Warum es besser ist, VEGAN zu leben – für uns selbst, für die Tiere und den Planeten

Warum es besser ist, VEGAN zu leben – für uns selbst, für die Tiere und den Planeten

Das industrielle Leiden der Tiere beenden

Die meisten lebenswichtigen Nährstoffe sind in Pflanzen enthalten: „100 Gramm Linsen haben fast so viel Eiweiß wie die gleiche Menge Magerquark und ähnlich viel Eisen wie Kalbsleber. … Kalzium bekommen Veganer durch Brokkoli, Grünkohl oder angereicherte Hafermilch. Omega-3-Fettsäuren erhalten sie aus Leinöl oder Walnüssen.“ Eine Ausnahme bildet das Vitamin B12, das durch Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden muss.

Es ist plausibel, dass vegane Ernährung das Risiko für viele Krankheiten senkt, darunter Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und einige Krebsformen. Ein Beweis kann in Ernährungsstudien nur schwer erbracht werden, da sich Ursache und Wirkung nicht sauber trennen lassen. Es gibt Spitzensportler, die sich vegan ernähren.

„Laut Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist die Landwirtschaft für 14,5 Prozent der anthropogenen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. 80 Prozent dieser landwirtschaftlichen Emissionen werden weltweit durch die Haltung von Tieren verursacht.“ „Kühe stoßen enorme Mengen des Treibhausgases Methan aus, das 25-mal wirksamer ist als CO₂. Ein Kilogramm Rindfleisch verursacht 26,5 Kilogramm CO₂-Äquivalente. Milch kommt pro Liter auf 1,3 Kilogramm Emissionen,“ … für 1 Kilogramm Käse oder Butter werden rund 10 Liter Milch benötigt. „Die Produktion von einem Kilogramm Tofu erzeugt 3,8 Kilogramm CO₂.“ „Pro Kopf produzieren die Deutschen durchschnittlich elf Tonnen Treibhausgase. Ein Veganer reduziert seine Bilanz um zwei Tonnen“ (entspricht ungefähr einem Flug von Frankfurt nach Peking).

Wenn man einbezieht, wie viel Wald auf gerodeten Weideflächen für die CO2-Absorption fehlt (Faktor der verabsäumten CO2-Senke), verschlechtert sich die Klimabilanz von Fleisch noch weiter. „80 Prozent des weltweit produzierten Sojas als Futter in der industriellen Tierhaltung genutzt, 18 Prozent für Sojaöl, für Nahrungsmittel wie Tofu oder Sojamilch gerade mal zwei Prozent.“

Eine in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Studie von Joseph Poore und Thomas Nemecek (2018) kommt zu dem Ergebnis, „dass Fleisch und Milchprodukte uns Menschen mit gerade mal 18 Prozent der Kalorien versorgen, aber 83 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche verbrauchen.“ Würde sich die Welt vegan ernähren, könnte die landwirtschaftlich genutzte Fläche daher wesentlich reduziert werden – oder andersherum: Die Welternährung wäre für ALLE Menschen sichergestellt.

Weltweit werden jährlich zig Milliarden (Angaben schwanken zwischen 60 und 150 Milliarden) „Nutz“tiere geschlachtet. „In Deutschland züchten, mästen und töten wir jährlich rund 750 Millionen Nutztiere. Etwa 98 Prozent des Fleisches stammen aus konventioneller Tierhaltung, die die Tiere meistens auf engem Raum zusammenpfercht, oft ohne Tageslicht und Beschäftigung.“

Quelle: DIE ZEIT online – Veganismus, von Josefa Raschendorfer, 28.4.2020

Das nachfolgende Video enthält Passagen, die für Kinder NICHT geeignet sind.

Vegane Lebensweise wird oft als Ideologie gebrandmarkt.

Da Fleischkonsum jedoch so extreme Auswirkungen hat, mit Grausamkeit (gegen die Tiere), Ungerechtigkeit (in Bezug auf die Welternährung) und Umweltzerstörung (Klimawandel) einhergeht, braucht der fleischige Lebensstil Abwehrmechanismen:

  • Rechtfertigung durch die Wiederholung von Mythen (Fleisch essen ist normal, natürlich und notwendig)
  • Unsichtbarmachen der Grausamkeiten und der Folgen
  • Kognitive Verzerrungen: Welche Tiere als seelen- und rechtlose Nutzdinge gelten und welche geliebte und umsorgte Familienmitglieder sind, wird u.a. durch kulturelle Regeln bestimmt. (Ja, das Tier hinter dem Schweineschnitzel war genauso intelligent und liebenswert wie Dein Hund oder Deine Katze)

So wird es möglich, die Folgen des Fleischkonsums systematisch auszublenden. Wir haben (zumindest in den Industrienationen), die freie Wahl, wie wir uns ernähren. Karnismus ist nicht weniger eine Ideologie, als es der veganen Lebensweise zugeschrieben wird.

Aber irgendwann wird die Gedankenmauer brüchig. Je mehr das Leiden an die Oberfläche dringt (Tönnies…). Je mehr die drastischen Folgen für den Klimawandel deutlich werden. Je mehr Menschen ihr Herz wieder für ihre nicht-menschlichen Mitgeschöpfe öffnen.

Hier geht es zur Webseite von Melanie Joy: „BEYOND CARNISM„.

Weiterlesen: Theologie für Tiere und die Würde des Menschen

Mitgefühl zulassen – und mit Freude essen

Wenn Du bereits nach Möglichkeiten suchst, wie Du Dein Leben vegan gestalten kannst, geh am besten direkt auf den Blog von Justine, mit zahllosen Tipps für ein faires, veganes, nachhaltiges, gesundes und dabei sehr frohes Leben. Das macht Lust auf Veränderung!