimawandels, auch wenn das bei anderen Klimawandeln in der Erdgeschichte anders gewesen sein mag

Eiszeitalter sind durch einen Wechsel von Eis- und Warmzeiten geprägt. Wenn die Erde aus einer Eiszeit kommt, wird die Erwärmung tatsächlich nicht durch Kohlendioxid verursacht, sondern durch Veränderungen der Erdumlaufbahn und der Erdachse. Infolge des Temperaturanstiegs geben dann die Meere CO2 ab, das die Erwärmung verstärkt und über den gesamten Planeten verteilt. In Wahrheit stimmt also beides: Steigende Temperaturen führen zu einem CO2-Anstieg in der Atmosphäre, und CO2 führt zu einer Erwärmung.

In den letzten 500.000 Jahren erlebte die Erde lange Eiszeiten (Glaziale), die regelmäßig von kurzen Warmzeiten unterbrochen wurden, sogenannten Interglazialen. Veränderungen der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre stimmen ziemlich genau mit diesem Zyklus überein: Der CO2-Gehalt nimmt um etwa 80 bis 100 Teilchen pro Million (ppm = parts per million, also CO2-Moleküle in einer Million Luftmolekülen) zu, während die arktischen Temperaturen um rund zehn Grad Celsius steigen (siehe Abbildung 1). 

Bei genauer Betrachtung jedoch folgt der CO2-Anstieg dem Temperaturanstieg um ungefähr 1000 Jahre. Obwohl dieses Phänomen schon vor mehr als zwanzig Jahren vorhergesagt wurde (Lorius et al. 1990), führt es bei vielen Menschen noch immer zu Überraschung und Verwirrung. Ist nun der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre eine Folge der Erderwärmung, oder ist umgekehrt die Erderwärmung eine Folge des CO2-Anstiegs? Die Antwort lautet: Beides ist richtig.

CO2 Konzentration in der Atmosphäre

Abbildung 1: Daten zur CO2-Konzentration in der Atmosphäre, die anhand eines Eisbohrkerns von der russischen Antarktis-Forschungsstation „Wostok“ gewonnen wurden (blaue Kurve) und zu Temperaturschwankungen über die vergangenen 400.000 Jahre (rote Kurve); Quellen: Petit 2000, Barnola 2003 

Warmzeiten treten ungefähr alle 100.000 Jahre auf. Man spricht in diesem Zusammenhang von den Milanković-Zyklen, die durch Veränderungen der Erdumlaufbahn und der Rotationsachse verursacht werden. Drei wichtige orbitale Veränderungen sind hierbei zu nennen: Die Form der Erdumlaufbahn um die Sonne (Exzentrizität) variiert zwischen elliptisch und kreisähnlich. Die Neigung der Erdachse (Obliquität) gegenüber der Erdbahnebene schwankt zwischen 22,5 Grad und 24,5 Grad. Drittens pendelt die Erdrotationsachse zwischen einer Ausrichtung auf den Polarstern und auf den Stern Wega (Präzession). –– Näheres dazu in unserem Glossar unter dem Stichwort Erdbahnparameter.

Veränderungsparameter der Erdumlaufbahn

Abbildung 2: Die drei wichtigsten Veränderungsparameter der Erdumlaufbahn: Exzentrizität – Änderung der Form der Erdumlaufbahn, Obliquität –  Änderung der Neigung der Erdrotationsachse, Präzession – Richtungsänderung der Erdachse

Die drei Effekte überlagern sich auf komplizierte Weise und führen zu langfristigen Veränderungen der Intensität, mit der die Sonne zu verschiedenen Jahreszeiten auf die Erde strahlt (in den nördlichen Breiten scheinen die Veränderungen besonders groß zu sein). Die Milanković-Zyklen führen also zu natürlichen Erderwärmungen – diese aber laufen in Zeitspannen von Jahrtausenden ab und damit viel langsamer als die Erderwärmung, die heute zu beobachten ist.

Für die Verzögerung des CO2-Anstiegs bei diesen prähistorischen Klimawandeln hat die Wissenschaft überzeugende Erklärungen gefunden, sehr genau wurde beispielsweise eine Erwärmungsphase vor rund 19.000 Jahren untersucht, der letzte Übergang von einer Eiszeit zu einer Warmzeit (vgl. Shakun et al. 2012). Demnach lief damals folgende Kettenreaktion ab: Durch langsame orbitale Veränderungen erwärmte sich die Arktis. Große Mengen von Eis schmolzen. Das Schmelzwasser floss in die Ozeane der Nordhalbkugel. Dieser Wasserzufluss störte die Ozeanströmungen, mit denen großräumig Wärme zwischen der Nord- und der Südhalbkugel umverteilt wird. In der Folge, beginnend etwa vor 18.000 Jahren, erwärmten sich dann als erstes die Ozeane auf der Südhalbkugel.

Wenn sich Ozeangebiete erwärmen, verringert sich generell die CO2-Löslichkeit des Wassers (Martin et al. 2005). In der Folge entweicht mehr Kohlendioxid aus dem Ozean in die Atmosphäre. Der genaue Mechanismus, durch den die Tiefsee CO2 abgibt, wird noch nicht ganz verstanden, doch man geht davon aus, dass er mit der vertikalen Vermischung des Wassers im Ozean zusammenhängt (Toggweiler 1999). Dieser Vorgang dauert ungefähr 800 bis 1000 Jahre, so dass bei prähistorischen Klimawandeln erst ungefähr tausend Jahre nach der anfänglichen Erwärmung ein Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu beobachten war (Monnin 2001Mudelsee 2001.)

Das Ausgasen von Kohlendioxid aus dem Ozean hatte dann verschiedene Folgen:

Erstens verstärkte der erhöhte CO2-Gehalt der Atmosphäre die ursprüngliche Erwärmung. Der relativ schwache Erwärmungseffekt eines Milanković-Zyklus reicht nämlich nicht aus, um den extremen Temperaturwandel herbeizuführen, der erforderlich ist, um den Übergang von einer Eiszeit in eine Warmzeit zu bewirken (diese Periode wird Deglaziation genannt). Dagegen lässt sich durch den Verstärkungseffekt des CO2 die tatsächlich aufgetretene Erwärmung erklären. (Diese Beobachtungen sind übrigens hilfreich, um die heute zu erwartenden Klimaänderungen infolge bestimmter CO2-Freisetzungen – in der Fachsprache: die „Klimasensitivität“ – abschätzen zu können.)

Zweitens verteilte sich das Kohlendioxid vom südlichen Ozean aus in der gesamten Erdatmosphäre, so dass sich mit zeitlicher Verzögerung auch nördlichere Gebiete erwärmten (Cuffey 2001). Tropische Meeressedimente deuten auf eine Erwärmung der Tropen ungefähr tausend Jahre nach der Erwärmung der Antarktis und somit ungefähr zur Zeit des CO2-Anstiegs hin (Stott 2007). Auch Eiskerne aus Grönland zeigen, dass die Erwärmung im Norden erst nach dem CO2-Anstieg in der Antarktis erfolgte (Caillon 2003).

In Abbildung 3 sind die Daten für den Übergang von der letzten Eiszeit zur Warmzeit quasi in Nahaufnahme zu sehen: Die Erwärmung der Antarktis (rote Kurve) ging in der Tat dem Anstieg der CO2-Werte (gelbe Punkte) leicht voraus, doch die globale Erwärmung (blaue Kurve) folgte erst auf diese CO2-Zunahme. Mehr als 90 Prozent der weltweiten Erwärmung (blaue Kurve) ereignete sich jedenfalls nach dem CO2-Anstieg.

Abbildung 3: Die aus einer Vielzahl von Proxy-Daten ermittelte globale Durchschnittstemperatur (blau), dargestellt als Abweichung vom Mittelwert des frühen Holozän (vor rund 11.500 bis 6.500 Jahren); ein aus Eisbohrkern-Daten rekonstruierter Temperaturverlauf in der Antarktis (rot); Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre (gelbe Punkte). An der horizontalen Achse sind prominente Zeitintervalle verzeichnet (LGM – Letztes Glaziales Maximum, OD – Älteste Dryaszeit, B-A – Bölling-Interstadial, YD – Jüngere Dryaszeit sowie Holozän); Quelle: Shakun et al. 2012

Die Behauptung, die Verzögerung beim CO2-Anstiegs während prähistorischer Klimawandel widerlege den Einfluss von CO2 auf die Erderwärmung, zeugt also von einem mangelnden Verständnis der Prozesse, die von Milanković-Zyklen angetrieben werden. Eine Analyse der Forschungsergebnisse zu den vergangenen Deglaziationsphasen ergibt jedenfalls:

  • Die Deglaziation wird nicht durch CO2, sondern durch Orbitalzyklen angestoßen.
  • CO2 verstärkt jedoch das Ausmaß der Erderwärmung, das nicht durch Orbitalzyklen allein erklärt werden kann und sorgt zudem für eine Verteilung der Erwärmung über den gesamten Globus.

Für den aktuellen Klimawandel lässt sich aus alldem Zweierlei lernen: Die gegenwärtige Erderwärmung vollzieht sich viel zu schnell und zu heftig, als dass sie mit orbitalen Faktoren erklärt werden könntezumal die gegenwärtigen Veränderungen der Erdbahnparameter zu einer sehr langsamen Abkühlung führen müssten. Momentan geht also etwas grundsätzlich anderes vor als in Deglaziationsphasen, bei denen der CO2-Anstieg tatsächlich erst durch die Erderwärmung angestoßen wurde. Was dann aber auf diese höhere Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre folgte, lässt wertvolle Rückschlüsse darauf zu, wie das Klimasystem der Erde heute bzw. in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten auf die menschengemachten CO2-Emissionen reagieren dürfte.

John Cook/klimafakten.de, Juni 2010,
zuletzt aktualisiert: Juli 2014

Hier noch einige vertiefende Beispiele für Studien zur Klimageschichte der Erde:

Reconstructions of Earth’s past climate strongly influence our understanding of the dynamics and sensitivity of the climate system. Yet global temperature has been reconstructed for only a few isolated windows of time, and continuous reconstructions across glacial cycles remain elusive. Here I present a spatially weighted proxy reconstruction of global temperature over the past 2 million years estimated from a multi-proxy database of over 20,000 sea surface temperature point reconstructions. Global temperature gradually cooled until roughly 1.2 million years ago and cooling then stalled until the present. The cooling trend probably stalled before the beginning of the mid-Pleistocene transition3, and pre-dated the increase in the maximum size of ice sheets around 0.9 million years ago. Thus, global cooling may have been a pre-condition for, but probably is not the sole causal mechanism of, the shift to quasi-100,000-year glacial cycles at the mid-Pleistocene transition. Over the past 800,000 years, polar amplification (the amplification of temperature change at the poles relative to global temperature change) has been stable over time, and global temperature and atmospheric greenhouse gas concentrations have been closely coupled across glacial cycles. A comparison of the new temperature reconstruction with radiative forcing from greenhouse gases estimates an Earth system sensitivity of 9 degrees Celsius (range 7 to 13 degrees Celsius, 95 per cent credible interval) change in global average surface temperature per doubling of atmospheric carbon dioxide over millennium timescales. This result suggests that stabilization at today’s greenhouse gas levels may already commit Earth to an eventual total warming of 5 degrees Celsius (range 3 to 7 degrees Celsius, 95 per cent credible interval) over the next few millennia as ice sheets, vegetation and atmospheric dust continue to respond to global warming. Quelle: Carolyn W. Snyder, Evolution of global temperature over the past two million years, Nature volume 538, pages226–228 (2016)

Quelle: Welt der Physik, Temperaturkurve des Erdklimas über zwei Millionen Jahre

Ergänzend die Darstellung im Wikipedia-Artikel Klimageschichte:

Quelle: Wikipedia – Klimageschichte

Der Zusammenhang von Treibhausgas-Emissionen und Temperaturanstieg

Ist es wirklich das Kohlendioxid?

Um mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erwärmung von 1,5 °C nicht zu überschreiten, müssen die Nettoemissionen von Treibhausgasen (insbesondere CO2) sehr rasch sinken und in den nächsten 20 bis 30 Jahren weltweit auf null reduziert werden.

Quelle: Scientists for Future; Zu sehen sind rechts die verschiedenen Temperaturen zum Ende des Jahrhunderts bei verschiedenen Emissionspfaden. “Business as usual“ stellt den aktuellen Pfad ohne deutlich CO2-Reduktionen dar. Kernbotschaft ist, wie groß die Diskrepanz zwischen aktuellen Richtlinien zur CO2-Reduktion und 1,5°C-Pfad ist. Auch die Pariser Selbstverpflichtungen reichen außerdem bei weitem nicht auf, um das auch beim Pariser Klimagipfel gefasste Ziel „Erderwärmung auf deutlich unter 2°C beschränken“ einzuhalten. Dazu sind drastischere Emissionssenkungen nötig.

NOTES: This is the Nov. 2017 version, a Nov 2018 update would be possible, a 2019 update highly desirable see the Dec. 2018 update in https://climateactiontracker.org/documents /507/CAT_2018-12-11_ Briefing_WarmingProjectionsGlobalUpdate_Dec2018.pdf Own Graph, Inserted as EMF, then ungrouped! EXCEL: CAT_public_data_emissions_pathways_Nov2017-modified GH_v03.xlsx Inserted as EMF, then ungrouped! See also https://climateactiontracker.org/global.html CREDITS: © Gregor Hagedorn 2018, CC BY-SA 4.0. Data from climateactiontracker.org, plus other sources [SlideID:2105]

Stattdessen steigen die CO2-Emissionen weiter. Mit den Vorschlägen, die weltweit derzeit auf dem Tisch liegen, wird die Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich bei über 3 °C liegen und anschließend aufgrund anhaltender Emissionen und Rückkopplungseffekte weiter zunehmen.

CO2-Gehalt der Atmosphäre steigt ungehindert weiter an

Quelle: Scientists for Future; Bislang haben wir es trotz aller Bemühungen nicht geschafft, die CO2-Emissionen zu reduzieren, sie wachsen exponentiell weiter.

CREDITS: © Graph Gregor Hagedorn 2019, CC BY-SA 4.0; data Mauna Loa CO2 data from scrippsco2.ucsd.edu NOTES: THIS VERSION COMPLETE UNTIL 2018-12 SOURCE: Data: https://scrippsco2.ucsd.edu/assets/data/atmospheric/stations/in_situ_co2/monthly/monthly_in_situ_co2_mlo.csv“
Graph: OWN Graph, local storage GH: monthly_in_situ_co2_mlo – Keeling Curve REDONE GH.xlsx
Recommended Citation for Data: see CSV file. [SlideID:1868

Quelle: Scientists for Future;
Jährliche globale anthropogene  CO2-Emissionen. Die Hauptquellen sind fossile Brennstoffe, die Zement-Produktion und das Abfackeln bei der Gewinnung von Erdgas oder Erdöl. Braun: CO2-Emissionen durch Waldwirtschaft und andere Landnutzung.

SOURCE: IPCC AR5 Report 2014; Synthesis Report, Fig.1. Original Caption: Annual global anthropogenic carbon dioxide (CO2) emissions (gigatonne of CO2-equivalent per year, GtCO2/yr) from fossil fuel combustion, cement production and
flaring, and forestry and other land use (FOLU), 1750–2011. Cumulative emissions and their uncertainties are shown as bars and whiskers, respectively, on the right-hand side. The global effects of the accumulation of methane (CH4) and nitrous oxide (N2O) emissions are shown in Figure 1.3. Greenhouse gas emission data from 1970 to 2010 are shown in Figure 1.6. {modified from WGI Figure TS.4 and WGIII Figure TS.2}

Das verbleibende „CO2-Emissionsbudget“

Bei derzeitigen Emissionen reicht das verbleibende globale CO2-Emissionsbudget für den 1,5-Grad-Pfad nur für etwa 10 Jahre. (Anders ausgedrückt: Wenn wir weiterhin so viel Klimagase emitieren, wie wir es jetzt tun, haben wir in 10 Jahren die Konzentrationen, die einen Anstieg der mittleren globalen Temperatur um 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit bedingen.) Auch für den 2-Grad-Pfad reicht es nur für etwa 25–30 Jahre.

Das CO2-Emissionsbudget für die Einhaltung des 1,5 Grad-Zieles reicht bei derzeitigen Emissionen nur noch 10 Jahre

Quelle: Scientists for Future; NOTES: IPCC 1.5°C report sagt „2050“ statt 2040 (https://report.ipcc.ch/sr15/pdf/sr15_spm_final.pdf (C1)) CREDITS: © Gregor Hagedorn, CC BY-SA 4.0, modified after Christiana Figueres, Schellnhuber, …, Rahmstorf 2017. Nature: 593ff doi:10.1038/546593a. SOURCE: https://doi.org/10.1038/546593a – Copyright Note: Reminder of original graph is a standard data representation and below copyright threshold. [SlideID:1582]

CO2-Minderungspfad für das 1,5-Grad Ziel

CO2-Minderungspfad für das 2-Grad Ziel

Quelle: Scientists for Future © Robbie Andrew 2018, simplified Gregor Hagedorn, CC BY-SA 4.0. Data: GCP + Emissions budgets from IPCC SR1.5. Mitigation curves after Raupach et al. 2014.

CO2-Emissionen in Deutschland: Wir leben auf Kredit

CREDITS: © Stefan Rahmstorf, re-labeled by Gregor Hagedorn, CC BY-SA 4.0; SOURCE: https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/wie-viel-co2-kann-deutschland-noch-ausstossen/ original graphics under CC BY-SA 4.0.
https://www.bmu.de/publikation/klimaschutz-in-zahlen-2018/; Hinzugefügt: Ziele der Bundesregierung, Source: Klimaschutz in  Zahlen, 2018 https://www.bmu.de/publikation/klimaschutz-in-zahlen-2018/; NOTES: „Grün: Emissionen bis 2018 nach Zahlen des Umweltbundesamtes (für 2018 habe ich denselben Wert wie 2017 veranschlagt, da die Zahl noch nicht veröffentlicht ist). Blau: exemplarische lineare Emissionsminderung, die einem fairen Beitrag Deutschlands zu den Paris-Zielen entsprechen könnte.“ Angesetzt für das Deutschland zur Verfügung stehende Budgets ist ein Anteil an den global verfügbaren 800 Gigatonnen (für ein 1,75°C Ziel) , der dem Anteil Deutschlands an der Weltbevölkerung entspricht.

Wenn wir die CO2-Emissionen nicht rechtzeitig zurückfahren, leben wir von einem „CO2-Überziehungskredit“, d. h. die ab dann emittierten Treibhausgase müssen später unter großen Anstrengungen wieder aus der Atmosphäre entfernt werden. Bereits die heute lebenden jungen Menschen sollen diesen „Kredit“ wieder abbezahlen. Gelingt dies nicht, werden viele nachfolgende Generationen unter den gravierenden Folgen der Erderwärmung leiden.

Daten zur Emission von CO2 und anderen Klimagasen

Wenn man sich die CO2-Emissionen nach Ländern anschaut, fällt vor allem der starke Anstieg in China auf. Nun könnte man sagen: Aha, die Chinesen sind schuld, was sollen wir dagegen machen. Solange die so viel CO2 emittieren, nützt es kaum etwas, wenn wir hier sparen. Aber Dir ist natürlich klar, dass das ein Trugschluss ist. Die chinesischen Emissionen entstehen zu einem sehr großen Teil bei der Produktion von Exportgütern mit Braunkohlestrom. Güter, die wir einführen, in rießigen Massen für Verschwendungskonsum. Da kann man tatsächlich fragen: Was nützt es, wenn hier ein Werk symbolische Solarzellen auf dem Dach und ein Biotop auf dem Gelände hat, wenn alle Stahlprodukte aus China geholt werden. Produziert mit Braunkohlestrom. Es läuft immer auf das Gleiche hinaus: weniger konsumieren ist mehr Lebensqualität für unsere Zukunft.

CO2-Emissionen nach Ländern / Regionen

Treibhausgasemissionen nach Quellsektoren

Verursacher von Treibhausgas-Emissionen

Bau: Klimakiller Zement

Für besseren Klimaschutz in der Baubranche ist ein Wandel in der Beton- und Zementindustrie essentiell. Denn acht Prozent der Treibhausgasemissionen weltweit gehen auf die Zementherstellung zurück.

Der WWF hat 2019 eine Analyse zum Klimaschutz in der Beton- und Zementindustrie erstellt.

Militär

Eine 2019er Studie von Wissenschaftlern der Durham University und der Lancaster University, die von der Royal Geographical Society in Großbritannien veröffentlicht wurde, belegt: Das US-Militär ist einer der größten Klimasünder in der Geschichte, verbraucht mehr flüssige Kraftstoffe und emittiert mehr Kohlenstoff als die meisten Länder.

Auf Basis des des Freedom of Information Act stellten die Wissenschaftler Anfragen an die Defense Logistics Agency.

Auf Basis dieser Daten konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die US-Streitkräfte, wenn man sie als einen Nationalstaat betrachten würde, der 47. größte Verursacher von Treibhausgasen in der Welt wären. Dabei sind aber nur die Emissionen aus der Kraftstoffnutzung berücksichtigt. Das US-Militär verursacht also alleine mehr Emissionen als Staaten wie Portugal, Schweden oder Dänemark.

Im Jahr 2017 verbrauchte das US-Militär jeden Tag etwa 42,9 Millionen Liter Öl, dabei wurden mehr als 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid emittiert. Damit ist das US-Militär weltweit der größte institutionelle Verbraucher von Kohlenwasserstoffen.

Quelle: heise.de – Das US-Militär – einer der größten Klimasünder in der Welt

Vgl. auch die (Studie genannte) Informationsbroschüre der Informationsstelle Militarisierung.

Ernährung

Treibhausgas-Emissionen bei der Herstellung verschiedener Nahrungsmittel. Informationen von Christian Rüther zum Klima-Impact verschiedener Nahrungsmittel:

Verkehr

Zur Ermittlung und Aufbereitung von Informationen aus dem Verkehrsbereich hat das Umweltbundesamt das Computerprogramm TREMOD (Transport Emission Model) entwickeln lassen. Hier kannst Du eine Übersicht über den C02-Ausstoß aller Verkehrsmittel finden.

Der VDC ergänzt dazu: Die Klimawirksamkeit des Flugverkehrs ist mindestens dreimal höher, als der Treibstoffverbrauch es nahegelegt. Das liegt daran, dass Flugzeuge ihre Emissionen in Höhen ausstoßen, in denen sie größere Schäden anrichten als gleiche Mengen am Boden. Der direkte CO2-Ausstoß von Flugzeugen wird deshalb üblicherweise mit dem so genannten RFI-Faktor (Radiative Forcing Index) multipliziert, um den Klimaschaden zu errechnen. Eine Aufbereitung des Themas „Auto, Bahn, Flugzeug oder Bus= Verkehrsmittel und C02-Bilanzen“ für den Schulunterricht findest Du hier. Du kannst die Berechnung des C02-Ausstoßes mit dem C02-Rechner des WDR personalisieren, indem Du Motorenvariante, Anzahl Personen im Auto etc. angeben kannst.

Wie viel CO2 entsteht bei der Produktion eines Autos?

Das Handelsblatt sagt: ca. 4,5 Tonnen CO2. „…Und Zahlen des Öko-Instituts deuten an, dass (Akku-)Recycling am Ende zu einer CO2-Gutschrift führen könnte. Wird etwa das Aluminium des Autos wiederverwertet, sinkt die CO2-Bilanz im neuen Auto erheblich.“
Der Spiegel bietet einen interaktiven Klima-Rechner für den Autokauf.
Mehr über die Umweltfreundlichkeit von Elektrofahrzeugen gibt es auf der Seite emobil-umwelt.de.

Das Internet als CO2-Schleuder

Jedes Log-in bei Facebook oder jede Suchanfrage bei Google negativ auswirken. Handy, Laptop oder Modem schlucken Strom genauso wie die Server, die uns mit der gewünschten Website verbinden. (Nach eigenen Angaben verursacht einmal googeln etwa 0,2 Gramm CO2.) Das Umweltbundesamt errechnete, dass bereits 2015 alleine durch den Stromverbrauch für Betrieb und Kühlung der Server in Deutschland sechs Millionen Tonnen CO2-Emissionen verursacht wurden. Eine Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nimmt an, dass sich der Energiebedarf von Servern bis 2025 noch um 60 Prozent erhöhen könnte, weil etwa die Nutzungszeit weiter ansteigt.“ (Quelle: Zeit Online)

Tipps: Ecosia als Suchmaschine nutzen (pflanzt Bäume, wird mit Erneuerbaren betrieben), Posteo als E-Mail-Provider (Betrieb mit Erneuerbaren, Finanzen via Ökobanken, Nutzersicherheit, 1 Euro / Monat). Über WLAN ins Netz gehen verbraucht deutlich weniger Energie, als über mobile Netze (sagt das Bundesumweltamt). Und: Modem beim Verlassen der Wohnung ausschalten.

CO2-Footprint

Wenn Du Deinen eigenen ökologischen Fußabdruck berechnen willst, kannst Du das z.B. hier tun: 

Wenn Du es genau wissen willst, kannst Du natürlich auch Deinen persönlichen ökologischen Fußabdruck ermitteln. Dabei helfen Dir folgende Links:

Und es gibt eine App, die Dir hilft Dein alltägliches Verhalten tatsächlich messbar nachhaltiger zu gestalten: Ein guter Tag hat 100 Punkte.

Kippelemente (tipping points) des Klimasystems

Bei zunehmender Erwärmung der Erde werden gefährliche klimatische Kipp-Punkte des Erdsystems, d. h. sich selbst verstärkende Prozesse, immer wahrscheinlicher.
Dies würde dazu führen, dass eine Rückkehr zu heutigen globalen Temperaturen für kommende Generationen nicht mehr realistisch ist.

Rückkopplungseffekte im Klimasystem

Quelle: Scientists for Future; © Helga Kromp-Kolb (BOKU, Wien) CC BY-SA 4.0.

Die zunehmende Erwärmung löst weitere große Veränderungen im Klimasystem aus, die für die nächsten Jahrhunderte nicht umkehrbar sein werden, zum Beispiel das Abschmelzen des Gröndlaneises, das Aussterben der Korallen oder bei höherer Erwärmung die Austrocknung des Amazonasregenwaldes.

Quelle: Scientists for Future; Weiteres dazu: IPCC AR5 Report, WGI, Chap 12., S. 1114. CREDITS: © G. Hagedorn & Felix Schreyer, CC BY-SA 4.0, after Steffen et al. 2018, Fig. 3, PNAS, https://doi.org/10.1073/pnas.1810141115 SOURCE: Data: Will Steffen, Johan Rockström, Katherine Richardson, Timothy M. Lenton, Carl Folke, Diana Liverman, Colin P. Summerhayes, Anthony D. Barnosky, Sarah E. Cornell, Michel Crucifix, Jonathan F. Donges, Ingo Fetzer, Steven J. Lade, Marten Scheffer, Ricarda Winkelmann, and Hans Joachim Schellnhuber 2018. Trajectories of the Earth System in the Anthropocene. PNAS August 14, 2018 115 (33) 8252-8259. https://doi.org/10.1073/pnas.1810141115, CC BY-NC-ND 4.0. Map: Blank World map, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:BlankMap-World-large.png [SlideID:3242]

Die Ozeane nehmen zurzeit rund 90 % der zusätzlichen Wärme auf. Sie haben zudem etwa 30 % des bisher emittierten CO2 aufgenommen. Die Konsequenzen sind Meeresspiegelanstieg, Verlust von Meereis, Versauerung und Sauerstoffmangel im Ozean. Die konsequente Umsetzung der Ziele des Pariser Abkommens ist essentiell, um Mensch und Natur zu schützen und den Verlust von marinen Arten und Lebensräumen, besonders der akut gefährdeten Korallenriffe, zu begrenzen.

Quelle: Scientists for Future; Weiteres dazu: IPCC AR5 Report, WGI, Chap 12., S. 1114. CREDITS: © Steffen et al. 2018, Fig. 2, PNAS, https://doi.org/10.1073/pnas.1810141115, CC BY-NC-ND 4.0 (unchanged image). Translated by Catherine Eckenbach und Gregor Hagedorn SOURCE: Will Steffen, Johan Rockström, Katherine Richardson, Timothy M. Lenton, Carl Folke, Diana Liverman, Colin P. Summerhayes, Anthony D. Barnosky, Sarah E. Cornell, Michel Crucifix, Jonathan F. Donges, Ingo Fetzer, Steven J. Lade, Marten Scheffer, Ricarda Winkelmann, and Hans Joachim Schellnhuber 2018. Trajectories of the Earth System in the Anthropocene. PNAS August 14, 2018 115 (33) 8252-8259. https://doi.org/10.1073/pnas.1810141115, CC BY-NC-ND 4.0. [SlideID:3237]

Folgen der Erderwärmung

Von Dezember 2019 bis Februar 2020 lag die Temperatur im Schnitt um 3,4 Grad Celsius über den durchschnittlich gemessenen Werten aus den Jahren 1981 bis 2010 – und fast 1,4 Grad über dem bislang wärmsten Winter 2015/16.

Vgl. dazu auch den Bericht auf mdr: Winter in Europa war wärmster seit Beginn der Aufzeichnungen.

Video von copernicus.eu

Immer wieder stellt sich die Frage:

Kann man aktuelle Wetterereignisse auf den Klimawandel zurückführen?

Zu dieser Frage hat die Physikerin Friederike Otto am Environmental Institute in Oxford mit neuen Methoden bahnbrechende Erkenntnisse geschaffen. Hier erfährst Du mehr darüber:

https://youtu.be/l-8H9hs5QXo

„Oder die Antwort war: Naja, wir leben in einem sich verändernden Klima, natürlich spielt der Klimawandel eine Rolle, was auch trivialerweise richtig ist.“ Aber natürlich ist das keine sonderlich befriedigende Antwort. Dass es sehr wohl möglich ist, den Anteil zu bestimmen, den der Klimawandel an konkreten Wetterereignissen hat, beansprucht die sogenannte Zuordnungswissenschaft („Attribution Science“). Dieser Forschungszweig wurde von der jungen Physikerin vom Environmental Change Institute in Oxford vor einigen Jahren mitbegründet.
So bestimmt die Zuordnungswissenschaft die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Extremwetterereignis auftritt, in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren: 
„Das kann zum Beispiel sein, dass eine Hitzewelle im heutigen Klima ungefähr alle fünf Jahre zu erwarten ist“, erklärt Otto. „Und dann fragen wir: Was ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten exakt des gleichen Ereignisses in einer Welt, wie sie ohne den Klimawandel gewesen wäre?“ Da käme dann beispielsweise heraus, dass damit alle 40 Jahre zu rechnen wäre. „Und weil der einzige Unterschied zwischen diesen beiden Welten die menschengemachten Treibhausgase sind, können wir eben diese Verschiebung der Wahrscheinlichkeit dem Klimawandel zuordnen.“ Kompliziert ist die Analyse vor allem deshalb, weil der Klimawandel das Wetter auf zwei unterschiedliche Arten beeinflussen kann: zum einen über die Thermodynamik, zum anderen durch einen Zirkulationseffekt.
Effekte des Klimawandels können sich gegenseitig aufheben
So sorgt die Thermodynamik dafür, dass die Atmosphäre wärmer ist. Das erhöhe nicht nur die Wahrscheinlichkeit für Hitzewellen, sondern führe auch dazu, dass die Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen könne. „Der muss als Regen wieder runterkommen, das heißt, im globalen Mittel haben wir mehr Extremregenfälle.“
Der Zirkulationseffekt hingegen bestimmt das Tempo und die Dynamik, mit der sich Wettersysteme entwickeln und wie sie ziehen. „Dieser Effekt ist nicht überall gleich, sondern sehr unterschiedlich in Teilen der Welt“, betont die Physikerin. Und je nachdem, ob sich Thermodynamik und dynamischer Effekt wechselseitig verstärken oder aufheben, kommt es Otto zufolge zu unterschiedlichen Wetterereignissen. Eine Verstärkung sehe man zum Beispiel im Mittelmeerraum: „Da hat man mehr Hitzewellen aufgrund der Thermodynamik, aber auch der andere Effekt, der Zirkulationseffekt führt dazu, dass die Hitzewellen noch sehr viel heißer sind, als es aufgrund der Thermodynamik allein wäre.“
Anders etwa bei Dürren in Brasilien: Hier sehe man, „dass diese Effekte in entgegengesetzte Richtungen wirken und sich die Wahrscheinlichkeit für Dürren gar nicht ändert“.

Quelle: deutschlandfunkkultur.de

Friederike Otto: „Wütendes Wetter“ Eine Physikerin erklärt die Folgen der Erderwärmung, Von Johannes Kaiser, Deutschlandfunk, 7.6.2019.

Physikerin Friederike Otto: Die Hitze von 2018 war der Klimawandel. Friederike Otto im Gespräch mit Ute Welty, Deutschlandfunk, 11.5.19

Wetter oder Klima? Die deutsche Forscherin Friederike Otto will eines der größten Klima-Rätsel lösen, von Ralf Nestler, der Tagesspiegel, 17.4.19: Überschwemmungen hier, Hitzewellen da – ist das schon der Klimawandel, fragen sich viele? Friederike Otto sagt, sie kann das berechnen. Ein Interview.

Du kannst Friederike Otto auch auf Twitter folgen.

Was passiert, wenn wir nichts tun?

Was passiert eigentlich, wenn Kipppunkte erreicht werden, und sich die Erde dadurch deutlich über 2 Grad erwärmt?

Vertiefung: Stefan Rahmstorf über die Folgen eines ungebremsten Klimawandels.
Quelle: Zeit online.

(gutes Video, aber leider mit Werbeblock)

Eine ausführliche Darstellung der Folgen einer ungebremsten Erderwärmung findeste Du in der Szenario-Studie (2019): Existential climate-related security risk: A scenario approach (Breakthrough Policy Paper; David Spratt & Ian Dunlop)

Immer wieder wird gefordert (und psychologisch macht das auch Sinn), weg zu kommen von einer Katastrophenrhetorik, weil diese nur zu Reaktanz (unbewusstem reflexartigem Widerstand) führt. Andererseits fragen wir: sind wir Menschen wirklich zu dumm, um zu erkennen, wenn die Hütte brennt? Sind wir wirklich so eingeschränkt, dass klare und unabweisbare Fakten dazu, dass wir tatsächlich auf eine Katastrophe zusteuern, aufgrund psychischer Mechanismen einfach an uns abprallen?

Der Anstieg des Meeresspiegels

Anstieg des Meeresspiegels aufgrund der Klimaerwärmung

Quelle: Scientists for Future; Entwicklung des Meeresspiegels (globaler Durchschnitt) unter verschiedenen Emissionsszenarien.

CREDITS: © IPCC 2013 (AR5, WG1, Fig. 13.27, p.1204), modified by Gregor Hagedorn, used by permission to Scientists for Future; SOURCE: IPCC 2013 AR5 WG1, Figure 13.27 | Compilation of paleo sea level data, tide gauge data, altimeter data (from Figure 13.3), and central estimates and likely ranges for projections of global mean sea level rise for RCP2.6 (blue) and RCP8.5 (red) scenarios (Section 13.5.1), all relative to pre-industrial values. Scenario 8.5: Assumes more or less constant emissions;

Eisfreie Arktis im Sommer im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung

Quelle: Scientists for Future; Entwicklung des Meeresspiegels unter verschiedenen Emissionsszenarien. 2013 ging der IPCC von einem maximalen Meeresspiegelanstieg von 1,2 Metern bis 2100 aus. Neuere Analysen (Bamber et al 2019) zeigen, dass mit 5% Wahrscheinlichkeit der Meerespiegel im Jahr 2100 im Durchschnitt um 2 Meter steigt.

CREDITS: © IPCC 2013 (AR5, WG1, Fig. 13.27, p.1204, modified by Gregor Hagedorn, used by permission to Scientists for Future NOTES: Red Addition: With ca. 5% probabilty, sea level rise may be > 2 m by 2100 (Bamber et al. 2019. Ice sheet contributions to future sea-level rise from structured expert judgment. Proceedings of the National Academy of Sciences. doi:10.1073/pnas.1817205116) SOURCE: IPCC 2013 AR5 WG1, Figure 13.27 |Compilation of paleo sea level data, tide gauge data, altimeter data (from Figure 13.3), and central estimates and likely ranges for projections of global mean sea level rise for RCP2.6 (blue) and RCP8.5 (red) scenarios (Section 13.5.1), all relative to pre-industrial values. Scenario 8.5: Assumes more or less constant emissions;

Wie hoch steigt das Meer? Noch höher als befürchtet, warnt der Weltklimarat in seinem neuen Bericht: Die Flut von morgen. ( Zeit online, 25.9.19)

Gletscherschmelze – es ist schlimmer, als befürchtet

Messungen zeigen, dass z.B. die Himalaya-Gletscher immer schneller schmelzen.

25.6.20: Auch für die Alpen ist ein rapider Schwund der Gletscher inzwischen sicher nachgewiesen: „Our results reveal rapid glacier retreat across the Alps (−39 km² a−1) with regionally variable ice thickness changes (−0.5 to −0.9 m a−1). The strongest downwasting is observed in the Swiss Glarus and Lepontine Alps with specific mass change rates up to −1.03 m.w.e. a−1. For the entire Alps a mass loss of 1.3 ± 0.2 Gt a−1 (2000–2014) is estimated.

Fig. 1
Glacier area, elevation, and mass change of the European Alps 2000–2014.

(Quelle: Sommer, C., Malz, P., Seehaus, T.C. et al. Rapid glacier retreat and downwasting throughout the European Alps in the early 21st century. Nat Commun 11, 3209 (2020). https://doi.org/10.1038/s41467-020-16818-0)

James Balog: Time-lapse proof of extreme ice loss
Columbia Glacier, Alaska, 1984 to now
Greenland Time-Lapse, 1984 – 2016

Es ist schlimmer, als befürchtet. In diesem Video von Zeit-online kannst Du sehen, dass der Klimawandel offensichtlich viel schneller voranschreitet, als Forscher bislang vorausgesagt haben.

Mit Google Timelapse kannst Du Dir einen Bereich auf der Welt heraussuchen und diesen im Zeitraffer, von 1984 bis heute, aus dem Weltall ansehen. Dabei kannst Du nicht nur das Schmelzen der Gletscher erkennen, sondern z.B. auch die Entwaldung in Madagaskar, in Bolivien, oder in Brasilien; oder die Austrocknung des Aral Sees (wobei das nicht am Klimawandel liegt, sondern großteils an der Verwendung zur Bewässerung für den Baumwollanbau).

Die Klima-Ungerechtigkeit

Falls die Weltgemeinschaft die vom Pariser Abkommen angestrebte Beschränkung der Erwärmung auf 1,5 °C verfehlt, ist in vielen Regionen der Welt mit erheblich verstärkten Klimafolgen für Mensch und Natur zu rechnen.

Die Nationen, die den größten Beitrag zur Erderwärmung geleistet haben, sind am wenigsten unmittelbar betroffen. Die krassesten Auswirkungen des Klimawandels sind in den Ländern rund um den Äquator zu erwarten, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben.

Klima-Ungerechtigkeit

Quelle: Scientists for Future; Links: Anteil an kumulativen CO2-Emissionen (USA > 25 %, China > 10 %, Russland, Deutschland > 5 %, UK, Indien, Japan > 2,5 %) Rechts: Gebiete in rot, die bis 2100 unbewohnbar werden (da kein Schwitzen mehr möglich) bei RCP 8.5-Szenario (“business as usual”) (Hinweis GM: Das rechte Chart ist eines der Szenarien bei weiterem Temperaturanstieg aufgrund unzureichender Maßnahmen. Hier geht es nicht um die Richtigkeit der absoluten Zahl, sondern um die Tatsache, dass diejenigen am meisten betroffen sein werden, die am wenigsten zur Verursachung des Klimawandels beigetragen haben.)

CREDITS: © Benedikt Nickel und Julia Steinberger, CC-BY-SA 4.0 Links: © Our World in Data, CC BY-SA 4.0, Rechts: after Mora et al 2017, code under Apache 2.0 license SOURCE: Links: Daten von Global Carbon Project und Carbon Dioxide Information Analysis Center, Rechts: Uni Hawaii Simulation RCI 8.5, 2100, https://maps.esri.com/globalriskofdeadlyheat/# vom 09.09.2019, under Apache 2.0 licence (https://github.com/richiecarmichael/Esri-Deadly-Heatwaves/blob/master/LICENSE)

Berichte des Weltklimarats IPCC

Die Berichte und Informationen des Weltklimarates enthalten eine Fülle von Daten und Forschungsergebnissen, die die o.g. Aussagen stützen. Ihr müsst das nicht alles lesen, wenn ihr Euch schon darüber im klaren seid, dass wir JETZT HANDELN müssen und wenn Ihr dazu auch schon die notwendige Entschlossenheit entwickelt habt. Wer aber noch allen Ernstes glaubt, dass der Klimawandel nicht von Menschen verursacht sei, oder etwas, was „doch nicht so schlimm“ ist usw. – bitte macht Euch klar, dass eine solche Haltung nicht mehr vernünftig genannt werden kann.

Zu den Dokumenten des Weltklimarats

Hier geht es zur Startseite der deutschen Koordinierungsstelle des IPCC.
„Der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) wurde 1988 von den Vereinten Nationen und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet. Der IPCC ist gleichzeitig ein zwischenstaatlicher Ausschuss und ein wissenschaftliches Gremium. Zurzeit gehören ihm 195 Mitgliedstaaten an. WissenschaftlerInnen sitzen dem Ausschuss vor und tragen in seinem Auftrag das aktuelle Wissen aus allen relevanten Bereichen der Forschung zum Klimawandel zusammen. Sie stellen dessen Ursachen, Folgen sowie Risiken dar und zeigen Möglichkeiten auf, wie die Menschheit den Klimawandel mindern und wie sie sich daran anpassen kann. Der IPCC forscht nicht selbst, sondern fasst die Aussagen zehntausender Veröffentlichungen in sogenannten Sachstandsberichten (IPCC Assessment Reports) und Sonderberichten zusammen und bewertet sie aus wissenschaftlicher Sicht. Seit seiner Gründung bietet der IPCC der Politik Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen, ohne jedoch konkrete Lösungswege vorzuschlagen oder politische Handlungsempfehlungen zu geben. Die Glaubwürdigkeit des IPCC und das hohe Gewicht seiner Aussagen in der Klimapolitik sind maßgeblich auf die transparente Kooperation von Wissenschaft und Politik zurückzuführen, die sowohl Politikrelevanz als auch wissenschaftliche Unabhängigkeit der Berichte gewährleistet.“

Kurzfilm des IPCC zu den wissenschaftlichen Grundlagen von 2013

Ein IPCC-Sonderbericht über die Folgen einer globalen Erwärmung um 1,5 °C gegenüber vorindustriellem Niveau und die damit verbundenen globalen Treibhausgasemissionspfade im Zusammenhang mit einer Stärkung der weltweiten Reaktion auf die Bedrohung durch den Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Anstrengungen zur Beseitigung von Armut.

IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung – die Hauptaussagen.

Klimaänderung 2014:
Synthesebericht des IPCC

IPCC Sonderbericht 2019: Climate Change and Land

Climate Change and Land: An IPCC special report on climate change, desertification, land degradation, sustainable land management, food security, and greenhouse gas fluxes in terrestrial ecosystems. Der „Sonderbericht über den Klimawandel, Wüstenbildung, Bodendegradation, nachhaltiges Landmanagement, Ernäh- rungssicherheit und Treibhausgasflüsse in terrestrischen Ökosystemen“ betrachtet die Wechselwirkungen zwischen diesen Komponenten. Außerdem bewertet er den wissenschaft- lichen Kenntnisstand über Risikomanagement und Entschei- dungsfindung im Hinblick auf ein nachhaltiges Landmanage- ment und eine nachhaltige Entwicklung.

IPCC-Climate-Change-and-Land-Aug2019-Fullreport-1Herunterladen

Eine Zusammenfassung zentraler Aussagen des Berichts findest Du in der Zeit Online vom 8.8.2019: Sonderbericht zum Klimawandel: So geht es nicht weiter.

  1. Mehr Felder trotz intensiver Landwirtschaft nötig. Fast 25 Prozent der gesamten Treibhausgase folgen aus der Landnutzung. Besonders die intensive Fleischproduktion verbraucht große Flächen.
  2. Der Fleischkonsum ist absurd hoch. Circa 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird für die Tierproduktion genutzt. „Wir müssen nicht komplett auf tierische Produkte verzichten, aber wir müssen zum Prinzip des Sonntagsbratens zurück.“ Die durch Landnutzungsänderung entstehenden Kohlenstoffemissionen ließen sich um fast 80 Prozent senken, wenn die Menschheit ihre Ernährung bis 2050 auf einen Anteil von 15 Prozent tierischer Kalorien umstellt (Global and Planetary Change: Weindl, 2017).
  3. Zu viel Essbares landet im Müll. Bis zu 30 Prozent aller weltweit produzierten Lebensmittel landen auf dem Müll. „Schon beim Bauern gehen Lebensmittel verloren. Das setzt sich beim Transport der Nahrungsmittel fort und danach im Supermarkt. Aber auch die Konsumenten werfen viel weg“. Pro Kopf sind es in Europa und Nordamerika durchschnittlich 95 bis 115 Kilogramm Lebensmittel im Jahr, in den afrikanischen Subsahara-Staaten und in Asien nur sechs bis elf Kilogramm pro Kopf.  In Afrika ist das Problem vor allem der Transport von der Ernte zum Markt (siehe TED-Video von Esther Ndichu).
  4. Die Böden werden unfruchtbarer. Bei 25 Prozent der eisfreien Landflächen weltweit lässt sich Landdegradierung feststellen. Davon sind mindestens 1,3 Milliarden Menschen betroffen.
  5. Wüsten breiten sich aus. Die Lufttemperatur an der Landoberfläche ist seit dem vorindustriellen Zeitalter um 1,53 Grad Celsius gestiegen (die globale Durchschnittstemperatur – also auch über den Ozeanen – um 0,9 Grad Celsius). Was die unmittelbaren Folgen angeht, wird es hier komplizierter: „In der Folge breiten sich Wüsten aus. In der afrikanischen Subsahara, in Teilen Ost- und Zentralasiens oder in Australien beispielsweise, zudem sind Sandstürme häufiger und stärker geworden. Das ist Fakt. Dem Langzeittrend widersprechen nach jetziger Kenntnis auch nicht die überraschenden Satellitenaufnahmen der vergangenen dreißig Jahre. Sie zeigen, dass der Planet vielerorts grüner statt brauner geworden ist. ‚Im Moment überwiegt der positive Einfluss des Klimawandels auf die Vegetation, eine größere Fläche wird grüner als brauner. Dadurch wird mehr Kohlenstoff auf Landflächen gebunden als beispielsweise durch Abholzung und Rodung freigesetzt wird‘, erklärt Livia Rasche vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg dem Science Media Center. Doch diese Entwicklung wird nicht von Dauer sein. ‚Immer mehr Fläche wird für die Landwirtschaft genutzt, wofür oft Ökosysteme mit großen Kohlenstoffspeichern wie Feuchtgebiete, Moore und Wälder umgewandelt werden und deren Kohlenstoff freigesetzt wird‘, sagt Rasche.“ (Quelle: Zeit Online – s.o.)
  6. Der Wald schwindet. 2.254 Quadratkilometer Regenwald wurden im Juli 2019 in Brasilien abgeholzt. Vgl. dazu auch das Kapitel „Die Vernichtung der Wälder“.

Empfehlungen des IPCC: Staaten müssen ihr Land grundlegend anders nutzen und andere Pflanzen anbauen, als bisher. Der Fleischkonsum muss erheblich reduziert werden.

Geplanter Bericht: The Ocean and Cryosphere in a Changing Climate. Der „Sonderbericht über die Ozeane und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima“ wird die Themen Hochgebirgs- regionen; Polargebiete; Meeresspiegelanstieg und Auswirkungen auf tief liegende Inseln, Küsten und Gemeinden; veränderte Ozeane, marine Ökosysteme und abhängige Gemeinden; extreme, abrupte Veränderungen und Risikomanagement behandeln.

2019 Refinement to the 2006 IPCC Guidelines for National Greenhouse Gas Inventories. Diese Seite gibt einen kleinen Einblick, wie die Diskussionen unter den Klimaexperten ablaufen, welcher Aufwand betrieben wird, um die verfügbaren Forschungsergebnisse zu analysieren und zusammenzufassen, um für die Politik handlungsleitende Fakten und Vorhersagen zu generieren.